Intro
Wer sich heute oder morgen eine neues Zuhause für seinen Pentium 4 leisten möchte, der grübelt schnell über ein Mainboard mit einem E7205 aka Granite Bay Chipsatz von Intel nach. Neben der Unterstützung der Hyperthreading Technologie bietet dieses ein Dual Channel Interface für den Arbeitsspeicher und verspricht damit höchste Performance.
Trotz solcher technischen Highlights haben es bisher nur wenige Granite Bay Boards in unsere Test-Labors geschafft, denn längst nicht mehr alle Hersteller haben Boards mit diesem Chipsatz im Programm, geschweige denn in Planung. So hat beispielsweise Hersteller Soltek zunächst ein entsprechendes Board angekündigt, es aber dann doch nicht auf den Markt gebracht.
Gründe für die nur wenigen Boards, die mit dem Granite Bay zu erhalten sind, sind sicher die Anforderungen, die Intel an ein Granite Bay Board stellt. Ein 6 Lagen PCB und natürlich das aufwändige Speicherinterface lassen die Preise für Entwicklung und Produktion in die Höhe schnellen - kein Wunder, denn eigentlich zielt der Granite Bay, zumindest nach Planung von Intel, eher auf den Workstation- und Servermarkt, als auf das Desktop-Segment. Um so erfreuter waren wir, als uns AOpen die Möglichkeit bot, Euch hier und heute deren entsprechende Umsetzung dieses Chipsatzes in die Praxis in Form des AX4R Plus präsentieren zu dürfen.
![AOpen AX4R Plus [Intel E7205]](/images/reviews/2003/aopen_ax4r_plus/intro.jpg)
In unserem ersten Review zum Granite Bay Chipsatz konnten entsprechende Mainboards zeigen, dass die Kombination aus Dual Channel Interface für den Arbeitsspeicher und DDR-RAM nicht viel hinter dem derzeitigen Primus Dual Channel PC1066 RDRAM zurückstehen muss. In der Theorie sind der Granite Bay und ein Pentium 4 mit 533 MHz FSB ideal aufeinander abgestimmt, denn durch das Dual Channel Interface besitzen beide Komponenten eine exakt gleiche Bandbreite von 4,2 GB/s.
Von diesen 4,2 GB/s Speicherseitig kommt erfahrungsgemäß bedingt durch einen gewissen Verwaltungsaufwand jedoch nicht alles beim Prozessor an, so dass ein Polster nach oben immer willkommen ist. Das darf man bei Intel aber erst mit den Springdale (i865) und Canterwood (i875) Chipsätzen erwarten, welche mit DDR333/DDR400 Speicher betrieben werden können. Wer sich noch etwas genauer mit dem Chipsatz, seinen Feinheiten und technischen Möglichkeiten beschäftigen möchte, dem sei die Lektüre unseres ersten Reviews zum Granite Bay ans Herz gelegt.
Wie immer gilt an dieser Stelle der Dank den Herstellern und so möchten wir uns bei für die Bereitstellung des Testmusters recht herzlich bei AOpen Deutschland bedanken. Danken möchten wir aber auch CoolerMaster, welche uns speziell zu diesem Test mit ihren neuesten Mustern an Pentium 4 Kühlern, bereits ausgelegt auf Pentium 4 Prozessoren mit 3.06 GHz Takt, ausgestattet haben, sowie unserem Speicherpartner Corsair, welcher uns mit den hochwertigen Speichermodulen für diesen Test versorgte.