Intro
Vor einiger Zeit veröffentlichte wir unser Review zu den neuen Intel Pentium III Prozessoren mit dem auf 0,13µm Strukturbreite geschrumpften Prozessorkern. Mit dem Schritt der Umstellung des Fertigungsprozess schickte Intel die Erfolgsmodelle Pentium III und Celeron in neue Taktbereiche.
Der DIE-Shrink hatte allerdings nicht nur positive Folgen. Es wurde in den meisten Fällen ein neues Motherboard nötig, um den Prozessor mit Tualatin-Kern zu betreiben. Abgesehen von recht teuren Spezialadapter-Lösungen muss man für ein System auf Tualatin-Basis in den sauren Apfel beißen, und mit dem Prozessor auch ein neues Motherboard bezahlen. Dies schreckt sicherlich viele User ab, zumal doch die Konkurrenz mit den Athlon- und Duron-Prozessoren für denselben Preis mehr zu leisten imstande war und ist. Dennoch sprechen einige Argumente für ein Tualatin-System.

Durch den DIE-Shrink auf 0,13 µm produziert der Prozessor nur noch sehr wenig Abwärme. Das macht große und zumeist laute Kühler unnötig, ja vielleicht ist hier sogar ein passiv gekühlter Prozessor in Reichweite - doch dazu später mehr. Weiterhin ermöglicht die geringe Strukturbreite weit höher getaktete Prozessoren - höher als jene, welche bislang von Intel verkauft werden.
Im Umkehrschluss wird damit auch deutlich, dass ein Tualatin in jedem Fall auch für jeden Overclocker ein Objekt der Begierde sein könnte. Gerade in diesem Bereich ist der Celeron mit Tualatin-Kern sicher sehr interessant, da es in der Theorie unproblematisch sein sollte, den FSB von den üblichen 100 MHz auf die 133 MHz des Pentium III zu erhöhen. Alles in allem darf man daraus schließen, dass Intel Prozessoren auf Tualatin Prozessorkern immer noch eine höchst interessante Alternative bieten, weshalb wir uns aufgemacht haben und uns ein paar Plattformen für diese Prozessoren angeschaut haben.
In diesem Review werden wir uns also mit verschiedenen Motherboards für den Pentium III und Celeron CPUs beschäftigen. Alle hier vorgestellten Boards basieren auf dem B-Stepping des bereits bewährten i815 (Solano) Chipsatzes. Dieser Chipsatz befindet sich bereits eine für Computer-Hardware recht lange Zeit auf dem Markt, so dass wir hohe Anforderungen an Stabilität, Konfiguration und Layout der Boards stellen werden. Weiterhin wird es hier neben dem Abschnitt Overclocking auch innerhalb gewisser Grenzen um das genaue Gegenteil gehen: "Underclocking" und der damit verbundenen passiven Kühlung des Prozessors.

In Sachen Performance erwarteten wir hier keine großen Überraschungen, so dass sich die getesteten Boards auch durch andere Vorzüge hervortun müssten, um Punkte zu machen. Da wir hier gleich vier Motherboards auf einmal vergleichen wollen, fällt die Danksagungsliste diesesmal auch etwas üppiger aus:
Wir danken:
- ASUS für das TUSL2
- EPoX für das EP-3PTA
- MSI für das MS-6337 V.5 (815 EPT)
- SOYO für das SY-TISU
- Intel für die Tualatin Prozessoren