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Nun ist es endlich soweit. NVIDIAs neue Mainstream Grafikkarten mit GeForce 6600GT Chipsatz erreichen als käuflich zu erwerbende Produkte die Regale der Händler. Obgleich es sich bei dem GeForce 6600GT Chipsatz um einen reinrassigen PCI-Express-Chip handelt, gibt es ab sofort auch AGP-Versionen des Chips zu kaufen. In diesen Fällen behelfen sich die Grafikkartenhersteller durch den Einsatz eines Bridge-Chips.
Bereits bei der Vorstellung des Chipsatzes im September diesen Jahres zeichnete sich ab, dass Grafikkarten dieser Klasse durchaus das Potential haben, den beherzten, aber preisbewussten Spieler bei allen derzeit aktuellen Spielen zufriedenzustellen. Wir steigen darum heute in die Tests zu diesen Grafikkarten mit einem ersten Produkt von ASUS ein. Dabei handelt es sich um die Extreme N6600GT des Herstellers, gemünzt für Motherboards mit PCI-Express-Steckplatz.

Wer noch immer die irrige Annahme vertreten sollte, dass PCI-Express Grafikkarten, bedingt durch die theoretisch höhere Bandbreite der 16 gebündelten Leitungen, einen Vorteil in Spielen gegenüber entsprechenden AGP-Versionen besitzen, den müssen wir enttäuschen. Diverse diesbezügliche Tests zeigten mehr oder minder einen Gleichstand zu AGP-Grafikkarten. Leichte Unterschiede mag es allenfalls geben, wenn die Karten mittels eines oben erwähnten Bridge-Chips für den AGP- oder PCIe-Slot "umgemünzt" werden. In dem Falle führt der Einsatz dieser Kommunikationsschnittstelle unter Umständen zu marginalen Leistungsrückgängen (vielleicht 1%), resultierend durch den gesteigerten Verwaltungsaufwand.
Warum also PCI-Express-Gerätschaften? Nun, im Prinzip eben schon wegen der gesteigerten Bandbreite. Dabei sind allerdings, bezogen auf Grafikkarten, hier nur Vorteile im Bereich des professionellen Einsatzes und unter Verwendung von professionellen Karten zu erwarten, wohingegen künftige Gerätschaften der PCIe x1 Steckplätze eben nicht mehr über den bisher trägen PCI-Bus mit maximalen 133 MB/s, sondern mit 512 MB/s pro PCIe Gerät agieren können. PCI-Express soll also nach und nach die Ablösung des betagten PCI-Bus mit sich bringen.
Hinzu kommt, dass die Hersteller entsprechender Produkte, so wird es zumindest beworben, leichtere und kostengünstigere Entwicklungsarbeit bei den PCIe Plattformen und Gerätschaften haben. Und so ist es dann zur Zeit auch nicht verwunderlich, warum immer mehr neue Chipsatz-Ankündigungen erfolgen, welche mit der PCIe-Fähigkeit werben. Momentan sind die PEG (PCI-Express for Graphics) Karten nur auf Intels 925 und 915 Chipsätzen einzusetzen, sowie auf den nun kommenden NVIDIA nForce4-Plattformen. Weitere Produkte, basierend auf VIA- und ATi-Chipsätzen, werden wohl Anfang des kommenden Jahres in den Markt kommen.
Technische Daten und Lieferumfang
In diesem Kapitel gibt es im Prinzip nicht sehr viel Neues zu berichten. Auch wenn die Bezeichnung Extreme N6600GT durch ihren Namen unter Umständen vermuten lässt, dass es sich bei diesem ASUS Produkt um ein Sondermodell handeln könnte, so ist dem nicht so.
