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Installation und AlltagsbetriebGrundsätzlich trafen wir bei keinem der Testkandidaten auf Probleme bei Installation und Betrieb, welche wir letztendlich nicht selbst zu verschulden gehabt hätten. Hintergrund unserer Probleme war ein Umbau unserer Hauptplatine, bei dem wir den original Chipsatz-Kühler unseres nForce4-Mainboards nach einem Defekt samt Kühlkörper gegen einen neuen Kühler tauschten. Aufgrund der höheren Bauart des neuen Chipsatz-Kühler kollidierte dieser mit beiden Dual-Slot Karten aus unserem Testfeld - Abhilfe schaffte letztendlich nur eine nachträgliche Bearbeitung unseres neuen Chipsatz-Kühlers auf der Werkbank Grundsätzlich sollten jedoch die ab Werk verbauten Chipsatz-Kühler niedrig genug sein, um Kollisionen mit den geräumigen Grafikkarten zu vermeiden. Anwender die hingegen den originalen Kühlkörper gegen einen anderen Kühler ausgetauscht haben, sollten sich über eventuell entstehende Probleme im Klaren sein. I. Lautstärke: MSI NX7900GTX - GeForce 7900GTX Der ausladende Kühlkörper der NX7900GTX erweckte bereits beim Eintreffen Hoffnung auf einen leisen Betrieb. Und in dieser Hinsicht sollte uns der Testkandidat letztendlich auch nicht enttäuschen: High-End bei flüsterleisem Betrieb - uns fehlen die Worte. Auch wenn für die Realisierung ein rund 600 Gramm schwerer Kühler mit außergewöhnlichen Ausmaßen nötig war, müssen wir an dieser Stelle ein deutliches Lob aussprechen. Der in den Kühlkörper für Grafikkarten verbaute ungewöhnlich große 80mm Lüfter dreht langsam seine Runden und ist selbst für ein Silent-System gut zu gebrauchen. Leider war es uns aus zeitlichen Engpässen bisweilen noch nicht möglich konkrete Messungen zur Lautstärke anzustellen, weshalb wir vorerst nur mit den geschilderten subjektiven Eindrücken dienen können. Die gemessenen Werte werden wir jedoch in Kürze nachreichen. MSI NX7900GT - GeForce 7900GT Gänzlich gegenteilige Gefühle hatten wir beim ersten Betrachten der Kühllösung der MSI NX7900GT, welche im Vergleich zum großen Bruder mit einem recht kleinen Kühlkörper ausgestattet ist. Auch hier sollten sich unsere Erwartungen größtenteils bestätigen und so ergaben unsere Messungen eine Lautstärke von 36,2 dB bzw. 3,2 sone (Spektralanalysen siehe Anhang). Rein subjektiv ist der Lüfter durchaus als laut zu bezeichnen, jedoch wurden - zumindest für unsere Wahrnehmung - keine störenden Nebengeräusche angetroffen. Enttäuscht waren wir vor allem über das Fehlen einer Lüftersteuerung, weshalb der Lüfter konstant bei einer Spannung von 7,8 Volt betrieben wird. Mit der resultierenden Lautstärke hätten wir uns vielleicht im 3D-Modus noch abfinden können, für den häufigen 2D-Betrieb ist der Lüfter aber dann doch deutlich störend. ASUS EAX1900XTX - Radeon X1900XTX Wahrlich erschrocken sind wir beim ersten Start unseres Testkandidaten EAX1900XTX. Der Lüfter läuft hier kurzzeitig bei maximaler Drehzahl und verursacht einen ohrenbetäubenden Lärm - jedoch zum Glück nur für wenige Sekunden, bis er sich auf eine Betriebsspannung von 3,9 Volt herunterregelt. In diesem Zustand, welcher auch im 2D-Modus auf unserer offenen Teststation durchgehend beibehalten wurde, geht der Lüfter durchaus leise zu Werke und dürfte in einem geschlossenen Gehäuse unter anderen Lüftern untergehen. Dies bestätigen auch die gemessen Werte von 28 dB und 1,56 sone bei 3,9 Volt. Im 3D-Modus dreht der Lüfter dann bereits nach kurzer Zeit hoch, um die Temperatur des Chips im Rahmen zu halten. Als Schwelle für die nächsthöhere Lüfterstufe hat sich 90° C herauskristallisiert. Wird dieser Wert überschritten scheint der Lüfter eine weitere Stufe höher zu springen. Als störend haben wir hierbei auch den ständigen hörbaren Wechsel zwischen zwei Stufen empfunden. In der Praxis trafen wir die Spannungswerte von 3,95 Volt (Idle), 4,5 Volt, 5,0 Volt und 6,7 Volt an. Auf unserer offenen Teststation bei Raum-Temperaturen von knapp unter 20° C wurde die Stufe von 6,7 Volt nicht überschritten. Bei dieser war der Lüfter allerdings schon störend laut und fällt durch ein unangenehmes "surren" zusätzlich negativ auf. Nachfolgend haben wir die Lautstärke für einige Spannungswerte, welche nicht durchgehend den real anzutreffenden Spannungswerten entsprechen, ausgemessen. Für Spektralanlysen weisen wir auch an dieser Stelle auf den Anhang.
(Leider konnte aus technische Gründen bei der Lautstärkemessung nicht immer die in der Praxis angetroffenen Spannungswerte exakt nachgestellt werden. Die Angaben zur Lüfterdrehgeschwindigkeit wurden über das Tool RivaTuner ausgelesen.) II. Temperatur Für eine bessere Übersicht haben wir die - über das SysTool (bei NVIDIA) und den RivaTuner (ATI) - ermittelten Temperaturwerte in die folgende Tabelle eingearbeitet:
Der Unterschied zwischen ATI und NVIDIA ist in diesem Falle enorm. Hält sich die EAX1900XTX durch die verschiedenen Drehzahlstufen des Lüfters ununterbrochen bei 90° C unter Last, bewahrt das Top-Modell von NVIDIA mit gerade einmal 63° unter Last einen deutlich kühleren Kopf als die Konkurrenz. Die NX7900GT ist, begünstigt durch den niedrigeren Takt, noch einmal um weitere 7° C kühler und kommt somit auf lediglich 56° C unter Auslastung, welche durch die Grafikkartentests des 3DMark05 im Loop über mehrere Stunden erzeugt wurde. III. Leistungsaufnahme In Zeiten in denen Strom immer teurer wird, soll natürlich in unserem Test auch der Stromhunger der Karten analysiert werden. Für Auslastung der Grafikchips sorgte wieder eine Dauerschleife des 3DMark05. Gemessen wurden die Maximalwerte des Stromverbrauches der kompletten Teststation mit einem handelsüblichen Energiemessgerät.
Bereits in unserem Crossfire-Test monierten wir die immens hohe Stromaufnahme der Radeon-X1900-Karten und bestätigen an dieser Stelle noch einmal diesen Eindruck. Mit einer Differenz von sage und schreibe 70 Watt setzt sich die EAX1900XTX an die unrühmliche Spitze des Testfeldes in puncto Leistungsaufnahme. Die NX7900GT zeigte sich bei einem Gesamtverbrauch von 188 Watt als sparsamster Vertreter im Testfeld und liegt mit diesem Wert insgesamt 112 Watt hinter der EAX1900XTX. IV.Overclocking Die nachfolgende Tabelle zeigt wie übertaktungsfreudig sich die Kandidaten in unserem Test bewiesen haben.
Sowohl bei der EAX1900XTX als bei der NX7900GTX ist gut zu erkennen, dass beide GPUs bereits am Rande ihrer Möglichkeit laufen, während die Speicher-Chips der Karten mit ca. 10% Übertaktung etwas mehr aus sich herauskitzeln ließen. Äußerst erstaunt waren wir von unseren Übertaktungsversuchen der NX7900GT, die einen stabilen Chip-Takt von 530 MHz und einen Speichertakt von 930 MHz (Standardtakt: 450/660) gewährleisten konnte. Als Speicher wurde auf unserem Modell Samsung K4J55323QG-BC14 verbaut, der eigentlich nur für 700 MHz ausgelegt ist. Wie jedoch immer an diesem Punkt kommt hier unser üblicher Einwurf: Übertakten ist Glückssache und die gewonnen Ergebnisse können keinesfalls exakt auf andere Karten übertragen werden. |
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