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Der VIA K8T890 PCI-Express-ChipsatzWir hatten es bereits erwähnt: Der K8T890 Chipsatz, ohne den Anhang "Pro", wird aller Voraussicht nach, ausschließlich mit VIAs bewährter VT8237 Southbridge aufwarten, die jedoch auf Grund ihres "Alters", teils nicht mehr ganz mit dem einen oder anderen Angebot des Mitbewerbers im Markt mithalten kann. Es soll nach unseren Informationen eine Pro-Version des K8T890 Chipsatzes geben, welcher dann mit der kommenden VT8251 Southbridge gekoppelt ist. Diese wird dann wohl noch über zusätzliche PCI-Express Schnittstellen verfügen, High Definition Audio (HDA) bieten und mit 4 Serial-ATA Schnittstellen ausgestattet sein. Dagegen bietet der VT8237 Controller die bislang "gewohnte" Kost mit zwei Serial-ATA / RAID Schnittstellen, onboard 6-Kanal Sound, acht USB2.0 Ports und 10/100 MBit LAN Support. Es bleibt damit heute unser Hauptaugenmerk auf der Northbridge mit Namen K8T890:
Das derzeit aktuelle Stepping des Chipsatzes ist die Version CE, weiterhin in 0.15 Micron gefertigt. Die zuletzt eingesehenen Chipsatzpapiere aus Januar 2005 sprachen noch vom CD-Stepping. Man darf annehmen, dass sich Unterschiede zwischen beiden Steppings ausschließlich in der Fehlerbeseitigung finden lassen. Von den Eckdaten her, bleibt es bei den bisherigen Informationen. Der Speichercontroller wanderte bei Athlon 64 Plattformen ab in die Prozessoren. Die Northbridge bietet eine Hyper-Transport fähige Schnittstelle zur Kommunikation mit den entsprechenden AMD Prozessoren und natürlich eine Schnittstelle für das hauseigene V-Link Busprotokoll, mittels welchem die Peripherie-Controller mit bis zu 1 GB/s Bandbreite angeflanscht werden kann. Der so genannten Ultra V-Link Mode kommt allerdings beim VT8237 Chip noch nicht zum Einsatz - hier bleibt die Bandbreite bei (noch immer ausreichenden) 533 MB/s im Half-Duplex Mode. Erst der kommende neue Peripherie-Controller wird dann im Full-Duplex Mode und 1066 MB/s arbeiten. Darüber hinaus finden sich im Northbridge Chip dann lediglich noch die PCI-Express Ports. Insgesamt fünf dieser Ports sind dort vorhanden, welche insgesamt 20 PCI-Express-Leitungen verwalten.
Der erste Port beherbergt dabei 16 dieser Leitungen und dient als Grafikkarten Steckplatz (PCIe x16). Allerdings könnten die Leitungen an diesem Port auch als x8, x4, x2 oder x1 konfiguriert werden. Praktisch macht dies allerdings wenig sind, da diese Leitungen nicht einem der anderen Ports zugeordnet werden können. Der zweite Port kann entweder als x4 Port oder als x1 Port (also vier oder eine PCI-Express-Leitung) konfiguriert werden. Falls man hier eine x4 Ausführung wählt, bietet sich damit zwar ein Steckplatz für (noch nicht am Markt erhältliche) bandbreitenhungrige Gerätschaften an, jedoch werden damit auch gleichzeitig sämtliche noch freien PCI-Express-Leitungen des Chipsatzes aufgebraucht. Bleibt es bei der x1 Auführung, so können noch die Ports 3, 4 und 5 als jeweils x1 Konfigurationen zur Verfügung gestellt werden. Nicht mehr und nicht weniger gibt es zum neuen Chipsatz zu berichten. Es mag die Frage nach NVIDIAs SLI-Technologie aufkommen. Nun auf Grund der vorstehenden Informationen ist klar, dass eine solche Umsetzung lediglich in Form einer x16 - x4 Verbindung möglich wäre. Dies würde zwar noch immer ausreichend Bandbreite bieten, würde allerdings auch weitere PCI-Express Erweiterungen verhindern. Doch dessen ungeachtet scheint VIA auch keine Anstalten zu machen, solche Umsetzungen zu propagieren - letztlich dürfte man auch weniger daran interessiert sein, NVIDIA Nutzungsgebühren für diese SLI-Umsetzungen zu zahlen. Man darf jedoch sicher sein, dass VIA eine Lösung finden wird, sollte sich der Betrieb von Dual-Grafikkarten Gespannen irgendwann als wesentliches Produktmerkmal eingestellt haben - sicherlich werden wir dies in einer K8T890-Konstellation aber nicht mehr erleben. |
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