Intro
Momentan gibt es zwei vorherrschende Kühlsysteme auf dem Markt: Die herkömmlichen Luftkühler mit Kühlkörper und Lüfter und die komplexeren Wasserkühlsysteme mit den Hauptkomponenten CPU-Kühler, Pumpe und Radiator. Abseits von diesen Möglichkeiten gibt es aber weitere Nischenlösungen, zu dieser Kategorie zählen zum Beispiel die Kompressorsysteme, Heatpipes oder die Stickstoffkühlungen aus japanischen Gefilden.

Unser heutiges Testobjekt ist der Thermaltake SubZero4G Kühler. Dieser wurde im übrigen von der israelischen Firma ActiveCool entwickelt, welche bei der Vorstellung im Oktober 2002 versprach, mit diesem Kühler eine normale CPU auf 26°C bringen zu können, was uns allerdings schon damals skeptisch stimmte.
Der ActiveCool/Thermaltake-Kühler ist vom Grundkonzept her ein "normaler" Luftkühler, welcher aber zusätzlich mit einem Peltier ausgestattet ist. Welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben und ob man insgesamt ein schlüssiges Wärmekonzept erkennen kann, werden wir in diesem Review untersuchen.
Unser Dank geht hier an Frozen-Silicon, welche uns freundlicherweise diesen Kühler zum Test überlassen haben.

Aufbau und Hintergründe zu Peltierkühlungen
An dieser Stelle folgt nun ein kurzer Ausflug in die Physik, um die Funktionsweise eines Peltiers zu verstehen. Makroskopisch betrachtet - also mit dem normalen Auge - ist ein Peltier aus 2 Keramikplatten aufgebaut, zwischen denen sich jeweils kleine quaderförmige Blöcke von n- bzw. p-dotiertes Halbleitermaterial befinden. Meist sind die Ränder der Peltierelemente mit Silikon vergossen (sealed), damit sich kein Kondenswasser im Peltier bilden kann und so für einen Kurzschluss sorgt.
Legt man nun eine Spannung an das Peltierelement an, so fließt ein Strom, der zur Folge hat, dass sich die eine Fläche stark abkühlt, die andere hingegen sich stark aufheizt. Dabei ist zu beachten, dass man die heiße Seite gut kühlen muss, da sonst die Temperatur schnell über 100°C werden kann und dann Diffusionsprozesse auftreten, die die Dotierung des Halbleitermaterials zerstören. Zudem schmelzen ab einer gewissen Temperatur die Lötstellen zwischen den einzelnen Halbleiterkristallen, es gibt einen Kurzschluss und das Peltier ist durchgebrannt.

Quelle: ActiveCool