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Man sollte in der heutigen Zeit eigentlich vermuten, dass sich die Chipsatzhersteller bezüglich AMD Plattformen auf Produkte für Athlon 64 CPUs konzentrieren. Nicht zuletzt die seitens AMD vorgenommene Produktionseinstellung der Athlon XP Prozessoren kleiner als Modell 2800+ lässt vermuten, dass der Sockel A kein sehr langes Leben mehr führen wird. Offiziell werden lediglich noch die Athlon XP Modelle 2800+, 3000+ und 3200+ für diesen Sockel angeboten. Soviel aus diesem Gesichtspunkt oder von den offiziellen Fakten.
Doch schon seit einiger Zeit tummeln sich mehr oder minder zur genüge Gerüchte um AMD Sempron Prozessoren. Mit Details zu dieser CPU-Serie hielt AMD lange hinterm Berg, doch die Gerüchte sprachen schon des längerem davon, dass es diese Prozessoren passend zu allen derzeitigen Sockeln geben soll und AMDs neues Einsteigerprodukt darstellen wird. Mit der offiziellen Vorstellung der Sempron-Prozessoren letzte Woche haben sich diese Gerüchte nun bestätigt, womit der Sockel A der Hardware-Szene doch noch eine ganze Weile erhalten bleiben wird.
So macht dann eventuell auch der Schachzug des Chipsatzspezialisten VIA doch Sinn, jetzt im Sommer 2004 noch einen neuen Sockel A Chipsatz ins Rennen zu schicken. Dabei muss man allerdings unumwunden sagen, dass der KT880, praktisch wie alle zuletzt präsentierten Produkte des Herstellers für den Sockel A, den Markt sehr spät erreicht. Seit der Einführung des NVIDIA nForce2 Chipsatz musste VIA die Performance Krone im Segment der Athlon XP Prozessoren an den Mitbewerber abtreten und sämtliche Bemühungen, diesen Kontrahenten mit seiner Zwei-Kanal Speicherplattform einzuholen, scheiterten. Nun endlich erreicht der schon lange erwartete VIA KT880 Chipsatz den Endkundenmarkt und als Neuerung trägt er praktisch nur einen zweiten Speichercontroller, welcher die Performancelücke zum nForce2 schließen soll.
![MSI KT880 Delta FSR [VIA KT880]](/images/reviews/2004/msi_kt880_delta_fsr/intro.jpg)
Natürlich haben die VIA- und die Sockel A Fangemeinde diesen Chipsatz neugierig erwartet und nach all den erfolglosen Bemühungen des Herstellers in den vergangenen Monaten mit KT400A und KT600 waren auch wir sehr gespannt auf den vermutlich letzten VIA Schachzug im Sockel A Geschäft.
So haben wir uns mit dem MSI KT880 Delta FSR einen namhaften Vertreter mit diesem Chipsatz ins Hause beordert, um dessen Leistung und Zuverlässigkeit unter die Lupe zu nehmen. Ein Dank geht insofern an MSI, die diesen Test ermöglichten, Dank aber auch an VIA, welche uns während der Tests für Rückfragen zum Chipsatz zur Verfügung standen.
