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Technische Daten und LieferumfangDie Hauppauge Win-TV HVR4000 TV-Karte ist für den PCI-Steckplatz konzipiert. HVR steht dabei für „Hybrid Video Recorder“, es werden also analoge und digitale Signale verarbeitet. Sie besitzt Anschlüsse für DVB-S/S2, DVB-T und Analog TV sowie UKW-Radio. DVB-C wird nicht unterstützt. Neben der TV-Karte befinden sich eine Fernbedienung samt Empfänger, eine DVB-T Stabantenne (mit für diese Modelle üblicher miserabler Empfangsqualität), eine UKW-Antenne und eine Treiber- und Software-CD im Lieferumfang. Bei der Fernbedienung setzt Hauppauge auf die Lösung den Empfänger direkt an die TV-Karte anzubinden statt der in den meisten Fällen üblichen USB-Lösung. Als USB-Device wird aber in den nächsten Wochen ein CI auf den Markt kommen, das Hauppauge der HVR4000 zur Seite stellen will, um auch mit Pay-TV Smartcards zusammenarbeiten zu können.
Installation und AlltagsbetriebI. Windows-Installation und Media Center Integration Aktuelle Mainboards haben nur mehr wenige PCI-Slots und auch die meisten Onboard-Devices wie Netzwerk oder RAID-Controller sind heutzutage über PCI Express angebunden. Diese Tatsache lässt die Gefahr eines Ressourcenkonflikts zwischen PCI-Geräten schrumpfen, so dass selbst früher kritische TV-Karten heutzutage nur noch selten ein Problem darstellen. So konnten wir die TV-Karte problemlos auf einem ASUS M2A-VM HDMI mit AMD 690-Chipsatz, einem ASUS M2N 32 SLI-Deluxe (NVIDIA nForce 590 SLI) und einem Intel D 975XBX (Intel 975X Express Chipset) in Betrieb nehmen. Allerdings zeigten sich auf mit einem LANPARTY PRO 875B-Mainboard, das mit seinem Intel 875-Chipsatz noch aus der PCI/AGP-Zeit stammt kein Problem im Betrieb, trotz der Knappheit an IRQ-Leitungen in dem mit Erweiterungskarten und Onboard-Komponenten vollgestopften System. Vor der Installation lohnt es sich auf der Hauppauge-Webseite vorbeizuschauen und dort das aktuelle Treiberpaket für die TV-Karte zu besorgen. Die auf der CD mitgelieferten Treiber stammen vom Oktober 2006 und zeigten sich etwas bockig im Betrieb, speziell mit alternativer DVB-Software, darüber hinaus sind sie nicht Vista-tauglich. Die letzte uns für den Test zur Verfügung stehende Treiber-Version vom Januar 2007 arbeitete hier problemlos.
Das Media Center in Windows kennt keine DVB-S Hardware, sondern lediglich DVB-T. Soll die Karte trotzdem als Satelliten-Empfänger im Media Center verwendet werden, muss der Treiber der Software eine DVB-T Karte vorgaukeln. Dafür stellt Hauppauge eine Registry-Datei zur Verfügung, die den Modus umschalten kann. Somit ist im Media Center also entweder DVB-T oder DVB-S nutzbar, nicht aber beides gleichzeitig. DVB-S2 modulierte Programme (also z.B. die frei empfangbaren HDTV-Programme der ProSiebenSat1-Gruppe) können jedoch nicht empfangen werden, obwohl laut Aussage des Herstellers die BDA-Treiber, wie sie für Windows Media Center notwendig sind, auch DVB-S2 unterstützen sollten. Analog-TV und UKW-Radio funktionieren im Media-Center problemlos. Windows XP und Windows Vista zeigten keinen Unterschied im Verhalten. II. Cyberlink Power Cinema Mit dem mitgelieferten Power Cinema des Herstellers Cyberlink konnten wir uns erst- und, soviel sei vorweggenommen, einzigmalig an HDTV-Bildern erfreuen. Die Software kann auf Mausklick zwischen den einzelnen Betriebsmodi für Analog- und Digital-TV sowie UKW-Radio umschalten. Die Software berücksichtigt im Sendersuchlauf per default nur frei empfangbare Sender, was mangels CI ja auch Sinn macht. Im Sat-Betrieb erkannte sie selbständig allerdings nur DVB-S modulierte Programme (auch, wenn sie HDTV sind, z.B. den Astra Promotion-Kanal), die frei empfangbaren ProSiebenSat1-Sender, die in DVB-S2 ausgestrahlt werden, müssen manuell in die Programmliste eingebaut werden, eine entsprechende Anleitung stellt Hauppauge auf der Webseite bereit.
Es bleibt abzuwarten, inwieweit hier weitere Informationen für die eigentlich unkomfortable Einbindung von DVB-S2 Programmen bereitgestellt werden, sobald mithilfe der CI-Erweiterung auch andere Programme ins Blickfeld kommen, neben den HDTV-Programmen von Premiere denke man hier z.B. an die grundverschlüsselten TV-Programme für das Kabelnetz der Kabel Deutschland, die in DVB-S2 über Astra3 in die Kabelkopfstationen eingespeist werden, mit gültigem KabelDigital-Abo und entsprechender Ausrichtung der Sat-Schüssel aber auch direkt von dort empfangbar sind. Eine Aufnahme von TV-Sendungen ist auf Mausklick oder vorprogrammiert möglich. Die Software packt Bild- und Tonspur dabei ohne vorherige Dekodierung in einem MPEG-Container auf die Festplatte, so dass die Aufnahmen mit jedem gängigem Media-Player und installiertem MPEG2 bzw. H. 264-Codec abgespielt werden können. Die parallele Aufnahme mehrerer Tonspuren oder des gesamten Transport Streams für die anschließende Weiterverarbeitung ist nicht vorgesehen. |
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