Technische Daten & Lieferumfang (Fortsetzung)
Das mitgelieferte Handbuch des Cavalier 1 war mehrsprachig und beinhaltete unter anderem eine deutsche Fassung. Leider ist die Übersetzung teils sehr unverständlich und wir empfehlen daher im Fall der Fälle eher die englischsprachige Fassung zu konsultieren ;). Was uns beim Lieferumfang im Bereich Schrauben sehr gefiel, war der Umstand, dass sich unter den Mainboard-Befestigungsbolzen auch 2 Versionen fanden, welche zur Fixierung der Platine beim Einbau gedacht sind.

Unter Verwendung dieser beiden Bolzen ist es schon eher problemlos möglich, das Mainboard beim Einbau gleich korrekt auszurichten. Es verschiebt sich dann beim Andrehen der Schrauben nicht mehr. Was uns im Bereich des Lieferumfanges ein wenig fehlte, waren weitere Beilagen im Bereich Kabelfixierung / -schellen und Kabelbinder. Mit jeweils einem Stück aus dieser Gattung lässt sich selbst in karg ausgestatteten PC-Gehäusen kein Staat mehr machen.
In der getesteten Ausführung finden sich zwei zusätzliche Gehäuselüfter im System wieder. Eine 80x80x25mm Variante wurde in der Font montiert und ein 120x120x25mm Variante fand sich auf der Gehäuserückseite. Da beide Lüfter lediglich über einen Anschluss am 4-Pin Netzteil verfügten, rechneten wir anfänglich mit einer hohen Geräuschkulisse, bedingt durch die hohe Leistungsaufnahme. Hier wurden wir allerdings sehr positiv überrascht. Die beiden Fans gingen mit sehr moderater Lautstärke zur Sache (real gemessen 17 dB(A) Front, 25,2 dB(A) Rearfan). Gleichzeitig war die Leistungsaufnahme der Lüfter als absolut unkritisch zu bezeichnen (real gemessen 0,7A Front, 0,5A Rearfan).

Wenig verwunderlich scheint dann, dass Cooler Master hier lediglich 4-Pin Fans installierte, welche für aktuelle, als auch für ältere Platinen als absolut unkritisch im Bereich Leistungsaufnahme zu bezeichnen sind, und zudem über kein Tachosignal verfügen.
Eine Besonderheit mag dabei das verbaute Netzteil bieten, denn es besitzt einen ausschließlich für Gehäuselüfter deklarierten Kabelstrang mit insgesamt zwei Anschlüssen, also absolut passend gemünzt für diese Systemausstattung. Über den Hersteller des Netzteils konnten wir bei unseren Recherchen nichts ausfindig machen. Cooler Master dürfte hier allenfalls als Label im Produktaufdruck agieren, nicht aber als realer Hersteller des Produktes. Sei es wie es will, die Eckdaten des Netzteils sprechen für sich, oder eben dagegen:

Die maximum combined Power für die 3,3V und die 5V Leitung werden mit maximalen 160 Watt genannt. Als Faustformel geht man hier von einem Betrag von 180 bis 200 Watt aus. Zugrunde gelegt, dass sich aktuelle Athlon 64 oder Pentium 4 Prozessoren aus der 12V Leitung bedienen, relativiert sich diese Angabe allerdings erneut und die maximale Leistungsaufnahme auf der 12V Schiene wird mit 192 Watt angegeben.
Im Alltagsbetrieb mit einem 3400+ Athlon 64 System trafen wir dann auch auf keinerlei Probleme, welche gegebenenfalls auf eine Netzteilschwäche zurückzuführen gewesen wären. Neben den üblichen Stromanschlüssen eines Netzteils bietet das moderne Cooler Master Netzteil bereits einen separaten Strang mit Stromsteckern für SATA-Festplatten ausgestattet. Ein angenehmes Feature, welches sich sicherlich über kurz oder lang bei allen Netzteilen einfinden wird.