Der VIA K8T890 Chipsatz (Fortsetzung)
Die Kombination von zwei PCIe Grafikkarten würde damit praktisch nur noch einem zweiten PEG Steckplatz voraussetzen, wodurch die PCIe Bandbreite des K8T890 Chipsatzes hier bei runden 5 GB/s liegen würde. Mehr als 20 PCIe Lanes sind beim K8T890 definitiv nicht vorgesehen. Raum im Chip wäre sicherlich vorhanden, doch mit Sicherheit in der Umsetzung von mehr Leitungen deutlich kostspieliger gewesen. Und da vermutlich in absehbarer Zeit recht wenig Anwender auf die Anschaffung von zwei PCIe Grafikkarten setzen werden, um diese mittels SLI im Dual Betrieb arbeiten zu lassen, geht VIA diesen Weg.
Aber VIA bewertet den Umstand SLI überhaupt nicht derart hoch, denn das Vorhandensein von weiteren vier x1 Lanes erlaubt es den Herstellern beispielsweise auch, eine Anflanschung von Gigabit Ethernet mittels PCIe, eben den Weg, welchen auch Intel bei den aktuellen Chipsätzen wählte. VIA orientiert sich damit zur Recht am breiten Marktinteresse.
Ein weiterer Gedanke bei diesen Lanes ist natürlich ebenfalls klar erkennbar: Die Integration einer onboard Grafikeinheit, welche VIA darüber umsetzen kann und die dann in OEM oder Büro Rechnern als K8Mxxx auftauchen wird.
Im Bereich der Hyper-Transport Bandbreite bleibt es bei VIA selbstverständlich im Rahmen der Möglichkeiten der Athlon 64 Prozessoren. Sockel 754 CPUs bekommen 800 MHz und die Sockel 939 Vertreter werden mit 1 GHz versorgt. Für die Praxis haben diese Zahlen auf herkömmlichen Desktop Systemen aber keine Bedeutung, denn der Bandbreitenunterschied macht sich in der Praxis nicht bemerkbar.
Damit kommen wir praktisch schon zur Anbindung des Peripherie Controllers, der so genannten Southbridge. Dabei wollen wir uns natürlich ausschließlich dem neuen Controller mit Namen VT8251 widmen, denn der VT8237 ist mehr oder minder ein wirklich alter Hut. Während die ältere Southbridge bislang noch immer mittels dem 8x V-Link und (ausreichenden) 566 MB/s Bandbreite an die Northbridge angeflanscht war, will der neue Controller nun endlich das schon so lange angekündigte Ultra-V-Link Feature beherrschen.

An der Stelle sei noch einmal der Hinweis erlaubt, dass wir hier ein Preview präsentieren, und wir noch nicht wirklich sicher sind, ob die angekündigten Plattformen auf diesem Chipsatz bereits über den neuen VT8251 Controller verfügen. So ein wenig zweifeln wir (subjektiv) daran.
Die Bandbreitensteigerung hätte heute, setzen wir einen PCIe GbE Controller voraus, keine wirklich Bedeutung mehr. Die Sound- und USB-Daten oder gar die Daten der SATA Festplatten, selbst im RAID Verbund, erreichen in der Praxis, auch in gebündelter Form, eher kaum die bisherige Bandbreite von 566 MB/s.