Overclocking
Ungeachten CPU-Übertaktungsmöglichkeiten hatten wir uns die Frage gestellt, ob sich gegebenenfalls das Übertakten von Grafikarten durch den SLI-Betrieb schwieriger zeigen würde. Dem war definitiv nicht so. Die beiden Modelle ließen sich im Dual Betrieb ohne Mühen auf einem Speichertakt von 1,1 GHz ohne Bildfehler oder Instabilitäten betreiben. Nach dieser Erfahrung etwas beruhigter, machten wir uns dann an die Möglicheiten, welche das A8N-SLI im Bereich Prozessor bot.
| HT4U
OC-Check |
ASUS
A8N-SLI Deluxe Rev. 1.02
|
|
Prozessor
Multiplikator
|
4
- CPU Default
in 0,5er Schritten
|
|
Referenztakt
CPU
|
200
- 400 MHz
in 1 MHz Schritten
|
|
CPU
Spannung [V]
|
0,800
- 1,65 in 0,0125V Schritten
|
|
Speicher-Spannung
[V]
|
Auto
2,6 - 3,0V in 0,1V Schritten
|
|
Speichertakt
(Besonderheiten)
|
-
|
|
PEG
/ PCI Takt
|
PCI-Fix
aktiv
PEG-Takt 100-145 MHz in 1 MHz Schritten |
|
Chipsatz-Spannung
[V]
|
keine
Optionen
|
Prinzipiell zeigte sich der Testkandidat von seinen Optionen her, mehr als üppig. Referenztaktungen von 400 MHz dürften sicherlich eher als unrealistisch zu bezeichnen sein, dennoch sind sie vorhanden. Bei der Zugabe zur Prozessorspannung zeigt sich ASUS (erstaunlicherweise) etwas zugeknöpft. Mehr als 1,65V ist aus unserer Sicht zwar bei einem Athlon 64 als ausreichende Zugabe zu betrachten, doch gibt es Overclocker, welche damit nicht zufrieden zu stellen sind. Ansonsten findet sich im BIOS die Mögichkeit den PCIe-Takt zu fixieren oder aber je nach Wünschen zu erhöhen. Unser PCI-Extender bestätigte uns, dass der PCI-Takt auf 33,33 MHz fixiert war, trotz Anheben des Referenztaktes.
Großartige Übertaktungserfolge erzielten wir aber nicht. Bei 210 MHz Referenztakt präsentierte uns das System zwar keine Instabilitäten, allerdings konnten wir beobachten, wie sich im 3DMark2001 und 2003 Stop-and-Go Szenarien einstellen. Prime95 störte sich an diesem Umstand allerdings nicht. Bei 215 MHz war kein Systemstart mehr möglich. Das weitere Herabsetzen des HT-Taktes brachte auch keine Besserung. Wir vermuten derzeit also ein Problem mit dem BIOS selbst. ASUS Deutschland bestätigte uns, dass man selbst bereits deutlich bessere Erfolge erzielt habe. Zu einem weiteren Austesten mit jüngeren BIOS Versionen fehlte uns dann allerdings auch die Zeit.
Testumgebung
Direkte Vergleichsmöglichkeiten zum nForce4-SLI haben wir derzeit natürlich nicht. Unsere nForce4-Ergebnisse des Referenzboards von Mitte Oktober sind heute nicht mehr repräsentativ. Von daher beschränken wir uns im Bereich Grafik auf die Leistung des Testkandidaten zwischen SLI und Non-SLI Karten. Dabei haben wir im Vorfeld zum Test angenommen, dass ein sinnvoller Vergleich sich mit zwei GeForce6-Einsteigerkarten der 6600GT Klasse anbieten würde, da sich diese auf einem derzeit noch erschwinglichen Preisniveau befinden.
Davon abgesehen ist zu erwähnen, dass wir auf die Präsentationen der Diagramme zur USB-/FW-Leistung verzichten. Das junge Testsystem zeigte hier keine Fehler und die Ergebnisse waren auf der Höhe der Zeit. Unser diesbezüglicher Performancecheck mittels Sandra File-Benchmark ergab keine wichtigen Erkenntnisse. Gleiches gilt im übrigen für die HDTach Vergleichswerte.
Im RAID Mode, wie im Single PATA oder SATA Mode, waren keine nennenswerte Unterschiede oder Ausreisser zu früheren Resultaten ersichtlich. Einzige Ausnahme war der Single SATA-Test: Beim Silicon Image Controller war dieser (wie bisher beschrieben) nicht möglich, weil der Treiber ein einzelnes Gerät nicht in Windows einbinden konnte; der SATA Test am NVIDIA Port sorgte für eine angebliche Read Burst Speed von 977 MB/s - eine Treiberanomalie.