Installation und Alltagsbetrieb (Fortsetzung)
Die Installation der benötigten Programme und Treiber verlief ebenso ohne Probleme wie der Benchmark-Parcours. Das ECS-Board ließ sich zunächst einfach nicht aus der Ruhe bringen. Erst beim Test der Speicherkompatibilität gelang es uns dann, das Board in gewisse Bedrängnis zu bringen:
| Speichermodul(e) |
ECS 755-A2 |
| 2 x 512MB OCZ, PC3500 Platinum Dual |
bestanden |
| 2 x 512MB Corsair XMS3200 |
nicht bestanden |
| 2 x 512MB takeMS, PC3200 |
bestanden |
| 2 x 256MB OCZ, PC3700 Gold Dual |
nicht bestanden |
| 2 x 256MB Kingston HyperX, PC3500 |
bestanden |
| 2 x 256MB MDT PC3200 |
nicht bestanden |
| 1 x 256MB Kingston Value, PC3200 |
bestanden |
| 1 x 128MB Crucial, PC1600 |
bestanden |
Bei Bestückung mit den beiden Corsair-Modulen verrechnete sich Prime95, so dass der Betrieb nicht als stabil bezeichnet werden kann. Ähnlich sah es dann auch bei den OCZ PC3700 Modulen aus, die im ASRock-Board problemlos arbeiteten. Wie erwartet, konnte man mit den MDT-Riegeln keinen kompletten 3DMark Durchlauf erleben. Hierzu gelten die identischen Informationen, wie unter der Speicherkompatibilität des ASRock Testkandidaten gesagt. Das PC1600-Modul arbeitete dagegen bei automatischer Erkennung völlig problemlos.
Wie immer an dieser Stelle zeigen wir euch die nachgestellte IRQ-Tabelle. Im Handbuch fanden wir auch bei ECS keine Spur davon:
| ECS 755-A2 |
A |
B |
C |
D |
E |
F |
G |
H |
| AGP |
shared |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| PCI 1 |
shared |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| PCI 2 |
- |
shared |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| PCI 3 |
- |
- |
shared |
- |
- |
- |
- |
- |
| PCI 4 |
shared |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| PCI 5 |
- |
- |
- |
shared |
- |
- |
- |
- |
| Audio |
- |
shared |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| LAN |
- |
- |
- |
shared |
- |
- |
- |
- |
| SATA |
- |
- |
shared |
- |
- |
- |
- |
- |
| USB |
- |
- |
- |
- |
used |
used |
used |
used |
Bei diesem Sharing kann man dieselben Punkte kritisieren wie beim Board von ASRock. PCI 1 und 4 sharen zwar nicht mit einer Onboard-Komponente, dafür aber mit der Grafikkarte. Benötigt man einen exklusiven IRQ für eine problematische Karte, muss man schon eine Onboard-Komponente deaktivieren.
Overclocking
Dieses Kapitel könnten wir uns beinahe sparen, denn beide Test-Kandidaten bieten hier nur schmale Kost. Neben den mangelnden Optionen für das Feintuning des Arbeitsspeichers fehlt es auch an Overclocking-Optionen. Einen kurzen Überblick verschafft unser Overclocking-Check
| HT4U OC Check |
ASRock K8S8X |
ECS 755-A2 |
| Prozessor Multiplikator |
nein |
nein |
| FrontSideBus [MHz] |
140 - 300 |
200 - 232 |
| CPU Spannung [V] |
nein |
nein |
| Speicher Spannung [V] |
nein |
2,5 - 2,65 in 0,05V Schritten |
| Speichertakt Besonderheiten |
nein |
nein |
| AGP / PCI Takt |
nein |
nein |
| AGP Spannung [V] |
nein |
nein |
| HyperTransport Spannung |
nein |
nein |
Trotz der fehlenden Optionen ist Übertaktung dennoch nicht unmöglich. Wie aber schon in der Vergangenheit trafen wir mit unseren Referenzprozessoren auf den Umstand, dass beim Erreichen des Prozessor-Maximums auch eine Spannungserhöhung kaum noch zu weiteren Erfolgen führte.

Das ASRock K8S8X schaffte es immerhin auf 222 MHz "FSB", während das ECS-Board "nur" 220 MHz stabil erreichen konnte. Der Arbeitsspeicher wurde asynchron bei -33 MHz zum FSB betrieben, so dass er nicht Zünglein an der Waage sein konnte.
Der Multiplikator lässt sich beim Athlon 64 Prozessor nach unten korrigieren - allerdings natürlich nur, wenn das Board diese Funktion unterstützt und diese Funktion im BIOS freigelegt wurde. Dass die Testkandidaten das Herabsetzen des Multis beherrschen, zeigt das Funktionieren des Cool´n'Quiet Features.