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Produktvorstellung: be quiet! Dark Power Pro 600 Watt

BQT Dark Power Pro 600 Watt: Leistung und Spannungsstabilität

Wir sprachen vorab die Spannungsstabilität einzelner Leitungsstränge an, die wir durchaus bei Netzteilen für sehr wichtig halten, wir in der Praxis aber nicht wirklich beurteilen können. Selbstverständlich haben wir mittels handelsüblicher Multimeter, auch des gehobenen Preissegmentes, die einzelnen Leitungen im Idle- und im Last-Betrieb nachgemessen, wirklich verlässlich sind diese Resultate letztlich aber nicht.

Ein gezieltes Belasten der einzelnen Leitungsstränge bedürfte einer entsprechenden Gerätschaft, die diesen Zustand auch dauerhaft und gezielt aufrecht erhalten kann und gleichzeitig die Möglichkeit bietet die Stabilität der Leitung zu prüfen und zu verfolgen. Hierzu ist man mit normalen Messwerkzeugen und praxisnahen PC-Umgebungen nicht in der Lage, ganz zu schweigen von den Reaktionszeiten der handelsüblichen Multimeter, die Schwankungen unter Umständen überhaupt nicht erfassen können.

Herstellerangaben Leistungen der einzelnen Leitungsstränge:


DC Output +3,3V +5V 12V (1)
12V (2)
-5V -12V +5VSB
max. output current 28A 40A 20A
20A
0,5A 0,8A 2,5A
40A
max. combined wattage 220 Watt 480 Watt 2,5 Watt 9,6 Watt 12,5 Watt
580 Watt 20 Watt



Produktvorstellung: be quiet! Dark Power Pro 600 Watt


Der Testkandidat wirbt mit möglichen 600 Watt maximal - dabei legt man bei be quiet!, laut Datenblatt, korrekterweise Augenmerk auf die stark frequentierten Leitungsstränge +12V, +5V und +3,3V.

Seit dem ATX Power Supply Design Guide in Version 2.2 sieht die Spezifikation zwei separate +12V Stränge vor, wobei eine der Leitungen vorrangig zur Versorgung der leistungshungrigen Prozessoren angedacht war. Letztlich ist der Leistungshunger heute nicht mehr ausschließlich bei CPUs im Bereich der 12V-Versorgung zu finden, sondern eben auch bei den PCI-Express Grafikkarten und natürlich auch bei Festplatten-RAID Systemen, die teils schon in vierfach Konstellationen in High-End PCs anzutreffen sind. Die ehemals so wichtigen Leitungen 3,3V und 5V sind in aktuellen Systemausstattungen mehr und mehr zu vernachlässigen.

Rein rechnerisch wäre der Testkandidat in der Lage auf den erwähnten Leitungsschienen sogar 700 Watt Leistung zu liefern, die maximale, kombinierte Leistung auf diesen drei Schienen begrenzt be quiet! dann aber auf höchstens 580 Watt und lässt mit maximal 480 Watt Spielraum auf beiden +12V Leitungen. Was sich auf Anhieb viel anhört, könnte unter Umständen in der Praxis schon "dünn" werden, je nach Systemkonstellation.

Wir erinnern an unser kürzlich veröffentlichtes Preview zum ATI Radeon XPress 3200 mit zwei X1900XTX Grafikkarten im Crossfire-Verbund. Das System wurde ohne RAID-Verbund, nur mit einer einzelnen Festplatte und einem Athlon 64 X2 4800+ Dual-Core Prozessor getestet. Die weiteren Verbraucher dieses Systems waren praktisch zu vernachlässigen und dennoch brachte es dieses System auf einen gesamten Systemverbrauch von stattlichen 450 Watt. Denkt man sich in einem solchen Enthusiasten-System also einmal einen vierfach RAID-Verbund hinzu und statt eines Athlon 64 X2 einen leistungshungrigeren Pentium D Prozessor hinzu, könnte sich ein Bolide wie das Dark Power Pro 600 Watt ganz schnell am Rande seiner Möglichkeiten befinden.

Bezüglich der Spannungsstabilität lieferte unser Multimeter durch die Bank beruhigende Resultate. Im Idle-Zustand lagen die Werte auf den +12V, +5V und +3,3V Leitungen deutlich über den Vorgaben, dennoch innerhalb der nach Spezifikation erlaubten Toleranz von +/- 5%. Auch in den kurzen Belastungstests zeigte sich der Proband stabil - keine der Leitungen brach unter die Nennung der Leitungsstärken ein. Dies könnte aber, je nach Testgerät, durchaus anders aussehen. Dessen ist sich auch der Hersteller bewusst und verweißt in seinem Handbuch daher auf die Toleranz von +/- 5%.


Produktvorstellung: be quiet! Dark Power Pro 600 Watt




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