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Intel Viiv Technologie

Intro

Auf der CES stellte Intel seine bereits im September letzten Jahres auf dem IDF angesprochene Zukunftsvision für den "Entertainment-PC" der Weltöffentlichkeit offiziell vor. Das mit dem Kunstwort Viiv bezeichnete Konstrukt soll dabei lautmalerisch an "vivid" und "live" erinnern. Dass es sich dabei auf "five" reimt, ist aber wohl eher zufällig, obwohl Viiv ja bereits fast so viele Versuche vorangingen, den PC ins Wohnzimmer zu bringen. Man erinnere sich nur an die Intel-Initiativen "e-home", "Extended PC" und "Digital Home".

Allen gemeinsam war, dass sich die Zielgruppe der zahlungskräftigen und technikbegeisterten Konsumenten aber weiterhin einen Mehrkanalverstärker, DVD-Player und/oder eine Playstation für das Wohnzimmer sowie einen PC fürs Arbeitszimmer kaufte. Dessen Multimediatalente nahmen mit der Zeit immer weiter zu, so dass auch Microsoft schließlich mit Windows Media Center seine Chance im Wohnzimmer suchte. Weil gleichzeitig auch die Anzahl an Breitband-Internetanschlüssen wuchs und damit die Netzwerkverkabelung im Heimbereich hoffähig wurde, eröffnen sich neue Möglichkeiten der Mediennutzung auch von der Couch aus. Bis heute ging dieser Trend aber weitgehend am PC vorbei.


Intel Viiv Technologie


Dies liegt zum einen daran, dass die Menschen in ihrem Wohnzimmer bevorzugt eine ganz bestimmte Anwendung nutzen: Fernsehen. Für ein paar Euro gibt es Set-Top-Boxen für Digital-TV (DVB-S, DVB-C und DVB-T für Satellit, Kabel und Terrestrik sowie sogar schon für IP-TV über das Internet), für ein paar weitere Euro einen DivX-fähigen DVD-Player und zum Spielen eine Playstation, XBox oder einen Gamecube. All das lässt sich mit einfachster Verkabelung untereinander verbinden und mithilfe eines (Festplatten-)Videorecorders für ein paar weitere Euro archivieren. Wer dagegen einmal versucht hat, eine DVB-S oder DVB-C Karte unter seinem über tausend Euro teuren „Wohnzimmer-PC“ mit Windows Media Center zum Laufen zu bringen oder diesem gar die Koexistenz von (analogem) UKW-Radio mit (digitalem) Fernsehen zu vermitteln, lernt die Einfachheit der herkömmlichen Verkabelung zu schätzen.

Die technisch versierte und interessierte Kundschaft hat dagegen schon seit vielen Jahren preisgünstige Optionen für Wohnzimmer Streaming-Clients: Zusammen mit dem im Arbeitsbereich laufenden Rechner bieten die völlig lautlos arbeitenden d-boxen und Dreamboxen dieser Welt an Videos zu streamen, TV-Programme auf die Festplatte aufzunehmen und auf DVD zu brennen, MP3 und Bildergalerien wiederzugeben und wenn es sein muss, sogar E-Mail und Web mithilfe der Fernbedienung von der Couch aus zu benutzen. Dabei kostet die Hardware gerade einmal knapp über 100 Euro, die Software gibt es als Free- oder Shareware, erfordert aber die eine oder andere Stunde Verständnis- und Konfigurationsarbeit.

Mit Viiv will Intel nun also ein komplettes Eco-System aus Hard- und Software sowie zertifiziertem Content etablieren, das all das ohne Arbeitsaufwand out-of-the-box dem User zur Verfügung stellt. Was sich dahinter verbirgt, soll im Folgenden näher beleuchtet werden.



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