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Der 975X ChipsatzIntels neueste Pentium-Chipsatzkreation ist trotz der neuen Bezeichnung nicht wirklich eine neue Chipsatzgeneration, man könnte den 975X beinahe schon als eine überarbeitete Revision des altbekannten 955X bezeichnen. Wir beschränken uns daher auf die Schilderung der wenigen Neuheiten.
Während sich an der ICH genannten Southbridge gar nichts getan hat und wie beim Vorgänger die Version ICH7 zum Einsatz kommt, gibt es in der Northbridge wenigstens eine bemerkenswerte Neuerung: Der x16 breite PCI Express-Bus lässt sich nun auf zwei x8 breite Busse verteilen. Damit schafft Intel zumindest elektrisch die Grundlagen zum Einsatz zweier Grafikkarten nach dem von NVIDIA mit SLI bzw. ATi mit Crossfire geprägten Schema. Bereits mit dem 955X Chipsatz ließen sich zwar zwei Grafikkarten (mit Einschränkungen) parallel betreiben, der zweite Slot war allerdings nur mit x4 Breite angebunden. Derzeit ist allerdings nicht abzusehen, ob und wann Intel SLI offiziell lizenzieren wird und damit auch treiberseitig diese Technologien möglich sein wird. Mit ATi scheint man sich dagegen einig geworden zu sein, der i975X ist mit seinen zwei x8-Steckplätzen offiziell Crossfire-kompatibel – aber das wurde nachträglich auch schon für den 955X seit September geboten. Aufgrund VIAs Aussage, dass man auf entsprechende Treiberhürden verzichtet, scheint auch der Einsatz von Multichrome ohne weiteres möglich – so denn irgendwann entsprechende Karten verfügbar werden, um diese Aussage zu überprüfen. Als weitere Änderungen ist die Unterstützung aktueller Prozessoren der Pentium 4 6x2-Serie mit Virtualisierungstechnologie (vormals bekannt als Vanderpool) und kommender Dual-Coreprozessoren zu nennen. Mit der Virtualisierungstechnologie hält ein zusätzlicher Layer zwischen Betriebssystem und Hardware Einzug.
Sinn dieses Layers ist, dass so auf einer Hardwareplattform (ein einzelner Rechner) mehrere Betriebssysteme laufen können. Diese Betriebssysteme laufen in ihren untereinander abgeschotteten Bereichen (Container), so dass kritische Daten in einem Container von den anderen Betriebssystemen – und den mit ihnen arbeitenden Nutzern – nicht korrumpiert werden können. Ähnliches lässt sich heute bereits mit Software wie Virtual PC oder VMWare erreichen, für die aber ihrerseits ein Wirtsbetriebssystem installiert sein muss. |
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