Technik, Qualität - und die Jagd nach dem perfekten Brand (Fortsetzung)
Überprüfen der Brennqualität
Ein wichtiges Kriterium für Brennqualität ist die Frage, wie viel Arbeit die Fehlerkorrektur eines Lesegerätes leisten muss, um eine gebrannte DVD wieder einlesen zu können: Je weniger sie leisten muss, desto mehr "Reserve" hat man für Fingerabdrücke, Staub, Kratzer, Schäden durch UV-Einwirkung oder ähnliches.
DVDs verfügen über 2 Stufen von Fehlerkorrektur, und zwar "Inner Parity" und "Outer Parity". Fehler, die in der ersten Stufe auftreten, nennt man dann "PIE" (Parity Inner Error). Mit dem Plextor PX-712A lässt sich ermitteln, wie viele Fehler in diesen Stufen auftreten. Je kleiner die Werte sind desto weniger muss die Fehlerkorrektur arbeiten, also desto besser. Kann die erste Stufe einen Fehler nicht korrigieren, so dass die zweite Korrekturstufe dies tun muss, so spricht man von einem "PIF" (Parity Inner Failure).
Allerdings: Eine kleine Gesamtanzahl an Fehlern nützt nichts, wenn diese alle am Ende der DVD konzentriert sind. Daher ist auch eine gleichmäßige Verteilung der Fehler über die DVD, mit wenigen "Spitzen" wichtig.

Des weiteren haben DVDs noch sehr viele weitere Eigenschaften, die z.B. DVD-Player zum stottern oder anderem Fehlverhalten bringen können. Eine niedrige Fehlerrate heißt nicht, dass eine DVD zwangsläufig in jedem Player funktionieren muss. Es heißt nur, dass der Brenner sein möglichstes dazu getan hat.
Kann die zweite Stufe einen Fehler nicht korrigieren, so spricht man von einem POF ("Parity Outer Failure"), was nichts anderes als ein Datenfehler ist. Eine DVD, auf der POFs auftreten, ist also unbrauchbar und kann gleich in den Müll wandern. Treten in unseren Scans solche Datenfehler auf, werden diese rot markiert.
CDs verfügen über zwei (AudioCD) bzw. drei (Daten-CD) Stufen der Fehlerkorrektur, die C1, C2 und C3 genannt werden (auch C1, C2 und CU). Auch die in diese Fehlerkorrekturstufen aufgetretenen Fehler lassen sich mit dem Plextor PX-712A (ebenso wie mit dem Plextor Premium) überprüfen. Bei CDs sollten dabei Fehler ausschließlich in der ersten Korrekturstufe auftreten. Genau wie bei DVDs sollten diese zumindest einigermaßen gleichmäßig verteilt sein. In diesem Test werden wir für DVDs nur PI-Fehler, also PIE, auslesen. Ein Fehlergraph sieht dann so aus:

Dies ist ein Beispiel für einen Graph, der besser sein könnte, aber trotzdem noch weit davon entfernt ist, schlecht zu sein. Die Linie bei 280 markiert das zulässige Maximum.