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Bei 28 dB(A) darf man noch von angenehm, aber nicht von leise sprechen. Die ermittelten 2 Sone werden durch den Frequenzverlauf des Lüfters erreicht, der sich ATI-typisch im Bereich von 1 kHz bemerkbar macht. Störend waren dann allenfalls die kurzen Regelzeiten. Wir kennen das von ATI-/AMD-Karten, dass der Lüfter bei Erreichen des Schwellwertes hochdreht um aber danach sofort wieder herunter zu regeln. Doch bleibt dieser Umstand bei den Lüftern dann eben ein permanenter Bestandteil. Es stellt sich somit kein monotones Geräusch ein, an welches der Mensch sich schnell gewöhnen könnte — nein, die anhaltenden Lastwechsel irritieren immer wieder und lassen das Ohr hinhören. Kommt man also bei der Karte in Grenzbereiche von 90 Grad, wird sich ein solches Verhalten einstellen. Peaks in der Drehzahl konnten wir mit maximal 2380 UpM ermitteln. Prädestiniert für hohes Lastverhalten waren z.B. Crysis, Need for Speed: Carbon, aber z.B. auch Anno 1701.
Wir hätten auch die 32 dB(A) in den Bereich "in Ordnung" eingestuft, doch die häufigen Lastwechsel empfanden wir dann doch mehr als störend. Die kurzen Momente in welchen der Lüfter auch mal mit solchem Geräusch arbeitete, wären zu verschmerzen. Was die Cover-Temperaturen anging, so zeigte sich die HD 3870-Karte erst einmal unauffällig. Doch gibt es so manchen Gegenstand, der einen Laser täuschen / irritieren kann.
Die gemessenen 53 Grad am Plastikgehäuse erschienen uns zu niedrig, die versuchten Ermittlungen am freiliegenden Kühler scheiterten auf Grund der Reflektionen in zu niedrigen Werten. Wir bedienten uns also unserer Messstation mit feinfühligem Sensor, welchen wir am oberen Kühler anbrachten.
Schon zeigte sich mit 67 Grad ein bislang typisches Bild, wie wir es bei der HD 3850, aber auch der GeForce 8800 GT ebenfalls angetroffen haben. Daraus darf abgeleitet werden, dass die Kühlungen der Karten, bzw. ihre Temperaturableitbereiche gut funktionieren. In Verbindung mit den gewollten und vom Anwender erwarteten, niedrigen Lüfterregelstufen, heizen sich diese Bereiche aber natürlich auf. Diese Temperaturen wirken sich auf die Lufttemperaturen im Gehäuse und damit eben auch auf die Luftansaugtemperaturen aus. Letzteres ist bei Prozessorherstellern ein durchaus wichtiges Kriterium und da die Karten unterhalb der Prozessoren sitzen, wirkt sich diese Temperatur natürlich auch auf die Luftansaugtemperatur des Prozessors mit aus. Man muss also bei den High-End-Grafiklösungen — wie auch bei den High-End-Prozessoren — weiterhin auf eine gute Luftzirkulation im Gehäuse achten.
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