Über HT4U.net | Hersteller-Datenbank | Weblinks   RSS Feed
 Style: 1024  |  1280
 

A8R32-MVP Deluxe [ATI Radeon XPress3200 & ULi M1575]

Installation

Wie so oft, gab es keine nennenswerten Vorfälle bei der Hardwareseitigen Installation. Hatten wir unsere Crossfire-Benchmarks vor einigen Tagen noch mit der BIOS Version 0201 vorgenommen, erreichte um am Tag der Veröffentlichung des Crossfire-Artikels die BIOS Version 0309, welche wir sogleich auch für die Tests installierten.

Das ASUS BIOS Menü ist wie üblich sehr umfangreich mit Optionen ausgestattet und teils muss man auch ein wenig suchen, um gewünschte Optionen zu finden. Die Ansteuerung der Festplatten-Modes (PATA, SATA-AHCI bzw. RAID), finden sich beispielsweise nicht bei den "onboard Devices", sondern direkt im Startbildschirm des BIOS in einem der dortigen Unterpunkte. Default werden die SATA-Schnittstellen als PATA-kompatibel angesteuert, weshalb WindowsXP bei der Installation eine angeschlossene SATA-Festplatte auch ohne fremden Treiber findet und einbindet. Wählt man allerdings den RAID oder AHCI-Mode im BIOS an bedarf es eines Treibers zur Einbindung, welchen ASUS auf der beiliegenden CD nicht zur Verfügung stellt - hier findet sich lediglich die Möglichkeit eine Festplattentreiber-Floppy Disk für den Silicon Image Controller zu erstellen.

Im Bereich der Speicheroptionen finden sich umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten.


Speicheroptionen

ASUS A8R32-MVP Deluxe

Systemperformance -
Speichertakt Auto / 100 / 133 / 166 / 183 / 200 / 216 / 233 / 250
(ab E6-Stepping CPUs?)
2 / 4 / 8
CAS Latency (tCL) Auto 1,5 / 2 / 2,5 / 3
Active to Precharge Delay (tRAS) Auto / 5 bis 15
RAS Precharge (tRP) Auto / 2 bis 6
RAS to CAS Delay (tRCD) Auto / 2 bis 6
Bank Interleaving Auto / Disabled
Rank Interleaving -
Write to Read Delay (tWTR) -
RAS to RAS Delay (tRRD) -
Read / Write Turn around - Read to Write Delay (tRWT) Auto / 1 - 6
Write Recovery Time (tWR) 2 / 4 / 8
DRAM Command Rate 1T / 2T
Refresh Cycle Time (tRFC) Auto / 9 - 23
Cycle Time (tRC) Auto / 7 -21


Unsere praktischen Erfahrungen zeigten hier eine gut umgesetzte SPD-Erkennung, allerdings lässt das A8R32-MVP die DRAM Command Rate dabei von Hause aus auf 2 Takten. Wer mit der kürzeren Controller-Latenz von einem Takt arbeiten möchte, der muss Hand anlegen und in die manuelle Konfiguration umschalten.

Eine Besonderheit mögen hier noch die DDR-Speicherfrequenzen jenseits der 200 MHz darstellen. Schon in früheren BIOS-Version von ASUS, tauchten solche Optionen hier und da einmal auf, doch zeigten Tests, dass die Wahl einer höheren Speichertaktfrequenz zum Referenztakt des Prozessors verpuffte und nichts geschah. Wie sich heute zeigt, ist dies je nach verwendetem Prozessor anders.


A8R32-MVP Deluxe [ATI Radeon XPress3200 & ULi M1575]


Abhängig sind diese Frequenzen nämlich von neuen Speicherteilern, welche AMD in den aktuellen E6-Steppings (wir sind nicht sicher, ob dies auch mit Rev. E3-CPUs funktioniert) ihrer CPUs implementierte, offiziell aber nicht dokumentiert, da es keine offiziellen Standards für Speichertaktungen jenseits von DDR400 gibt.

Verwendeten wir beispielsweise einen Prozessor im C-Stepping, verschwanden die Speicheroptionen jenseits der 200 MHz im BIOS Menü (gleiches Verhalten auch auf A8N32-SLI).

Allerdings führt die Wahl von 216 oder 233 MHz noch nicht automatisch dazu, dass dieser Takt auch anliegt. Dies ist eben vom Prozessortakt und den jeweilig hinterlegten Teilern abhängig. Die üblichen Utilities wie CPU-Z versagen derzeit auch bei der Anzeige des korrekt anliegenden Taktes und behaupten, der Speicher würde mit 100 MHz Taktfrequenz real angesprochen werden. Benchmarks mit unserem 4800+ bei 216 MHz Speichertakt zeigten dann keinen Leistungsgewinn, unter Verwendung der 233 MHz Option nahm die Leistung allerdings zu.

Die Gründe hierfür hat erst kürzlich unser Kollege Michael Döring von Au-Ja anschaulich beschrieben, weshalb wir an dieser Stelle auf die Erklärungen in dessen Artikel verweisen möchten:

Unser Testprozessor mit 2400 MHz CPU-Takt und 200 MHz Referenztakt würde demnach also real wie folgt den Speicher ansprechen:

  • Speicheroption: 216 MHz - 200 MHz
  • Speicheroption: 233 MHz - 218 MHz
  • Speicheroption: 250 MHz - 240 MHz

Hier bieten sich dem einen oder anderen Freund des Tweakens also durchaus neue Optionsmöglichkeiten, um die am Markt erhältlichen High-End-Speicher an ihre Grenzen zu treiben, ohne dabei den Prozessor zu übertakten.

Aber zurück zur Installation des A8R32-MVP Deluxe. Die Windows XP Installation erfolgte problemlos. Nach der erfolgten Installation des Betriebssystems empfiehlt es sich grundsätzlich als nächster Schritt, die Chipsatztreiber einzubinden - allerdings bietet das ASUS Installationsmenü solche Treiber nicht an. Weder die Northbridge, noch die Southbridge braucht hier zwingend separate Treiber, weshalb ASUS vermutlich darauf verzichtete. Erst im späteren Verlauf stellten mussten wir noch weitere Tests anstellen und ließen das ULi Treiberpaket 2.13 auf unsere Installation los, welches uns dann die Möglichkeit bot, den ULi-SATA Treiber ins System zu integrieren - doch wie gesagt, Pflicht ist dies nicht.

ASUS hat eine Installationsroutine auf seiner Treiber CD implementiert, welche erkennt, welche Treiber dem System noch fehlen (Audio, Silicon Image, Cool'n'Quiet usw.) und dem unversierten Anwender die korrekte Inbetriebnahme damit erleichtert. Die Installationsroutine machte auch keinen Fehler und entschied, an welcher Stelle der Installation besser ein Neustart des Systems, vor der nächsten Treibereinbindung vorgenommen wird, und an welcher dies nicht notwendig erscheint.



Artikel Index:  
Vorherige Seite  Nächste Seite



 Preisvergleich

Werbung
Werbung
 



Werbung