Intro
Am kommenden Montag, dem 21.06.04, wird Hersteller Intel offiziell seine neuen Chipsätze 925X und die 915-Familie, nebst neuen Pentium 4 CPUs mit Prozessornummern vorstellen. Nun ist meist die Vorstellung neuer Prozessoren oder Chipsätzen an sich nichts wirklich Besonderes. Hier eine Takterhöhung, dort ein neues Feature ... meist ist es das, auf was es hinausläuft. Diesesmal wartet Intel allerdings mit einem Technologie Update auf, welches die Hardwareszene so noch nicht gesehen hat und in dem einen oder anderen Bereich zukunftsweisend ist.
Prozessoren ohne Prozessorbeine, Sockel mit Kontaktpins und die Vorstellung des Prozessornummern Konzeptes hat Intel auf der CPU-Seite zu bieten. Dazu gesellt sich eine Steigerung der Speicherbandbreite durch die Verwendung von DDR2 Speichern, die seitens der neuen Chipsätze erstmals im Markt bei Hauptplatinen unterstützt werden. Den Chipsätzen steht ein neuer Peripherie Controller zur Seite, welcher neben eindrucksvollen Dingen wie High Definition Audio und vierfach SATA/RAID eine wesentliche Besonderheit bietet: PCI-Express Unterstützung.
14 Jahre sind vergangen, seit der PCI-Standard verabschiedet wurde und bereits seit einigen Jahren wird dieses Bus-System als Flaschenhals in modernen, schnellen Computersystemen betrachtet. Etwaige Alternativen à la PCI-X waren preislich unattraktiv und setzten sich nicht durch und so wurde der Ruf nach einem würdigen Nachfolger groß. Nun ist er da und die neuen Intel Chipsätze bieten sogleich vier PCI-Express 1x Leitungen mit jeweiliger Bandbreite von bis zu 500 MB/s, sowie einen x16 Slot für kommende PCI-Express Grafikkarten.

Somit darf unumwunden gesagt werden, dass es ein solches Technologie Update auf einen Schlag bislang noch nicht gab. Die Summe aller auf dem Papier stehenden Neuerungen macht neugierig, wie sich die teils sehr junge Technik in der Praxis schlagen wird. Auf Grund der vielen Änderungen werden wir vielfach verstärkt auf die technischen Hintergründe eingehen und mit diesen Informationen dann die praktischen Erfahrungen bewerten.
Allerdings müssen wir an dieser Stelle auch vorwegschicken, dass uns sehr, sehr wenig Zeit blieb, praktische Erfahrungen zu sammeln, denn die notwendigen PCI-Express Karten erreichten uns erst vor wenigen Tagen. Damit war es uns leider nicht möglich, an der einen oder anderen Stelle detaillierter zu forschen und zu testen. Es bedurfte vier Redakteure, die teils Nachtschichten einlegen mussten, um Euch heute diese Informationen und Praxiserfahrungen zur Verfügung stellen zu können.
Dank für die Unterstützung geht an die Hersteller Intel, NVIDIA und Corsair, aber auch unsereren geschätzten Kollegen Michael Schuette von den LostCircuits, welcher uns gerade beim Thema DDR2 mit Informationen weiterhalf.