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Alltagsbetrieb: LautstärkeÜberwiegend haben wir dieses Kapitel praktisch schon im letzten Test abgehandelt. Wir blieben lediglich die Resultate der GeForce 7900GTX schuldig - doch Freifeldmessungen werden wir dazu auch heute nicht präsentieren können. Wie wir bereits im Kapitel zu Gigabytes 7900GTX erklärten, waren wir auf Grund der Umsetzung der Lüftersteuerung nicht eindeutig in der Lage, die exakt anliegenden Spannungen zu ermitteln. Die Messungen lagen im Bereich von ca. 5 V doch ob unsere handelsüblichen Messgeräte dazu geeignet sind, die Regelungen der vermuteten PWM-Steuerung korrekt zu erfassen mag bezweifelt werden. Damit scheiterte natürlich letzten Endes auch die Schallpegelmessung in der gedämmten Box und die korrekte Ermittlung der tatsächlichen dB(A) und sone Werte, die dieses Konstrukt mit sich bringt. Doch nach all den Messungen, welche der Autor hier bereits vorgenommen hatte, war das subjektive Empfinden, dass die Karte unter 15 dB(A) lag - also jenseits der Wahrnehmung des menschlichen Ohres - wohlgemerkt aus dem dafür vorgesehenen normierten Abstand von einem Meter. Wir haben hier und heute ausnahmsweise auf die Messung in unserer "schalltoten" Box verzichtet und einen offenen Teststand mit unserem DAAS32 vermessen. Dabei haben wir einmal als Zielobjekt den Mittelpunkt des Lüfters und einmal den Slotblechausgang gewählt.
Die vorstehende Messung zeigt die Ausrichtung auf den Lüfter und der offene Teststand wird mit lediglich 18,7 dB(A) ermittelt - ein Zeichen dafür, dass unser subjektiver Eindruck bestätigt wird, berücksichtigt man all die weiteren Einflüsse, die unser Mikrofon in dieser Umgebung mit aufnimmt.
Die zweite Messung, mit Ausrichtung auf das Slotblech zeigt uns lediglich noch einen Wert von 15,1 dB(A), wobei wir versuchten den Prozessorlüfter, wie auch den Netzteilbereich des offenen Teststandes, mittels Noppenschaumstoff abzuschirmen. Laut Herstellerangaben liegt die Messgenauigkeit des DAAS32 bei 15 dB(A). Damit dürfen wir ohne weiteres unser subjektives Empfinden als bestätigt betrachten - das Lüfterkonzept auf NVIDIAs GeForce 7900 GTX (sollte nach unseren Informationen identisch zur 7800GTX-512 sein) ist derzeit das absolute Paradebeispiel dafür, dass eine High-End Grafikkarte auch unhörbar gekühlt werden kann! Absolut unzufrieden waren wir dagegen mit dem "günstig-Konstrukt" auf der 7900GT Version. Hält man sich eben vor Augen, dass der Chip unter Last die 60°C Marke nicht knackte, kann es praktisch nur einen Grund für NVIDIAs Entscheid geben, diesen praktisch ungeregelten Lüfter auf die Modelle zu setzen: den Preis!
Hier haben wir es mit einer Messung im emulierten, schalltoten Raum zu tun und dort sind 3,2 sone, bzw. runde 36 dB(A) eigentlich eine Zumutung und dies bei einem Produkt, das an der 300 Euro Marke kratzt - oder eben gekratzt hat. Nun - noch einen draufsetzen kann sicherlich das ATI Lüfterkonzept. Die vorgezeigten Spektralanalysen zu diesem Kühler finden sich hier.
Im Idle-Mode darf der ATI-Lüfter von sich behaupten, deutlich angenehmer zu sein, als jener einer 7900GT mit Default-Lüfterkonzept - doch geht es zur Leistung, lernt ATIs Konstrukt den Anwender schnell das Fürchten. Nach ca. einer Stunde Last trafen wir Drehzahlen von ca. 3200 rpm und Lüfterspannung von etwa 7V, sowie runde 38 dB(A) bei runden 3,6 sone an. Und Potential nach oben bietet der ATI-Lüfter, wie unsere Tabelle zeigt. Dabei endet die Tabelle bei 9V - 12V könnte der Lüfter konsumieren - rein theoretisch. Sollte sich ein Lüfter also im laufenden Betrieb so anhören, wie wir dies im Kapitel CrossFire beschrieben haben, sollte man vielleicht einmal nach dem Rechten im Gehäuseinneren sehen - und sollte das alles seine Richtigkeit haben, empfehlen wir eine Klimaanlage ;) |
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