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Funktionen und AlltagsbetriebBei dieser Produktvorstellung haben wir aufgrund des Gerätepreises und des nicht im Verhältnis stehenden Aufwandes auf eine tiefer gehende technische Betrachtung mit Messungen im Testlabor verzichtet. Wie so ein Test aussehen kann, haben wir bereits beim MSI MEGA Stick 1 gezeigt Die Verarbeitung des schwarzen Plastik-Gehäuses ist nicht so hoch, wie es die glänzende Oberfläche suggeriert. Schon bei normaler Handhabung kann es hin und wieder knirschen. Das OLED-Display wird im Lieferzustand durch eine Schutzfolie geschützt, befindet sich aber sowieso hinter einer transparenten Front, so dass Schäden nahezu ausgeschlossen sind. Das Display ist zweifarbig (Bernstein, Cyan), unter jedem Blickwinkel sehr gut zu erkennen und auch im hellen Tageslicht ablesbar. Die Tasten sind allerdings zu klein geraten. Für die "Generation Handy" ist die Bedienung des Joysticks noch handhabbar, aber die meisten Erwachsenenhände benötigen wohl einiges an Fingerspitzengefühl um diesen exakt zu steuern.
Gestartet wird der Verbatim MP3-Player recht ungewöhnlich über ein Pressen der Wiedergabetaste für ca. 3 Sekunden, bis man dann durch einen der 8 Startbildschirme empfangen wird. Inwiefern diese Spielerei sinnvoll ist, sei einmal dahin gestellt. Abgeschalten wird das Gerät übrigens genauso. Die Steuerung der Audiowiedergabe ist recht simpel, über die Wiedergabetaste steuert man die Play/Pause-Funktion. Die vertikale Joystickachse ist für die Lautstärkeeinstellung zuständig, mit der horizontalen kann man innerhalb eines Titels "spulen" oder zwischen den Titeln springen. Der MP3-Player fasst alle gefundenen Titel, die sich auch in Unterverzeichnissen befinden können, in einer großen Liste zusammen. M3U-Playlisten, wie sie unter anderem von Winamp erstellt werden, ignoriert er. Es ist aber möglich über das Menü einen Ordner festzulegen oder einzelne Dateien zu einer Playliste hinzuzufügen. Komfortabler wäre hier aber das Erstellen von Playlisten auf dem Computer. Die Displayanzeige verwendet die ID3-Tags für Künstler und Titel mit einem kleinen Schönheitsfehler, nach dem Bindestrich fehlt das Leerzeichen, so dass die Anzeige etwas missglückt "Titel -Künstler" lautet. Weiterhin werden die aktuelle Titellaufzeit, die Titellänge und die Titelnummer angezeigt. In der obersten Zeile erscheint die Equalizer-Einstellung (Normal, Pop, Klassik, Rock, Jazz, Bass-Anhebung), die Lautstärke, der Spielmodus (Normal, einen Titel wiederholen, alle Titel wiederholen, Zufall) und der Batteriestatus. Den Equalizer- und Wiedergabemodus muss man etwas umständlich über das sehr klein geratene und unseres Erachtens überladene Menü einstellen. Weiterhin lassen sich dort die Samplerate (8, 11, 22 kHz) der Line-In- und Radio-Aufnahmefunktion sowie der Speicherort einstellen. Die Energiesparfunktion sorgt für ein Abschalten des Geräts wahlweise nach 1, 2 oder 5 Minuten.
Das eingebaute Radio bietet eine automatische Suchfunktion und 20 Programmspeicherplätze. Allerdings war der Empfang bestenfalls als mäßig zu bezeichnen. Selbst starke Sender (z.B. MDR JUMP 90,4 MHz mit 100kW Sendeleistung im Raum Leipzig) lagen nur knapp über der Stereo-Schwelle und rauschten dabei recht stark. Die Wiedergabe von MP3-Dateien verschiedener Art, darunter auch mit varibabler Bitrate, WMA-Dateien und WAVs war problemlos möglich. Allerdings können mit DRM (digitales Rechtemanagement) versehene WMA-Stücke, wie sie in den meisten Musik-Online-Geschäften zu finden sind, nicht wiedergegeben werden. Der Player erkannte sie zwar, sprang aber sofort zum nächsten Titel weiter. |
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