Intro
Da beißt zur Zeit keine Maus einen Faden ab: Möchte man eine PCI Express Grafikkarte in einem System verbauen, so führt kein Weg an den Intel basierenden Produkten vorbei. Ankündigungen anderer Art gibt es viele, doch dabei blieb es bislang. Nach Intels Vorstellung des Sockel 775 fanden sich zu Begin spärlich Grafikkarten auf diesem Standard ein, zwischenzeitlich kann man behaupten, dass der Markt ein wirklich breite Vielfalt hierfür bereit hält. Insbesondere die Neuankündigungen auf dem Grafikkartensektor stellen native PCIe Grafikchipsätze dar und reizen damit mehr oder minder den Gaming-Begeisterten.
Lange haben wir uns Zeit gelassen, bevor wir uns das erste Sockel 775 Motherboard auf den Teststand orderten und wir müssen gestehen, dass es uns auch hier noch schwer gefallen ist, diesen "Test" durchzuführen. Nicht etwa, weil das Produkt mit Problemen behaftet ist, nein, vielmehr weil wir uns schwer tun, unseren Test-Standard auf dem Mainboardbereich aufrecht zu erhalten. Es fehlt bislang noch immer an PCIe x1 Steckkarten im Markt, doch entsprechende Steckplätze sind auf den heutigen Platinen mit Sockel 775 vorhanden. Es fehlt noch an ausreichend Speichermodulen auf DDR2 Standard, doch dies ist, zumindest bei den 925X und 925XE Chipsätzen Stand der Technik.
Doch wir können es drehen und wenden wie wir möchten, diesen Mankos können wir momentan nicht zu Leibe rücken und so haben wir uns dazu entschlossen, mit ersten Tests auf diesem Sektor zu beginnen. Der Startschuss fällt mit dem Intel eigenen Desktop Motherboard, dem D925XECV2.
![Intel D925XECV2 Desktop Motherboard [i925XE]](/images/reviews/2004/intel_d925xecv2/intro.jpg)
Diese Platine, wie auch schon der Vorgänger, das D925XCV, wurde in unseren bisherigen Sockel 775 Prozessorbetrachtungen regelmäßig als Referenz herangezogen. Die Zeiten, in welchen Intel sich ausschließlich im selektierten OEM-Segment und dort für den tuningfreudigen Anwender zugeknöpft zeigte, gehören ohnehin seit einiger Zeit der Vergangenheit an. Inzwischen setzt der Hersteller bei seinen Desktop Motherboards neben diversen Ausstattungsmerkmalen ebenfalls auf ein gewisses Tuningpotential. Somit zeigte sich schon das Intel D875PBZ als durchaus interessanter Kandidat im Bereich der i875P Chipsätze und fand durchaus seine eigene Fangemeinde im Retailmarkt. Beim jüngsten Desktop-Spross, dem D925XECV2, legt Intel noch ein wenig nach.
Unser Dank geht an dieser Stelle an Intel Deutschland, aber auch an den Speicherspezialisten Corsair, welcher uns mit entsprechenden DDR2 Speichermodulen ausstattete.
Technische Daten & Lieferumfang
| Merkmale |
Intel
D925XECV2 |
Unterstützte
CPUs
(Herstellerangabe) |
Intel Sockel
775 Prozessoren
FSB800 und FSB1066
|
| Chipsatz |
Intel
i925XE & ICH6R |
|
Speicherausbau max. |
4
GB |
| Speicherart |
DDR2-SDRAM |
| kompatible
Speichersorten |
unbufered
DDR2-400/-533 |
| Speicherslots |
4 |
| Erweiterungen |
PEG
(PCIe x16)
2 PCIe x1
4 PCI
8 USB Ports 2.0 (4 intern)
1 IDE ATA133
4 SATA / RAID Ports |
| Onboard
LAN |
Gigabit
Ethernet (PCIe)
Marvell PHY 88E8050 |
|
Onboard Audio
|
High
Definition Audio (VIA ALC880 Codec)
8-Kanal |
| Raid
Controller |
ICH6R
integriert
RAID 0, 1, 0+1, Intel Matrix RAID |
| Firewire |
Agere
FW323-06
3 Ports (2 intern) |
| Besonderheiten |
- |
| Form
Factor |
24,40
x 30,50 cm |
| Lieferumfang |
Handbuch
Quick Reference & Product Guide
Integration Guide
1 rounded ATA100 Kabel
1 rounded Floppy Kabel
4 SATA Kabel & 2 SATA Strom Kabel
1 USB- FW-Bracket
1 USB-FW Front Panel
ATX Blende
|
| Lieferumfang
Software |
RAID
Treiber Disk
Intel Express Installer CD:
-Intel Audio Studion
-Musicmatch Jukebox
-Gamespy Arcade
-Intel Desktop Utilities
-Inter Video WinDVD Creator Silver
-Inter Video Home Theater Silver
-NTI CD-Maker
-Norton Internet Security
-Farstone RestoreIT! Lite
-LANDesk System Manager
-Detto Intelimover |
| Strassenpreis
ca. |
204
Euro |
Dem Wettrennen der Motherboardhersteller, wie beispielsweise ASUS, Gigabyte oder MSI, um den üppigsten Lieferumfang entzieht sich Intel völlig. Einen Overkill an Zusatzkontrollern wird man dort vermutlich nie antreffen, denn trotz der Ausrichtung dieses Mainboards auch in Richtung Retail-Markt, ist diese besondere Zielgruppe, welche die Premiumboards der genannten Hersteller ansprechen soll, nicht unbedingt die Zielgruppe von Intel.
Diese Aussage bedeutet allerdings keinesfalls, dass Intel nicht den Bedarf des Retailmarktes beobachtet und entsprechende Produkte anbietet. Und so findet sich eine 8-Kanal Soundlösung ebenso, wie Gigabit Ethernet oder Firewire. Und durch die ICH6R stehen dann dem Anwender insgesamt vier Serial-ATA Schnittstellen zur Verfügung, welche auch RAID fähig sind.
Im Hinblick auf Straßenpreise bei 925XE Motherboards tut man sich momentan noch etwas schwer. Außer dem Intel Motherboard zu ca. 204 Euro fanden wir zum Zeitpunkt der Recherche lediglich noch eine Listung für das MSI Motherboard mit ca. 194 Euro, welches aber noch nicht lieferbar war. Man darf also mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich die Preise für die Motherboards mit diesem Chipsatz noch ein wenig nach unten einpendeln werden, sobald ausreichend Angebote im Markt sind. Die Vorgängerversion des Intel Desktopboard, mit dem Namen D925XCV, welche sich ausschließlich durch die unterstützten Prozessoren unterscheidet, ist am Markt zurzeit für etwa 180 Euro zu haben.