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ULi M1695 & M1567 ChipsatzI. Die Northbridge Wie lange noch die bisherige Eigenständigkeit bei ULi bestehen wird, das bleibt vorerst abzuwarten, denn man darf nicht vergessen, dass NVIDIA inzwischen ULi übernommen hat. Manche Stellen sprechen von einem strategischen Schachzug. ULi hatte in den vergangenen Monaten diverse Bestellungen im Bereich Southbridges durch Mainboard-Hersteller, welche bei den aktuellen Radeon XPress 200 Chipsätzen von ATI, statt der ATI-eigenen Southbridge, lieber einen Peripherie-Controller von ULi bundelten. Mit der Übernahme dürfte über Kurz oder Lang ATI bzw. eben die Motherboard-Produzenten vor einem Problem stehen: sollten die ULi-Lieferungen ausbleiben, müssten die Produzenten auf die teils weniger Leistungsfähigen Chips von ATI zurückgreifen. Andererseits wird NVIDIA über die ULi-Schiene auch das eigene Low-Cost Segment abdecken, was vom derzeitigen Feature-Set (je nach Modell) betrachtet durchaus Sinn macht. Dabei war schon bei Veröffentlichung der M1695 Southbridge dieser Chip durchaus der Zeit voraus.
Wie das Blockdiagramm des M1695 ergibt, kommt der Chipsatz mit ca. 18-20 PCI-Express-Leitungen daher. Wir sind nur darum so ungenau, weil - typisch taiwanesisch - der Hersteller keine ausreichenden Informationen auf seiner Webseite liefert. Prinzipiell ist der Chip in der Lage einen PCI-Express x16 Steckplatz, oder eben zwei physikalische PEG-Steckplätze mit jeweils x8 Verdrahtung anzubieten (nichts anderes, als zwei x8 Steckplätze hatte NVIDIA vor dem nForce 4 x16 als SLI Umsetzung angeboten). In der Erweiterung spricht ULi von maximal zwei weiteren x1 Steckplätzen oder einem x4 Steckplatz und an diesem Punkt, schweigen sich die ULi Präsentationen aus, ob letztlich 20 PCIe Leitungen zur Verfügung stehen, welche unter Verwendung von zwei x1 Plätzen aus Overhead heraus keinen dritten und vierten Platz bieten können, oder ob es sich letztlich lediglich um 18 PCIe-Leitungen handelt und der erwähnte x4-Steckplatz lediglich physikalisch vorhanden ist, von der Bandbreite her aber nur x2 angebunden ist.
Darüber hinaus verfügt die Northbridge M1695 noch über einen HT-Link zur CPU und einen HT-Link zum Peripherie-Controller, die jeweils über die aktuellen AMD-Standards angebunden sind. Hier wird es interessant, denn durch diese Anbindung zur Southbridge, macht ULi praktisch alle seine Peripherie-Controller kompatibel zu Northbridges fremder Hersteller (wie eben ATI). So ist ULi derzeit in der Lage, je nach entsprechender Southbridge, diesen Chipsatz um weitere PCI-Express-Leitungen zu erweitern, was zur Folge hat, dass es ebenfalls möglich wäre, einen PEG x16 Steckplatz in der Northbridge und einen PEG x16 Steckplatz in der Southbridge anzubieten. Nichts anderes hat NVIDIA in der Zwei-Chip-Lösung des nForce 4 x16 umgesetzt. Doch von diesen Peripherie-Controllern von ULi ist heute nicht die Rede. Zur Seite steht hier der M1567. |
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