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IntroSeit etwa sechs bis sieben Monaten ist es möglich, NVIDIA nForce 4 Chipsätze zu erwerben. Leider schon seit Einführung der nForce3-Plattformen, doch noch deutlicher seit Vorstellung der nForce4-Plattformen, hat NVIDIAs Chipsatz bislang ein deutliches Manko: der Single-Chip ist derart überladen mit Funktionalität, dass es zu einer deutlichen Wärmeentwicklung kommt. Durch die Vorstellung der nForce4-Chipsätze traf man dann noch zusätzlich NVIDIAs SLI-Funktionalität mit an, die aber ebenfalls in diesen Single-Chip integriert werden musste. Die beiden vorhandenen PEG x16-Steckplätze, gerade in Verbindung mit überlangen NVIDIA Top-Grafikkarten der PCI-Express 6800er Serie, aber auch der 5900er Serie sorgten dafür, dass die Mainboardhersteller unter Berücksichtigung von NVIDIA-Vorgaben ein durchdachtes Layout hinsichtlich der Raumverhältnisse anbieten mussten. Daraus ergab sich der Umstand, dass auf fast allen nForce4-Motherboards eine kleine, aktive Chipsatzkühlung werkelt, denn der Chipsatz muss bezüglich guter Signalqualität möglichst nahe an den Prozessor heran und die Kühlung darf bezüglich ihrer Bauhöhe keinesfalls mit ausladenden Bauteilen von überlangen Grafikkarten kollidieren. Somit resultierten hieraus Limitierungen an die Bauhöhe der Chipsatzkühler. Es finden sich derzeit im Markt kaum Lösungen, welche eine Bauhöhe von mehr als 1,5 cm vorweisen. Die Nachteile zeigen sich in der Praxis sehr schnell: Laute, zusätzlich lärmende "Lüfterchen" der 40mm-Dimension, gepaart mit der Ausfallsanfälligkeit solch kleiner Gleitlagerlüfter. Der Anwender wird also konfrontiert mit einem Verschleißteil, welches zudem – gerade in sehr leise konfigurierten Systemen – dann die Lärmquelle Nummer 1 darstellt. Dies ist der Ansatzpunkt des Mainboard-Marktführers ASUS, welcher mit dem neuen A8N-SLI Premium ein paar deutliche Verbesserungen gegenüber den meisten handelsüblichen nForce4-Plattformen bietet, aber auch gegenüber seinem bisher im Markt angebotenen A8N-SLI Deluxe Mainboard.
Aber nicht nur bei der Kühlung setzt ASUS mit seinem neuen Produkt an, sondern auch bei dem Switch zwischen Single-Grafikkarten-Betrieb und Dual-Grafikkarten-Betrieb, welcher bislang eine SLI-Selector-Karte in Hardware verlangte. In der neuen Premium-Version kann / soll dies nun auch mittels Software-Auswahl ermöglicht werden. Somit waren wir natürlich sehr gespannt, was das uns gegenüber schon lange angekündigte, neue Mainboard hier an Verbesserungen mit sich bringt. Wir schicken vorweg, dass wir nachfolgend nur einen "Kurztest" präsentieren werden, da die neue Version in den meisten Punkten mit dem bisherigen A8N-SLI Deluxe übereinstimmt und wir bereits einen umfassenden Test zu dieser Platine geliefert haben. Trotzdem haben wir uns umfassend und eingehend auch mit dem neuen Testkandidaten auseinander gesetzt, verzichteten aber auf tiefgehende Kompatibilitätstests. |
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