Layout
Durchaus könnte sich das D925XECV2 auch von der Optik her an die Moddingfangemeinde richten, denn mit seinem (Intel-typischen) schwarzen PCB und dem riesigen passiven Northbridgekühler, macht sich dieses Motherboard auch hinter jedem Window-Kit sehr gut. Aber auch die Randgruppe ist nicht zwingend das Ziel der Intel Desktopboard. Betrachtet man sich das Layout des Testkandidaten in Ruhe, wird man sehr viele qualitativ hochwertige Bauteilgruppen in teils ungewohnter, aber höchst durchdachter Anordnung wieder finden.
![Intel D925XECV2 Desktop Motherboard [i925XE]](/images/reviews/2004/intel_d925xecv2/layout.jpg)
Die Baugruppen der Spannungsversorgung wurden sehr nah zum Sockel 775 transportiert und umringen diesen. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen sorgt Intel durch den Aufbau für möglichst stabile Spannungen, zum anderen erlaubt man dadurch aber auch, dass der CPU-Kühler die Bauteile durch die Lüfterabluft mit kühlt.
![Intel D925XECV2 Desktop Motherboard [i925XE]](/images/reviews/2004/intel_d925xecv2/pushpin_bauteile.jpg)
Dass hierzu aber zwingend Low-Profile Komponenten verwendet werden müssen, zeigt unser vorstehendes Bild, denn teilweise liegen Spulen und Mosfets direkt unter den Finnen des Radial-Kühlblocks. Zudem hat Intel dem 3-Phasenwandler jeweils vier Mosfets zur Seite gestellt, durchaus auch ein Zeichen der umgesetzten Qualität. Eine weitere Besonderheit erkennt man bei den Mosfets aber auch: dies wurden stehend, und nicht auf dem PCB liegend verbaut. Damit liegt deren Hauptwärmeabgabe rund um das stehende Bauteil, gut durch die Abluft des Lüfters zu kühlen und heizt damit weniger das Motherboard PCB auf, über welches auch die 775 Pins des CPU-Sockels versuchen Temperatur abzuleiten.
Nicht auf dem Bild zu erkennen, dennoch aus unserer Sicht ein Nachteil für manchen Anwender in der Praxis, ist die Anordnung der System-Zone-Temperatursensoren, denn einer der beiden (Zone2) befindet sich in unmittelbarer Nähe der Mosfets und wird durch dessen Wärmeabgabe immens erhitzt. Man kann bei diesem Sensor Lastwechselreaktionen erkennen, die sich fast schon mit jenen der CPU-Kerntemperatur vergleichen lassen. In der Praxis führte dies bereits dazu, dass Anwender irritiert hinsichtlich der hohen Temperaturen bei uns, aber auch bei Intel nachgefragt haben.
Anstelle eines regulären ATX-Steckers, kommt bei den neuen Sockel 775 Chipsätzen meist ein EPS-Stromstecker zum Einsatz. Während ein ATX-Stecker 20 Pole aufweist, besitzt ein EPS-Stromanschluss vier Pole mehr.
![Intel D925XECV2 Desktop Motherboard [i925XE]](/images/reviews/2004/intel_d925xecv2/atx_floppy_ide.jpg)
Der Hintergrund dieser gewachsenen Anzahl an Leitungen findet seinen Grund in der Stromversorgung leistungsfähiger Grafikkarten. Eigentlich soll es durch den Einsatz eines EPS-Netzteils möglich sein, auf den zusätzlichen Stromanschluss bei PCIe-Grafikkarten zu verzichten. In der Praxis gelang es uns dann zwar, unter Verwendung eines solchen Netzteils eine GeForce 6800GT ohne zusätzliche Stromversorgung und ohne Fehlermeldung zu starten, doch unter Last versagte das System dann seinen Dienst. Je nach Leistung der Grafikkarte und je nach Leistung des Netzteils, geht die Überlegung also nicht auf.