Intro
PCI Express ist in aller Munde. Gerade die neuen Mainstream-Grafikkarten von ATI und NVIDIA sind native PCI Express Plattformen, die nur über Bridgechips für den guten alten AGP-Bus tauglich gemacht werden können. Während die neuen Grafikkarten als PCI-Express-Versionen zwar schwer erhältlich sind, sind sie als AGP-Varianten so gut wie überhaupt nicht zu finden. Zudem wird die zukünftige Grafikchip-Entwicklung wohl ausschließlich auf PCI Express setzen.
Doch bislang gibt es nur von Intel für die Pentium 4 Plattform entsprechende PCI Express Gegenstücke auf der Chipsatzseite. Interessenten für eine Athlon64-Plattform hatten mit dem nForce3, VIAs K8T800/Pro und dem SiS755 lediglich Chipsätze mit AGP zur Auswahl und waren damit zum Warten auf Erscheinen der neuen Grafikkarten mit der passenden Schnittstelle verdammt.

Einen ersten Schritt zu PCI Express für Athlon64 machte VIA mit der etwas konfusen Vorstellung des K8T890 vor wenigen Tagen. Doch wann der Vorstellung auch käufliche Produkte folgen, bleibt noch etwas offen. Die Rede war von Produkten der Partner noch in diesem Monat.
Heute legt NVIDIA nach und stellt mit dem nForce4 sein jüngstes Kind vor, womit auch die NVIDIAs Chipsatzsparte im PCI Express Zeitalter angekommen ist. Zusätzlich machen Schlagwörter wie Serial ATA II und SLI hellhörig. Doch anders als bei VIAs Ankündigung, folgen der Vorstellung NVIDIAs auch sofort Taten und wir hatten neben NVIDIAs Referenzboard mit dem MSI K8N NEO4 Platinum auch schon ein erstes Vorserienmainboard auf nForce4-Basis zum Test im Labor.
Unser Dank geht an dieser Stelle an die Hersteller NVIDIA und MSI für die Bereitstellung der Testsamples.
Der NVIDIA nForce4 Chipsatz
NVIDIA wird den nForce4 in drei verschiedenen Varianten anbieten. Neben der Basisversion wird es eine Ultra- und eine SLI-Version geben. Diese unterscheiden sich durch die SLI- und Serial-ATA Fähigkeiten.
| Features |
nForce4 SLI |
nForce4 Ultra |
nForce4
|
| CPU |
Athlon64 / Athlon64 FX Sockel 939 |
Athlon64 / Athlon64 FX Sockel 939 |
Athlon64 / Sempron Sockel 754
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| PCI Express /Lanes |
20 configurable Lanes |
20 fixed lanes (16,1,1,1) |
20 fixed lanes (16,1,1,1)
|
| SLI Dual GPU Support |
Ja |
Nein |
Nein
|
| USB 2.0 Ports |
10 |
10 |
10
|
| Serial ATA II |
Ja |
Ja |
Nein
|
| Serial ATA / IDE Laufwerke |
4 /4 |
4/ 4 |
4 / 4
|
| RAID 0, 1, 0+1 ""Cross Controller"" |
Ja |
Ja |
Ja
|
| Natives Gigabit Ethernet / nVIDIA Firewall 2.0 |
Ja / Ja |
Ja / Ja |
Ja / Ja
|
| Secure Networking Engine |
Ja |
Ja |
Nein
|
| nTune Performance Utility |
Ja |
Ja |
Ja
|
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Betrachten wir uns den neuen Chipsatz einmal aus der Nähe. Wie der Vorgänger nForce3 250Gb hat NVIDIA Northbridge und Southbridge in einer Single Chip Lösung zusammengefasst. Ebenfalls unverändert ist das Prozessorinterface. Das Hypertransport Interface zum Athlon64 taktet mit 1GHz. Auch die Audio-Lösung setzt nach wie vor auf AC'97 (7.1 Kanal) auf, NVIDIA verzichtet hier auf High Definition Audio.