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IntroEigentlich musste sich die AMD/ATI-Fangemeinde schon sehr lange gedulden, bis der Hersteller seine HD2000er-Serie präsentierte. Über die Gründe kann man vielfältig spekulieren, wirkliche Fakten zu den Verzögerungen ließen sich AMD aber praktisch nie entlocken. Allerdings musste man der HD2000-Serie von AMD, wie auch der aktuellen 8000er-Serie von NVIDIA klar anheften, dass es starke Performance-Lücken zwischen den gehobenen Mainstream-Modellen (2600 XT/8600 GTS) und dem HighEnd-Einsteigerbereich (2900 XT/8800 GTS) gibt. Ursprünglich war es seitens AMD geplant, eine HD2900 Pro vorzustellen, welche die Lücke zwischen der derzeitigen 2600 XT und der 2900 XT schließt, allerdings sollte es dann dort auch ein auf 256-bit beschnittenes Speicherinterface geben. Doch kam alles anders. Erste Gerüchte besagten — und dies bestätigte sich dann auch — dass AMD die Einführung der HD2900 Pro still und leise erfolgen solle. Weitere Gerüchte sprachen dann davon, dass der HD2900 Pro nur eine kurze Lebenserwartung zugesprochen würde, da AMD bereits einen Nachfolger in Form des RV670-Chips fertige. Als dann erste Modelle der noch nicht lieferbaren HD2900 Pro gar von einem 512-bit Speicherinterface sprachen und als Differenzierung zur HD2900 XT lediglich leicht gesenkte Taktraten bei GPU- und Speichertakt nannten, war die Verwirrung komplett.
Weitere Spekulation berichteten darüber, dass AMD hier vermutlich HD2900 XT Chips verwende, welche die eigenen Validierungs-Maßstäbe nicht erfüllten und diese in gewisser Stückzahl nun als HD2900 Pro verkaufe. Ein eigentlich in sich schlüssiges Konzept, welches wirtschaftlich betrachtet auch nur korrekt wäre. Doch vielleicht verhält es sich ja ganz anders? Die Spekulationen nehmen kein Ende und werden sie wohl nach Ende diesen Artikels auch nicht, denn AMD schweigt sich weiterhin aus. Aktuelle Fragen konnte oder wollte AMD uns zurzeit nicht beantworten. Wie angekündigt — da kein Produktsupport seitens des Herstellers besteht — haben wir eine handelsübliche Karte mit "HD2900 Pro-Chip" unmittelbar nach dem Verkaufsstart geordert. Der Händler unseres Vertrauens, der uns in solchen Fällen auch einmal im Preis entgegen kam, erklärte uns, dass dies bei dieser Kalkulation nicht möglich sei — ein ohnehin limitiertes Produkt. Und im Test hielt die uns nun vorliegende HIS HD2900 Pro dann auch noch die eine oder andere Überraschung für uns parat.
Wie unserer Tabelle unschwer zu entnehmen ist, fehlt den HD2900 Pro Modellen, neben 140 MHz GPU-Takt und lediglich 40 MHz Speichertakt nichts, gegenüber einer HD2900 XT. Die Straßenpreise einer Pro-Version starten zurzeit bei ca. 220 Euro — je nach Hersteller — und jene der XT-Version bei ca. 310 Euro. Es wäre letzten Endes nur logisch, dass es sich bei den Pro-Modellen um technisch eingeschränkte Varianten handelt. Um das aber nicht nur zu unterstellen, sondern auch testen zu können, musste ein solches Muster her.
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