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MSI NX6800GS

Shader Model 3.0 (Fortsetzung)

 II. Shader Model 3.0 in der Praxis

In der Praxis schlägt sich das Shader Model 3.0 neben gänzlich neuen Effekte, welche beispielsweise mit dem Shader Model 2.0 – zumindest bei akzeptablen Frameraten – noch nicht realisierbar waren, auch durch die effizientere Programmierung (beispielsweise das oben erwähnte Dynamic Branching) herkömmlicher Effekte, nieder. Trotzdem bleibt die Frage: Inwiefern ist das alles letztendlich überhaupt für den Anwender von Interesse? Schließlich sind nur die wenigsten von uns in der Programmierung der Hardware interessiert.

Hierzu ist zu sagen, dass es Effekte in aktuellen Spielen mit Shader Model 3.0 Unterstützung gibt, bzw. es Effekte in zukünftigen Spielen geben wird, welche auf Hardware mit niedrigerem Shader-Model schlichtweg nicht dargestellt werden können. Jedoch werden hiervon keine für das Spielgeschehen relevanten Effekte betroffen sein, da die breite Masse der Spieler schließlich noch nicht über die aktuellste Hardware verfügt. Für das Spielgeschehen wichtige Effekte wird demzufolge auch zukünftig weiterhin ein sog. „Fallback“ geschrieben werden, welcher die Darstellung der Effekte auch auf älterer Hardware, jedoch in vielen Fällen auf Kosten der Performance, ermöglicht. An dieser Stelle sei jedoch auch angemerkt, dass der Besitzer einer Grafikkarte mit älterem Shader Model keine Entscheidungsgewalt mehr darüber hat, welche Effekte letztendlich auch für seine Hardware angepasst werden. Schreibt beispielsweise ein Spieleprogrammierer für einen bestimmten Effekt keinen Fallback, wodurch natürlich zusätzliche Arbeit eingespart wird (man bedenke: Zeit ist Geld), so bleibt dieser Effekt Anwendern mit aktueller Hardware vorbehalten.


MSI NX6800GS
Quelle: NVIDIA


Der weitaus größere Vorteil des Shader Model 3.0 liegt in der Praxis jedoch darin, dass auch herkömmliche Effekte über eine bessere Programmierung durch das Shader-Model 3.0 von höherer Performance profitieren können, was sich natürlich wiederum ebenfalls in einer höheren Gesamtleistung widerspiegelt. Als kleine Untermauerung stehen folgenden Benchmark-Werte aus dem Spiel Far Cry von der Timedemo „Research“. Bei der Umsetzung von Shader Model 3.0 in Far Cry durch den Patch 1.3, wurde nachträglich überwiegend die Performance durch den Einsatz von Shader Model 3.0 verbessert, wodurch es uns geeignet erscheint es beispielhaft für die Veranschaulichung der möglichen Leistungssteigerung heranzuziehen:


MSI NX6800GS


Diese Benchmarks sollen beispielhaft zeigen, inwiefern sich das Shader Model 3.0 durch eine höhere Leistung bemerkbar machen kann. Eine absolute Aussage zu diesem Thema ist an dieser Stelle nicht die Intension dieses Artikels, vielmehr soll gezeigt werden, wo die Möglichkeiten des Shader Model 3.0 liegen.

Abschließend stellt sich natürlich die Frage inwieweit sich Shader-Model 3.0 überhaupt schon in aktuelle Spiele-Titel integriert hat. Deswegen betrachten wir im Folgenden die aktuellen Titel, die von einer Shader-Model 3.0-Unterstützung profitieren und welche Auswirkungen (Performance oder Effekte) dies konkret auf das jeweilige Spiel.


Spiel Version Effekt
Pacific Fighters   Wassereffekte
Far Cry ab Ver. 1.3 Perfomance-Verbesserung
Trackmania Sunrise   Perfomance-Verbesserung
Painkiller ab Ver. 1.61 Perfomance-Verbesserung
Splinter Cell - Chaos Theory   Beleuchtungs-Effekte, Perfomance-Verbesserung
Age of Empires   Wasser-Effekte
Pitfall   Wasser-Effekte
Lego Star Wars   Laser-Effekte


Insgesamt betrachtet, ist ein Chip nach Shader-Model 3.0-Spezifikation nicht gleichbedeutend mit performance-hungrigen Effekten, sondern sorgt durchaus auch für bessere Performance, sobald Effekte über Shader Model 3.0 realisiert werden .Wie der Tabelle zu entnehmen ist, sind es bisher noch äußerst wenige Spiele die auf die neueste Version des Shader Models setzen. Auf der anderen Seite ist es aber, auch ohne die berühmte Kristallkugel, durchaus vorhersehbar, dass in naher Zukunft immer mehr Spiele auf Shader Model 3.0 setzen werden. Alles in allem kann festgehalten werden, dass Shader-Model 3.0 sicherlich kein absolutes „Muss“ darstellt, aber zumindest, auch im Mittelklasse-Bereich, durchaus mit in die Kaufentscheidung einfließen sollte.



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