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AMD AM2-Prozessorroundup

AMD im 65nm-Fertigungsprozess

Schon seit Ende letzten Jahres hat AMD die Produktion und den Vertrieb der in 65nm gefertigten Prozessoren gestartet. Dabei war die Einführung der neuen Fertigungsgeneration mindestens so lautlos wie der seinerzeitige Switch von 130nm auf 90nm, welcher 2005 erfolgte. Und auch dieses Mal erfolgt kein kompletter Produktionsumstieg auf die kleinere, für den Hersteller kostengünstigere, Fertigung. Schritt für Schritt – so wie es die Fertigungsausbeute erlaubt – stellt AMD die Produktpalette um. Derzeit werden unter dem Codenamen „Brisbane“ die Modelle 5000+, 4800+, 4400+ und 4000+ gefertigt. Die Top-Geschwindigkeiten à la 5600 oder 6000+ fertigt AMD zurzeit noch immer in 90nm-Technik.

Die wesentliche Besonderheit auf dem Papier dürfte sein, dass AMD die neuen CPUs derzeit in eine andere TDP-Klasse die bisherigen CPUs in Klassen zwischen 89 und 110 Watt maximal mögliche Leistungsaufnahme eingestuft worden, bewegen sich die aktuell genannten Modelle alle in einer 65 Watt-Gruppe.


AMD AM2-Prozessorroundup



AMD AM2-Prozessorroundup


Auch wenn die Prozessoren in geschrumpfter Strukturbreite sich optisch nicht von den 90nm-Modellen unterscheiden, so ist die Die-Fläche dennoch geschrumpft. Zum bisherigen Windsor-Kern mit 2 x 512 KB-L2-Cache, reduzierte sich die Die-Fläche auf 126 mm². Der Windsor hatte bis dato eine Fläche von 183 mm². Optisch bleibt dies letzten Endes alles unter dem Heatspreader der CPUs verborgen und eben letzterer soll auch dafür Sorge tragen, dass die Kühlung gleichgut erfolgen kann.

Dennoch stellte sich eine Neuerung ein. Wie man schon etwas früher erfahren durfte, sollen die 65nm-Modelle etwas langsamer arbeiten, als die bisherigen 90nm-Vertreter. Diesen Umstand erklärte AMD damit, dass man die Cache-Latenzen verändert habe. Der Schritt sei notwendig geworden, um etwaigen Modellen mit größeren Caches Stabilität zu verschaffen. Bisher sind im Markt natürlich noch keine Prozessoren mit größerem Cache eingetroffen. Allerdings sollen wir noch in diesem Jahr mit Athlon 64 X4 und „Phenom“ konfrontiert werden, welche dann über einen gemeinsamen L2-Cache für die Prozessoren verfügen könnten. Evtl. waren dies die Beweggründe für AMD, an den Latenzschrauben zu drehen. Andererseits handelt es sich dann aber schon um Kerne der K10-Generation und nicht mehr der aktuellen K8-Serie. Der Grund bleibt dahingestellt, der Fakt in der Praxis gegeben. Wir wollen uns im nächsten Kapitel ansehen, wie sehr ein 65nm-Prozessor unter diesem „Einschnitt“ leidet.



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