Freitag, den 30. Juni 2006
|
|
|
DADVSI: Letzte Hürde nun Verfassungsrat
Obwohl das französische Parlament Freitags eigentlich nicht tagt, wurde heute die vom Vermittlungsausschuß vorgelegte Fassung der Vorlage diskutiert und abgesegnet. Auf Grund der eigenartigen Terminwahl hatten viele Abgeordnete bereits seit Monaten andere Termine, darunter auch Bernard Carayon, Yves Bur und Richard Cazenave, die sich in einem offenen Brief gegen das gewaltsame Vorgehen der Regierung ausgesprochen und eine zweite Lesung verlangt hatten.
Die Opposition nutzte alle Möglichkeiten, um noch einmal die Gefahren des Textes darzulegen, inklusive einer "motion d'exception d'irrecevabilité", deren Ziel es ist, die Verfassungswidrigkeit einer Vorlage darzulegen, und die "question préalable", deren Ziel auch die Ablehnung einer Vorlage ist.
Die Sozialisten, vor allem Christian Paul, Patrick Bloche und Didier Mathus, aber auch Martine Billard um Namen der Grünen und François Bayrou für den Koalitionspartner UDF der Regierungspartei UMP, kritisierten sowohl den Ablauf der Debatte als auch den Inhalt, auch François Bayrou stimmte für die Ablehnung der Vorlage, die er aus formalen und inhaltlichen Gründen für verfassungswidrig hält.
Was die formalen Gründe angeht, geht es hierbei um den Ablauf der Debatte im März: Die Regierung hatte einen Artikel, den das Parlament bereits verändert hatte, einfach zurückgezogen. Es ging dabei um Artikel 1, in den die Assemblée nationale gegen den Willen der Regierung die Kulturflatrate aufgenommen hatte. Das letzte mal geschah so etwas 1961, und damals wurde der Verfassungsrat nicht um seine Meinung gefragt, also ist völlig unklar, ob dieser Rückzug verfassungsrechtlich haltbar ist.
Die Regierung stellte 1 Tag späger den Artikel 1 wieder zur Debatte, obwohl ein zurückgezogener Artikel nicht wieder zur Debatte gestellt werden kann, was eher dafür spricht, daß die Regierung selbst nicht an die verfassungsmäßige Korrektheit dieses Rückzugs glaubte.
Zum Inhalt kritisierte Patrick Bloche noch einmal das Amendement Vivendi Universal, welches, so sagte er weiter, auf Textverarbeitung übertragen, das gleiche wäre, als würde man den Entwickler eines Textverarbeitungsprogrammes verantwortlich für beleidigende Texte machen, die mit selbigem geschrieben werden.
Auch Martine Billard kritisierte den Fall der Interoperabilitätsklausel im Senat und im Vermittlungsausschuß, sie wies außerdem darauf hin, daß die Direktive aus dem Jahre 2001, um die es immer noch geht, noch dieses Jahr überarbeitet werden wird, und schon deshalb DADVSI obsolet sei. Die Ausnahmen für Forschung und Lehre, die der Senat eingeführt hatte, und die Ausnahme für Bibliotheken, die die Assemblée nationale gegen den Willen des Kulturministers Renaud Donnedieu de Vabres eingeführt hatte, mußte selbiger akzeptieren, nachdem die Geheimhaltung der Verträge, die solche Ausnahmen auf dem Papier als vorhanden vortäuschen sollten, fehlgeschlagen war. Im März hatte der Minister ausdrücklich verlangt, daß die Assemblée nationale diese Ausnahmen ablehnt, unter Berufung auf die Verträge, ohne die Verträge vorher zu sehen.
Das eigentlich verfolgte Ziel hat Renaud Donnedieu de Vabres jedoch nicht im Ansatz erreicht: Ohne eine öffentliche Debatte aufkommen zu lassen sollte am 23. Dezember 2005, nach 3 Tagen Debatte, das Verbot der meisten freien Software beschlossen werden, das Herunterladen eines Musikstücks ohne Zustimmung des Rechteinhabers sollte mit 3 Jahren Haft und 300.000€ bestraft werden.
Ebenso hat die Klausel, die in der ursprünglichen Vorlage nicht vorhanden war, die erlaubt, zur Herstellung von Interoperabilität einen Kopierschutz oder ein DRM zu umgehen, den Gesetzgebungsprozeß überlebt, auch das Wiederherstellen der Sicherheit eines Systems erlaubt die Neutralisierung einer Schutzmaßname. Malware wie das Sony-Rootkit ist somit nicht durch DADVSI geschützt.
Die nächste Etappe, die für DADVSI noch bevorsteht, ist die Verfassungsbeschwerde, die die Sozialisten einreichen werden. Diese wird sich unter anderem auch gegen die Vorgänge um Artikel 1 und gegen das Amendement Vivendi Universal richten.
[an]
Donnerstag, den 29. Juni 2006
|
|
|
Neuer Preiskampf um low-end Dual Core Chips
Nach einem Bericht der DigiTimes plant AMD einen abgespeckten Dual-Core-Prozessor mit nur 256 kByte Level-2-Cache pro Kern. Der Athlon 64 X2 3600+ soll wie das nächsthöhere 3800+ Modell über einen Takt von 2 GHz verfügen, aber lediglich mit halber Cache-Größe ausgestattet sein. AMD behält sich die genaue Preisgestaltung derzeit noch vor, denn der 3600+ soll gegen Intel's Core 2 Duo E4200 mit 1,6 GHz Takt und 2 MB shared Level-2-Cache konkurrieren können. Die Einführung des E4200 Prozessor ist für das 4. Quartal 2006 geplant. Die übrigen Core 2 Duo Modelle auf Basis des Conroe-Prozessors werden nach einer anderen Meldung anstatt am 23.07. erst 4 Tage später offiziell vorgestellt werden. Gründe dafür wurden nicht genannt.
[ch]
ATI mit positivem dritten Quartal
Im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres hat der kanadische Grafikexperte ATI im Vergleich zum Vorjahr seinen Umsatz um 23 Prozent auf 652 Millionen US-Dollar steigern können. Der Nettogewinne belief sich dabei auf 31,9 Millionen US-Dollar. Im Bezug zum zweiten Quartal konnte das Unternehmen seine Ergebnisse zwar nicht verbessern, aber erreichte dafür auf dem Chipsatzmarkt einen höheren Marktanteil. Mehr Informationen finden sich in der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens.
[rl]
Xscale-Bereich von Intel an Marvell verkauft
Der Anfang Juni bekannt gewordene Plan von Intel, einige Randbereiche abzustoßen, hat mit der Sparte für die Xscale-Prozessoren seinen Anfang genommen. Für rund 600 Millionen US-Dollar hat der Halbleiterexperte den verlustbringenden Bereich an Marvell Technologies abgegeben. Die rund 1400 Mitarbeiter wolle das Unternehmen weitestgehend weiter beschäftigen. Die Herstellung der CPUs verbleibt zudem vorübergehend in Intels Händen, solang Marvell noch keine Alternative für die Produktion gefunden hat. Die Transaktion soll in den nächsten fünf Monaten abgeschlossen werden.
Damit folgt Intel den jüngsten Ankündigungen, sich gesund zu schrumpfen, indem man sich verstärkt auf seine Kernkompetenzen konzentriert. Das Unternehmen war verstärkt unter Druck geraten, als Konkurrent AMD sich im Prozessormarkt beständig neue Anteile erkämpft hat. Intel will sich mit dem Verkaufserlös verstärkt auf seine Bereiche WiMAX und WLAN konzentrieren und dort das Geschäft ausbauen.
[rl]
Mittwoch, den 28. Juni 2006
|
|
|
Eckdaten zum R600 aufgetaucht
Die Kollegen von X-Bit labs haben neue Informationen zum R600-Chip, von einer Firma die einen sehr guten Draht zu ATI haben soll, in Erfahrung bringen können. Nachdem der Chip sein Tape-Out – also das erste erfolgreiche Fertigen des Chips - bereits hinter sich gebracht hat, können nun die Fertigungsstätten, in diesem Fall bei TSMC, auf die Massenproduktion vorbereitet werden.
Da dies in der Regel noch einmal drei bis vier Monate in Anspruch nimmt, scheint ein Release gegen Ende des Jahres, oder sogar noch etwas früher, im Bereich des Möglichen zu liegen. Angesichts des sich immer weiter verschiebenden Erscheinungsdatum von Windows Vista (man denke an Direct3D10) und der Tatsache das ATI noch den R580+ Chip unter das Volk bringen will, erscheint dies aber eher unwahrscheinlich.
Von der technischen Seite ist bereits seit längerem bekannt, dass es sich beim R600 um einen Unified-Shader-Design handeln wird. Dementsprechend wird der Chip nicht mehr über getrennte Pixel- und Vertex-Shader-Einheiten verfügen sondern über sogenannte Unified-Shader, die sowohl Pixel-Shader als auch Vertex-Shader-Programme ausführen können.
Neu sind hingegen die Informationen das der R600 über 64 solcher Unfied-Shader-Einheiten, sowie 16 Texture Mapping Units (TMUs) verfügen soll. In Anbetracht dessen, dass das bisherige Flaggschiff R580 bereits über 56 Shader-Einheiten (48 Pixel-Shader-Einheiten und 8 Vertex-Shader-Einheiten) verfügt, scheint der Sprung auf dem Papier nicht außerordentlich groß zu sein.
Allerdings bleibt hierbei die Tatsache unberücksichtigt, dass der Chip durch gutes Load-Balancing unter Umständen wieder an Boden gut machen kann. Da in aktuellen Spielen die Vertex-Shader-Leistung einen eher weniger begrenzender Faktor darstellt, könnten in vielen Fällen vermutlich die meisten Einheiten zur Steigerung der Pixel-Shader-Leistung herangezogen werden. Wieviel der Chip letztendlich wirklich zu leisten vermag, bleibt aber abzuwarten und kann erst durch unabhängige Benchmarks aufgezeigt werden.
[ls]
Dienstag, den 27. Juni 2006
|
|
|
Netgear stellt Powerline HD zum Streamen von HD-Video vor
Der Netzwerkspezialist Netgear stellte heute seine Powerline HD-Produkte vor. Der Powerline HD Ethernet Adapter HDX101 ist in der Lage bis zu 200 MBit/s über das heimische Stromnetz zu übertragen. Verglichen mit derzeit aktuellen Lösungen für Netzwerk über das Stromkabel entspricht dies einem Zuwachs auf mehr als das doppelte an nomineller Bandbreite. Netgear nennt Digitale Videorekorder (DVR), Spielkonsolen, PCs, Internet-Spiele, Backuplösungen, oder (Video-) Streaming-Clients als angepeiltes Einsatzgebiet - also quasi alles. Dabei sollen, wie der Name des Produkts schon aussagt, auch bei HD-Content keine Bildruckler auftreten.
Über eine Quality of Service (QoS) Funktionalität inklusive eines Video-QoS genannten Modus sollen zeitkritische Daten mit größter Priorität transportiert werden, so dass keine Aussetzer auftreten. Für anzuschließende Geräte steht eine RJ45-Buchse zur Verfügung, so dass die Powerline-Technik vollständig transparent wie ein Netzwerkkabel erscheint, so dass keine Treiber notwendig sind und die Lösung damit betriebssystemunabhängig mit jedem Ethernet-fähigen Endgerät funktioniert. Administrieren lassen sich die neuen Powerline-Adapter über eine mitgelieferte Software. Diese Administrationsfeatures sind allerdings optional und nicht für das Funktionieren der Geräte notwendig. Sobald zwei HDX101 im gleichen Stromnetz eingesteckt sind, sollen sich diese automatisch finden und kommunizieren. Eine verschlüsselung der Daten zwischen den Powerline-Adaptern ist standardmäßig aktiviert. Die neuen Powerline-Adapter können mit den bisherigen HomePlug 1.0-kompatiblen Adaptern koexistieren, aber keine Daten austauschen.
Die HDX101-Adapter sind ab sofort zum Listenpreis von 139,- Euro bzw. 269,- Euro für das HDXB101-Bundle bestehend aus zwei Adaptern erhältlich.
[tm]
Montag, den 26. Juni 2006
|
|
|
Reverse HyperThreading — aus 2 mach 1?
Wieder einmal sind sie da. Die Gerüchte und Spekulationen um ein Feature, das alles bisher da gewesene auf den Kopf stellen könnte: Reverse-HyperThreading Technology. AMD soll es haben und Intel auch. Doch genaues weiß niemand. Vielleicht nicht einmal die Hersteller selbst. Doch worum geht es bei dieser bahnbrechenden Technologie, die — sofern sie tatsächlich existiert — vielleicht schon Ende Juli erstmals in die Öffentlichkeit treten könnte? Genau genommen geht es um Dual-Core-Prozessoren, die nach außen nicht mehr als zwei physische Prozessoren auftreten, sondern nur noch als eine einzige logische CPU. Eben genau das Gegenteil von HyperThreading, wo eine Recheneinheit nach außen auf zwei logische Prozessoren abgebildet wird.
Auf Basis dieser Information, die nebenbei bemerkt ebenfalls nicht gesichert ist, folgen nun halsbrecherische Rechnungen, die im besten Fall eine doppelte Prozessorleistung erwarten lassen. Und zwar auch und gerade in dem Fall, in dem eine Anwendung eigentlich nicht multiprozessorfähig ist, also nicht nebenläufig programmiert wurde oder werden konnte. Die CPU soll diese Art von Applikation erkennen und ihr nach außen anstelle von zwei Kernen nur einen anbieten, welcher intern wiederum die Befehle dieser Software auf beide Kerne verteilt.
Nun fragt man sich natürlich mit recht, wie das ganze im Detail ablaufen könnte und kommt leicht zum Ergebnis, dass diese Technologie in genannter Form aus echten "Single-Threaded-Anwendungen" auch keine Parallelisierung hinein optimieren kann. Die Rede ist hier insbesondere von Fällen, in denen Befehle zwangsläufig linear abgearbeitet werden müssen, weil eine Instruktion Ergebnisdaten einer vorherigen benötigt. Fragt man sich nun allerdings, welche Anwendungen nun tatsächlich von vorn bis hinten zwangsläufig linear ablaufen müssen, fällt auf, dass diese wohl die Seltenheit sein dürften.
Viel öfter tritt der Fall auf, dass die Entwickler beim Programmieren schlicht keine Möglichkeit in Betracht gezogen haben, mehrere Prozessoren als Basis zu verwenden, und damit folglich Anwendungen entstanden, die zwar äußerlich nicht mehrprozessorfähig sind, aber intern durchaus parallelisierbar wären. Und mindestens hier dürfte Reverse-HyperThreading durchaus Vorteile bringen, sofern es gut umgesetzt wurde. Arbeitsabläufe, die nicht zwingend voneinander abhängig sind, könnten dann quasi in Hardware gleichzeitig abgearbeitet werden.
In einem weiteren Fall mag hier der häufig auftretende Fall von Sprüngen und Fallunterscheidungen herhalten, dem die Proezessor-Hersteller bisher immer mit Sprungvorhersagen im Cache begegneten. Erweitert auf den möglichen Einsatz von mehreren Kernen könnte man die Fallunterscheidungen so weit ausbauen, dass die Kerne gleichzeitig für einen unterschiedlichen Fall weiter rechnen, solang der richtige Weg noch nicht klar ist. Dies hätte den Vorteil, dass zum entsprechenden Zeitpunkt bereits beide Lösungen vorlägen, die korrekten Daten genutzt werden könnten und der anderen Kern seine falschen Daten schlicht verwirft, ganz ohne Zeitverlust für die Verarbeitung. Der Shared-Cache unterstützt dieses Verfahren, weil aufwändige Datenübertragungen zwischen den Kernen wegfallen, die zusätzlich Zeit benötigen würden.
Insgesamt betrachtet mag diese Technologie also durchaus Vorteile bringen, auch wenn ihre vermeintliche Wunderwirkung, die rohe Leistung zweier Kerne auf einen einzigen zu vereinen, in der Realität wohl niemals anzutreffen sein wird.
Spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Aussicht, dass sich derartige Funktion sowohl bei AMD als auch bei Intel durch ein schlichtes BIOS-Update der entsprechenden Motherboards aktivieren lassen könnte. Tech-Report verweist hier auf einen Screenshot von einem Intel-BIOS mit einer Option zum Aktivieren der Core Multiplexing Technology, die im Kern dem Reverse-HyperThreading entsprechen soll. Die Kernfrage, ob eine derartige Technologie von Intel oder AMD tatsächlich den Markt erreichen wird, vermag zu aktueller Stunde wohl niemand zu beantworten. Hier bleibt wohl vorerst keine andere Wahl, als die Füße still zu halten und den Juli abzuwarten, wenn Intel und AMD ihre neuen Prozessoren einführen, waghalsige Sprünge bei den Preisen unternehmen und vielleicht auch offiziell Stellung zu den zahlreichen Gerüchten nehmen.
[rl]
WinFS endgültig aus Vista gestrichen
Microsoft hat in einem Entwickler-Blog mitgeteilt, dass die Datenbank-basierte Dateisystemerweiterung WinFS nun endgültig von der Windows Vista Funktionsliste gestrichen wurde. Teile des Systems werden zukünftig im Datenbankserver SQL Server und in der Entwicklerumgebung Visual Studio eingesetzt werden. Ursprünglich sollte WinFS beim damals noch unter dem Codenamen "Longhorn" bekannten Windows-XP-Nachfolger als Erweiterung des bisherigen NTFS-Dateisystem zum Einsatz kommen und verteilt gespeicherte Metainformationen über Dateien wie Autor, Inhalt, Name, etc. bereithalten. Dieses System sollte dann unter anderem ein sehr schnelles Auffinden von Daten ermöglichen. Ein ähnliches Prinzip verwendet Apple unter dem Namen Spotlight bereits seit einiger Zeit im Betriebssystem Mac OS X 10.4.
Nachdem der Termin für die Fertigstellung von Windows Vista von der ursprünglichen Planung für 2003 mehrfach verschoben wurde, sollte WinFS dann erst später als Update nachgeliefert werden. Anscheinend beansprucht die Fertigstellung von Vista derart viele Ressourcen bei Microsoft, dass die Arbeiten an WinFS den voraussichtlichen Auslieferungstermin von Anfang 2007 weiter verzögern würden. Zusammenfassend ist vom ursprünglichen Ansatz eines komplett neuen Windows nicht viel übrig geblieben. Neben der hardwarebeschleunigten Oberfläche und der damit verbundenen Änderung am Grafiksystem sind nahezu alle anderen Features gestrichen wurden. Neben WinFS wurde das Next-Generation Secure Computing Base mit einem sicheren Nexus-Kernel 2004 beerdigt und kürzlich auch die Unterstützung für den BIOS-Nachfolgers EFI herausgenommen.
[ch]
VDSL-Netz der T-Com einsatzbereit
T-Com-Vorstand Roland Kittel erklärte gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus, dass sein Unternehmen in sehr naher Zukunft die ersten VDSL-Anschlüsse für seine Kunden schalten könne. Los gehe es in Düsseldorf, Frankfurt, Fürth, Köln, Leipzig, Nürnberg, Offenbach und Stuttgart. In den versorgten Gebieten seien Kapazitäten für rund 50% der Haushalte verfügbar. Berlin, Hamburg, Hannover und München sollen noch vor Anpfiff der neuen Bundesliga-Saison am 11. August nachfolgen. Hintergrund für diesen Termin ist das Abkommen mit dem Pay-TV-Sender Premiere, der für die Deutsche Telekom nach dessen Verlust der Live-Rechte für die herkömmlichen Verbreitungswege die Ausstrahlungen produziert. Über VDSL werden in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen, je nach Zahlungsbereitschaft und Entfernung zum Verteilerkasten, bis zu 50 MBit/s möglich sein. Um diese für einfaches Surfen unnötigen Bandbreiten unnötigen Bandbreiten trotzdem an den Mann zu bringen setzt die Telekom voll auf Triple-Play, das neben Internetzugang und Telefonie eben auch ein Portfolio an TV-Angeboten umfasst, dessen Zugpferd die Bundesliga-Spiele sein sollen. Seitens Premiere soll eine Preisstruktur für die Bundesliga "zeitnah nach der Fußball-Weltmeisterschaft" bekanntgegeben werden.
Wie es mit dem Ausbau des VDSL-Netzes weitergeht bleibt dagegen nach wie vor offen. Am Wochenende berichtete die Wirtschaftswoche darüber, dass T-Com-Chef Walter Raizner mehr oder weniger offen damit drohe, die für den Ausbau eingeplanten 3 Mrd. Euro im Ausland zu investieren und den VDSL-Ausbau einzufrieren, falls die neu geschaffene Infrastruktur nicht zumindest für eine gewisse Zeit von der Regulierung im Telekommunikationsmarkt ausgenommen wird.
[tm]
Sonntag, den 25. Juni 2006
|
|
|
Webweites
Hardware
In einem höchst ausführlichen Artikel haben unsere Partner von den Lost Circuits sich mit den zahlreichen neuen Features beschäftigt, welche das BIOS auf der aktuellen AMD-Plattform mit Sockel AM2 zu bieten hat. Aus nahezu allen Bereichen von Spannungen für CPU und Speicher bis zu den ganzen unterschiedlichen Timing-Werten und Optionen wurde im BIOS Guide für den Athlon 64 so ziemlich alles erklärt, was der geneigte und technisch interessierte Leser für ein optimal Konfiguriertes System wissen muss.
Einem gänzlich anderen Thema haben sich die Kollegen von Au-Ja! zugewandt und betrachten mit der AeroCool PowerWatch eine Lüftersteuerung für den PC mit zahlreichen Zusatzfunktionen und weiteren Anschlüssen für zusätzliche externe Geräte. In einem weiteren Test wurde das Silverstone Temjin TJ08 Micro-ATX Gehäuse auf Herz und Nieren untersucht, dass nicht nur im Aussehen Aufmerksamkeit erregt, sondern bei der Verarbeitung und dem Kühlkonzept punkten kann. Bedingt durch seine kleine größte dürfte es besonders für Anwender mit weniger Platz um den Schreibtisch von Interesse sein.
Ebenfalls mit einem Gehäuse der gehobenen Preisklasse beschäftigt sich Hartware und hat dafür ebenfalls in die Produktpalette von Silverstone gegriffen. Das Silverstone TJ07 Gehäuse kommt im ATX-Formfaktor und besticht durch sein Aluminium-Äußeres. Wie weit auch das Innere überzeugen konnte, überprüfen die Kollegen an ihrem Testexemplar. Aus der Reihe der Heatpipes kommt der Zaward Quattro Quad-Heatpipe Kühler, der mit seinem aufwändigen Kühlkonzept für Kühle Prozessoren sorgen soll. Antreten darf das Modell gegen die ebenbürtige Konkurrenz aus dem Hause Zalman und zahlreiche andere Luftkühler, die sich in Sachen Kühlleistung und Lautstärke messen lassen durften.
Software
WinTotal hat sich diese Woche mit dem CyberLink PowerDVD 7 Deluxe beschäftigt und in einem Artikel untersucht, wie weit die Software sich gegen ihre Vorgängerversion behaupten kann und sich ein Upgrade lohnt. Neu hinzugekommen sind neben einer neuen Benutzeroberfläche insbesondere weitere Codecs für Audio und Video, sowie spezielle Funktionen für Notebook-Benutzer. Abgerundet wird das Review von zahlreichen Screenshots aus dem Betrieb, die einen ersten Eindruck vermitteln.
Mit Hot Dogs Hot Girls hat sich die Spieleflut einen Wirtschaftssimulation auf den PC geholt, die neben reizenden Frauen als Bedienungen, den Aufbau einer Fastfood-Kette thematisiert. Das Spiel kann dabei durchaus positive Kritik ernten und dürfte nicht nur für Fans des Genres einen Blick wert sein. Mit dem Adventure Dreamfall: The Longest Journey, das die Spieleflut bereits vor einiger Zeit begeistert in einer Vorabversion getestet hatte, findet sich nun eine wahre Perle am PC-Spiele-Himmel. Es vermag neben seiner guten Grafik vor allem durch seine interessante Geschichte zu begeistern und lockt dem Autor neben ein paar Sticheleien hier und da überwiegend begeisterte Worte hervor.
Lesetipp
Unserem Lesetipp möchten wir diese Woche einen Rückblick auf die diesjährige Computex 2006 widmen, über den Tech-Report einen guten allgemeinen Überblick vermittelt. Anhand zahlreicher Bilder präsentiert der Artikel die wichtigsten technischen Neuheiten der Messe von allen namhaften Herstellern und vermittelt somit auch einen guten Ausblick, was die nächste Zeit noch zu erwarten ist. Wer sich also zwischen den heißen Sommertagen noch einmal in Ruhe durch die Messestände klicken möchte, findet dort einen guten Ausgangspunkt für einen entspannten virtuellen Rundgang.
[rl]
Samstag, den 24. Juni 2006
|
|
|
AMD: Entscheidung für New York gefallen
Der Prozessorhersteller AMD hat entschieden das nächste Werk im Luther Forest Technology Park in Stillwater, New York zu bauen. Nach einem Bericht der EETimes beträgt die Investionssumme für das 300-mm-Wafer-Werk 3,5 Mrd US-Dollar und soll 1200 Menschen Beschäftigung bieten. Während des Baus, der frühestens im Jahre 2010 beendet sein wird, werden ca. 2000 Bauleute benötigt. Die Standortwahl wurde mit der Vergabe von 1 Mrd. US-Dollar Subventionen maßgeblich beeinflusst.
Bei einem Pressetermin ließ der Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzende von AMD Hector Ruiz durchklingen, dass in dem neuen Werk Chips mit Strukturgrößen von 32 nm produziert werden sollen. Derzeitiger Stand der Technik sind 90 bis 65 nm. Erst vor wenigen Wochen verkündete AMD außerdem den weiteren Ausbau des hiesigen Standorts Dresden mit einer Investitionssumme von insgesamt 2,5 Mrd. US-Dollar.
[ch]
Qimonda will Stammgeschäft neu ausrichten
In den nächsten zwei Jahren will der Halbleiterhersteller Qimonda, den Infineon kürzlich ausgegliedert hatte und als eigenständiges Unternehmen noch in Bälde an die Börse bringen möchte, sein Chipangebot vollkommen neu ausrichten. Während zur Zeit sogenannte Standardprodukte wie DRAM-Chips für PC-Speicher den wichtigsten Umsatzträger stellen, wolle man nach Informationen der Financial Times in Zukunft deren Gewicht auf 50 Prozent der gesamten Angebotspalette drücken. Stattdessen plane man das verstärkte Engagement bei Spezialanwendungen, die im Gegensatz zu den Standardchips deutlich höhere Gewinnmargen ermöglichen könnten und weniger abhängig vom stark schwankenden Preis im PC-Markt sind.
So erwirtschaftete Infineon 2005 den überwiegenden Anteil seines 2,8 Milliarden Euro hohen Umsatzes in diesem Standardgeschäft, welches aufgrund der enormen Schwankungen aufgrund des hohen Konkurrenzdruckes hohen Risiken ausgeliefert ist. Dies war auch der Grund, warum Infineon dieses Geschäft ausgliederte und sich selbst auf weniger riskante Logik-Chips konzentrierte.
Damit scheint Qimonda nun dem Weg zu folgen, den Konkurrenten wie Samsung oder Elpida bereits seit einiger Zeit gehen. Beide Hersteller stützen ihr Geschäft seit langem auf mehrere Standbeine und diversifizieren ihr Angebot mit Spezialanwendungen für Mobiltelefone oder Spielekonsolen. Qimonda konnte mit dem Großauftrag von Microsoft zur Produktion von Chips für die Grafikkarten der XBox 360 einen ersten Schritt in diese Richtung gehen, dessen Volumen im ersten Quartal rund 16 Prozent des Umsatzes ausmachte. Mit Spezialchips für Server und Datenbanken wolle das Unternehmen in Zukunft zudem an der Marktführerschaft von Samsung in diesem Bereich der Infrastruktur-Chips kratzen.
[rl]
Intel eröffnet dritte 65-nm-Fabrik in Irland
Der Halbleiterexperte Intel hat im irischen Leixlip sein drittes Werk zur Produktion von Prozessoren auf Basis von 65-nm-Strukturen eröffnet. Die Fabrik ist die erste ihrer Art in Europa, nachdem das Unternehmen bereits in Arizona und Oregon zwei Stätten zur Fertigung bereit hält. Intel hatte in den Bau der Fabrik rund zwei Milliarden US-Dollar investiert, welche nun auf 300 Millimeter großen Siliziumscheiben die Prozessoren der neuesten Generation mit der neuesten 65-Nanometer-Technologie produziert.
Damit ist Intel nun als erster in der Lage über die Hälfte seiner CPU-Kerne in dieser Fertigungsgröße zu produzieren, während die Konkurrenz entsprechende Schritte erst im kommenden Jahr vorsieht. Der Vorteil äußert sich nun vor allem in den größeren Stückzahlen, die sich zu niedrigeren Kosten herstellen lassen und damit einen Preisvorsprung erzielen. Zudem arbeiten die kleineren Kerne deutlich energiesparender als vergleichbare Kerne auf Basis älterer Technologien. Ab 2008 will Intel schließlich den nächsten Schritt auf 45 Nanometer vollziehen.
[rl]
Freitag, den 23. Juni 2006
|
|
|
DADVSI: "Vermittlungsausschuß opfert Interoperabilität"
So beschreibt Richard Cazenave (Regierungspartei UMP), der im März noch für das Gesetz gestimmt hatte, die Ergebnisse, die der Vermittlungsausschuß zu DADVSI abgeliefert hat, in seinem Blog. Wie ich öffentlich bekannt gegeben habe, bestätige ich, daß ich gegen den Entwurf stimmen werde, mit diesen Worten beginnt er seine Stellungnahme. Erst vorgestern hatte er sich skeptisch gezeigt im Hinblick auf die gestrige Sitzung.
Der Vermittlungsausschuß habe zwar Interoperabilität als Prinzip bestätigt, habe jedoch so viele Bedingungen auferlegt, daß diese wirkunsglos sei, schreibt er weiter. Erfreut zeigte er sich, daß das Amendement Vivendi Universal wieder in den Zustand versetzt wurde, den die Assemblée nationale beschlossen hatte, d.h. daß vom Verbot von P2P-Software solche Software ausgeschlossen ist, die der Forschung, der gemeinsamen Arbeit und dem legalen Dateitausch dient.
Der Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres hatte im Senat die Löschung der Ausnahme gefordert, nachdem er in der Assemblée nationale deren Einführung gefordert hatte.
Richard Cazenave schließt sich nun auch erstmals der Interpretation an, daß es praktisch keine Software gebe, die nicht durch die Ausnahmen gedeckt sei, und daß diese Ausnahmen "jede Möglichkeit der Strafverfolgung auslöschen". Gar nicht anfreunden kann er sich mit der Beweislastumkehr im Falle des Mißbrauches eines Internetanschlusses durch dritte.
Er stellt fest, daß die Softwareriesen, die für den Mißbrauch ihrer Vormachtstellung bekannt seien, übermäßig beschützt werden, und daß insgesamt das Gleichgewicht zwischen Schutz von Autoren gegen illegales Kopieren (Verbot der Umgehung von technischen Schutzmaßnahmen) ihrer Werke und Schutz der Rechte der Verbraucher (durch die weitreichende Interoperabilitätsklausel), welches die Assemblée nationale im März gefunden habe, nicht mehr bestehe.
Die Vorlage befindet sich seit über 6 Monaten im Dringlichkeitsverfahren und soll am 30. Juni endgültig von den beiden Kammern des Parlamentes, Assemblée nationale und Senat, abgesegnet werden. Danach muß sich der Conseil Constitutionnel zur Verfassungsbeschwerde äußern, die die Sozialisten einreichen werden. Im März hatte auch Christine Boutin (UMP) angekündigt, eine Verfassungsbeschwerde zumindest gegen das Amendement Vivendi Universal zu unterstützen.
[an]
Sony, Samsung, Blu-Ray und HD-DVD
Vor 10 Tagen berichteten wir über die Verschiebung des Sony BD-Players auf August, nachdem er bereits einmal für Mai angekündigt war.
Nun hat Sony noch einmal eine Verschiebung des Gerätes angekündigt, und zwar auf 25. Oktober. Der Grund für die erneute Verschiebung des Verkaufsstarts ist noch nicht klar.
Während dessen bestätigte Samsung, so berichtete The Inquirer, an einem Kombo-Player zu arbeiten, der nicht nur Blu-Ray oder HD-DVD liest, sondern mit beiden Formaten arbeitet. Der Start des Komboplayer ist für Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres vorgesehen.
[an]
Donnerstag, den 22. Juni 2006
|
|
|
DADVSI: Parodie über die Demokratie im Vermittlungsausschuß
So beschreibt Christian Paul in seinem Blog das, was sich heute morgen im Vermittlungsausschuß zur französischen Urheberrechtsreform abgespielt hat, nachdem gestern die Befürworter von Interoperabilität noch einmal einen offenen Brief geschrieben hatten.
Christian Paul, Patrick Bloche, Serge Lagauche und David Assouligne, die für die Sozialisten und damit für die Opposition im Vermittlungsausschuß saßen, verließen aus Protest selbigen nach etwa einer Stunde. Sie drückten damit aus, diese Form der vorgetäuschten Demokratie nicht zu unterstützen.
Um zu viel Klarheit zu unterbinden wurde dafür gesorgt, daß die Repräsentanten der Opposition 55 neue Änderungsanträge erst während der Sitzung entdeckten, und ihnen wurde nicht erlaubt, sich diese Antrage ernsthaft anzuschauen. Einige davon machen das Gesetz noch schärfer als die Version des Senates, vor allem bezüglich der Interoperabilität, von der der Senat so schon nicht viel übrig gelassen hatte.
Auch wenn Renaud Donnedieu de Vabres das von ihm angestrebte Verbot freier DVD-Player unter Androhung von 3 Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe für das Abspielen einer DVD unter Linux nicht durchsetzen konnte, so scheint er dennoch erreicht zu haben, daß Frankreich doch nicht das erste Land in Europa wird, welches im Gesetz festhält, daß man ein legal erworbenes Werk auch lesen bzw. abspielen kann. Diese Vision hatte Richard Cazenave in seinem Blog geäußert, kurz bevor die Assemblée nationale die Interoperabilitätsklausel beschlossen hatte.
Die Vorlage des Vermittlungsausschusses muß nun noch von der Assemblée nationale und vom Senat abgesegnet werden. Im Senat hat die Regierungspartei UMP nur 45%, und der Koalitionspartner UDF enthielt sich lediglich im Mai, um den Vermittlungsausschuß erst einmal arbeiten zu lassen. Gefällt der UDF die Vorlage überhaupt nicht, kann sie zusammen mit der Opposition eine Ablehnung erreichen. Dann kommt es zur zweiten Lesung in der Assemblée nationale.
[an]
MSI präsentiert passiv gekühlte GeForce 7900 GT
Bereits auf der Computex angekündigt, ist MSI mit der NX7900GT-VT2D256EZ der erste Hersteller der offiziell ein passiv gekühltes Modell aus der GeForce-7900-GT-Reihe vorstellt. Albatron hatte zwar ebenfalls auf der Computex ein vergleichbares passives Modell angekündigt, bleibt aber bisher ein solches Produkt schuldig. In Zeiten in denen Grafikkarten mit eigens entworfene Kühllösung nur noch selten am Markt zu finden sind, wird diese Meldung gerade diejenigen Anwender erfreuen, die ansprechende Leistung bei niedriger - bzw. in diesem Fall lautloser - Geräuschkulisse fordern.
Von der technischen Seite gesehen, hält sich MSI gänzlich an die Vorgaben von NVIDIA, wodurch der GPU-Takt bei 450 MHz liegt, während der 256 MB große GDDR3-Speicher mit 660 MHz taktet. Des Weiteren vefügt die Karte über zwei DVI-I-Ausgänge sowie einen Video-Ausgang mit HDTV-Unterstützung. Trotz der Tatsache, dass der Kühler aus jeweils einem Kühlelement an Vorder- und Rückseite besteht die über eine Heatpipe miteinander verbunden sind, belegt die Karte laut MSI nur einen Slot.

Als Zubehör liegt der Karte unter anderem, wie bereits bei der aktiv gekühlten Version der NX7900GT, eine Vollversion des Autorennspiel GT Legends bei. Die NX7900GT-VT2D256EZ ist ab Sofort verfügbar. Als unverbindliche Preisempfehlung gibt der Herstellter 299 Euro an, die allerdings schon von einigen Händlern mit Preisen von rund 270-280 Euro unterboten wurde, womit die Karte in etwa im gleichen Preissegment wie die aktiv gekühlten Kontrahenten liegt.
[ls]
Neuer Artikel online: BenQ DW1655 vs. Lite-On SHW-16H5S
Obwohl mit der Geschwindigkeit das Ende der Fahnenstange (beinahe) erreicht ist, erscheinen immer mehr neue Brenner auf dem Markt, die sich in ihrer Spezifikation immer weniger voneinander unterscheiden. Ein DVD-Brenner kann sich heutzutage also nicht mehr auf Grund noch größerer Zahlen auf der Verpackung durchsetzen, sondern am ehesten durch Qualität von der Konkurrenz abheben. Die immer länger werdenden Listen unterstützter Medientypen oder neuer Technologien entfernen bei einigen Nutzern wohl eher den letzten Rest an Klarheit.
Diesmal treten zwei DVD-Brenner gegeneinander an, die zwar keine Unterstützung für DVD-RAM beinhalten, dafür aber mit LightScribe-Fähigkeit ausgestattet sind. Eine kurze Einführung in LightScribe findet sich im Review des BenQ DW1625. Ob uns die beisen Kontrahenten jeweils überzeugen konnten, erfahrt Ihr in unserem Artikel

[bf]
Mittwoch, den 21. Juni 2006
|
|
|
Microsoft arbeitet an Direct Physics
Aus der Beschreibung einer Stellenanzeige von Microsoft geht nach einem Bericht von ExtremeTech hervor, dass der Software-Riese derzeit an einem Physik-SDK namens "Direct Physics" arbeitet. Demnach wurde bereits AGAEIAs Physik-Lösung PhysX von Microsoft lizenziert. Die Stellenausschreibung deutet aber auch darauf hin (Shaderprogrammierkenntnisse), dass an der Unterstützung von Physik-Beschleunigung durch Grafikchips gearbeitet wird, wie es derzeit bei NVIDIA und ATI mit der Havok-FX-Engine in Planung ist.
Die Situation ist in etwa vergleichbar mit den Anfängen der 3D-Grafikbeschleunigung vor mehr als 10 Jahren, als mit 3Dfx Glide, Rendition Speedy3D/RRedline und PowerVR mehrere Chip-Hersteller mit eigener API um die Vorherrschaft am Markt stritten. Erst Microsoft schaffte es mit DirectX - nach einigen Anfangsproblemen - eine universelle 3D-Schnittstelle bereit zustellen, welche heute 95% der 3D-Spiele nutzen. Sowohl für Spiel-Entwickler als auch für potentielle Käufer wäre die Einigung auf einen gemeinsamen Physik-Standard von Vorteil.
[ch]
ThePirateBay: USA drohte Schweden mit Handelssanktionen
Am 31. Mai wurden Server von ThePirateBay beschlagnahmt, auf Anordnung der USA hin, allerdings war ThePirateBay nach wenigen Tagen wieder online, da ThePirateBay damit rechnete, daß dies früher oder später passieren würde und Vorkehrungen getroffen hatte.
Bisher war klar, daß diese Aktion rechtlich auf wackeligen Beinen stand, vor allem die Tatsache, daß das ganze Rechenzentrum ausgeräumt wurde und somit viele unbeteiligte Seiten vom Netz gingen, die sich nun rechtliche Schritte vorbehalten.
Unklar war aber, wieso die Aktion dennoch durchgeführt wurde. Das hat sich nun geändert: Wie heise berichtet, drohten die USA den Schweden mit einem empfindlichen Übel, um zu erreichen, daß die schwedische Polizei die Aktion durchführte, genauer, die USA drohten mit Handelssanktionen.
Die USA nutzen ähnliche Mittel gegen Rußland: Die Seite AllofMP3, die Musik ohne DRM und preislich deutlich unter westlichen Anbietern verkauft, da sie keine Abgaben an die RIAA abführen muß und die RIAA keine Preise diktieren kann, soll geschlossen werden, ehe Rußland der Welthandelsorganisation WTO beitreten darf.
[an]
DADVSI: Offener Brief der Befürworter von Interoperabilität aus der UMP
In einem offenen Brief an ihren "Chef" Bernard Accoyer erklären 12 Abgeordnete der Regierungspartei UMP, darunter auch die bereits öfter im Zusammenhang mit verbraucherfreundlichen Standpunkten genannten Richard Cazenave und Bernard Carayon, ebenso wie Alain Suguenot, der die Kulturflatrate favorisiert, noch ein letztes mal ihren Standpunkt, bevor morgen 9h30 der Vermittlungsausschuß zusammenkommt, um einen Kompromiß zwischen den Vorlagen der Assemblée nationale und des Senats auszuhandeln. In diesem Brief nehmen die Abgeordneten Stellung zu den Ergebnissen der Vorverhandlungen, die es bisher gab.
Interessant ist, daß - entgegen sonstiger Praktiken - im Vermittlungsausschuß nicht die sitzen werden, die am meisten zur Debatte beigetragen haben, sondern die, die nicht durch abweichende Meinungen aufgefallen sind. Dazu gehört zum Beispiel Thierry Mariani, der außer einer Unterschrift unter das Amendement Vivendi Universal (welches die Anstifung zur Verwendung und die Herstellung von P2P-Software mit 3 Jahren Haft und 300.000 Euro Strafe belegen soll) nicht sonderlich viel beigetragen hat, und Dominique Richard, der kritisierte, daß die Opposition den Verbraucherschützern Räume zur Verfügung gestellt hatte, der aber nichts gegen die Verteilung von Downloadgutscheinen in der Assemblée nationale am 20. Dezember wenige Stunden vor Beginn der Debatte hatte.
Zur Interoperabilität drücken Sie ihr Bedauern aus, daß nicht der von der Assemblée nationale abgesegnete Entwurf beibehalten wird. Dieser Entwurf sah vor, neben Anspruch auf (nahezu kostenlose) Herausgabe der nötigen Dokumentation zur Herstellung von Interoperabilität auch ausdrücklich die Veröffentlichung des Quellcodes eines Programmes, welches DRMisierte Dateien abspielen kann, zu erlauben. Um Unternehmen zu begegnen, die sich weigern, sich an solche Gesetze zu halten, wurde zusätzlich die Dekompilation zugelassen, um diese Informationen zu erhalten.
Positiv äußern sie sich darüber, daß zumindest einige Punkte beibehalten werden, und zwar:- daß technische Schutzmaßnahmen nicht verhindern dürfen, daß Interoperabilität auf effektive Weise hergestellt werden kann
- daß die Informationen für die Herstellung von Interoperabilität in einem offenen Standard bereitgestellt werden müssen
- daß die unabhängige Autorität für technische Schutzmaßnahmen nur noch die Herausgabe solcher Informationen anordnen kann, aber nicht mehr zusätzliche Bedingungen dafür festlegen kann
- daß das von Vivendi Universal vorgelegte Amendement Vivendi Universal wieder in die entschärfte Form zurückversetzt werden soll
Negativ äußerten sie sich über die Veweislastumkehr beim Mißbrauch eines Internetanschlusses durch dritte im Artikel 14 Ter A. Hier muß der Inhaber nachweisen, daß er betrogen wurde bzw daß er nicht verhindern konnte, daß dies geschieht. Der ISP soll dazu Sicherheitsmaßnahmen vorschlagen, die der Inhaber zu befolgen hat. Ebenso scheint es Pläne zu geben, den Artikel 14 quater noch zu erweitern: Bisher sieht er vor, daß der Hersteller einer Software, die für Urheberrechtsverletzungen in kommerziellem Ausmaß mißbraucht wird, dazu gezwungen werden kann, etwas zu tun, um diesen Mißbrauch zu begrenzen oder zu verhindern. Anscheinend ist geplant, diesen Artikel zu erweitern. Michel Thiollière, Berichterstatter im Senat zu DADVSI, bemängelte die Rechtsunsicherheit, die eine solche Klausel mit sich bringt, aus bisher ungeklärten Gründen wurde der Plan, einen Löschantrag zu stellen, aber verworfen, und der Artikel stattdessen beibehalten. Einen Kommentar dazu gab er nicht ab. Der Artikel 14 quater wird auch manchmal als "ziviles Amendement Vivendi Universal" bezeichnet und bildet dann zusammen mit dem oben genannten Amendement Vivendi Universal "Les Amendements Vivendi Universal".
Ebenso brauchten sie ihre Abneigung zum Ausdruck darüber, daß es möglich ist, die Veröffentlichung eines Quellcodes zu verbieten, der geschützte Dateien lesen kann, und darüber, daß jemand, der eine interoperable Software herstellt, die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme garantieren muß.
Die 12 Unterzeichner des Briefes stellen fest, daß die negativen Punkte so negativ sind, daß sie die positiven Aspekte praktisch kompensieren und fordern noch einmal dazu auf, der Philosophie zu folgen, nach der Interoperabilität ein Recht sein muß und die Entwicklung freier Software in Frankreich unterstützt werden muß. Sie hoffen, daß einige Punkte noch klargestellt werden und wünschen, so bald wie möglich über den engültigen Standpunkt, den die UMP morgen vertreten wird, informiert zu werden.
[an]
Dienstag, den 20. Juni 2006
|
|
|
Opera 9 verfügbar
Der norwegische Web-Browser Opera ist ab sofort in Version 9 erhältlich. Als Neuerungen gegenüber der Vorgängerversion ist die Unterstützung von Downloads mittels des Peer-2-Peer-Protokolls BitTorrent, Widgets (kleine Webanwendungen) und die Auswahl der Suchmaschine. Weiterhin ist es möglich diverse Einstellungen ähnlich wie bei Mozilla-basierten Browsern über die Adresse "opera:config" zu verändern. Neu ist zudem ein eingebauter Inhaltsblocker mit dem sich bestimmte Elemente von Webseiten ausblenden lassen. Komplett überarbeitet wurde der Installer, welcher jetzt eine universelle Setup-Routine für 30 Sprachen umfasst. Das komplette Changelog kann man hier nachlesen. Opera 9 ist für Windows, Mac OS X, Linux, Solaris und FreeBSD für diverse Architekturen verfügbar.
Download:
Opera 9 mehrsprachig, div. Plattformen
[ch]
Chinas Halbleiter-Industrie sucht Kooperation mit den USA
Der chinesische Vize Premier Zeng Peiyan hat nach Informationen der EETimes die Vereinigten Staaten dazu aufgefordert, im Halbleiterbereich engere Kooperationen einzugehen. Zugleich stellt man den verbesserten Schutz von Patenten für sogenannte Intellectual Property in Aussicht, um die firmeneigenen Entwicklungen besser vor Kopien verteidigen zu können. Peiyan hatte sich mit der U.S. Semiconductor Industry Association (SIA) getroffen und warb dort für den Ausbau an Forschungs- und Entwicklungsstandorten im Lande, um auch den Ingenieuren im Land die Möglichkeit zu geben, von den westlichen Technologien lernen zu können.
Um das Land allerdings für ausländische Investoren attraktiver zu machen, wird man zunächst mit dem Schutz von geistigem Eigentum und Patenten weitreichende Fortschritte erzielen müssen. Bisher galt das Land in dieser Hinsicht als extrem rückständig. Firmen, die eigene Technologie ins Land brachten, liefen ständig Gefahr, dass andere Unternehmen ihre eigenen Entwicklungen ausspionierten und schließlich billiger nachbauten. Ähnliche Probleme gibt es auch im Software-Bereich, wo die Anbieter überdurchschnittlich schwer mit illegalen Kopieren von Software zu kämpfen haben, welche schließlich landesweit günstiger weiterverkauft werden.
[rl]
Montag, den 19. Juni 2006
|
|
|
Radeon X1800 GTO2 von Sapphire im Anmarsch
Die Erweiterung GTO2 (hoch 2) dürfte den Meisten wohl noch von der X800 GTO-Reihe gut bekannt sein. Den gleichen Weg scheint der ATI Partner Sapphire nun auch bei der X1800 GTO-Serie mit der X1800 GTO2 zu gehen.
Die französische Hardware-Seite Clubic bietet bereits einen ersten Review der Karte, laut dem die X1800 GTO2 von der technischen Seite identisch zur bereits verfügbaren X1800 XL ist. Dementsprechend verfügt die Karte über 16 Pixel-Pipelines und agiert bei einem Takt von 500 MHz sowohl für Speicher als auch für die GPU, weshalb die Leistung identisch zu der, der X1800XL ist. In der Kühllösung unterscheiden sich die Modelle allerdings und so kommt bei der Sapphire X1800 GTO2 der Kühler von der X1900XTX bzw. XT zum Einsatz anstelle des flachen Kühlers der bei der herkömmlichen X1800 GTO und auch X1900 GT Verwendung findet.
Preislich soll sich die 512-MB-Version bei 230 Euro bewegen. Damit könnte sich die Karte zu einem wahren Preis/Leistungs-Sieger entpuppen. In welchem Preisrahmen sich die 256-MB-Version bewegen wird – die im Test von Clubic zum Einsatz kam – ist uns derzeit ebenso wenig bekannt wie die Frage, wann die Karten bei uns in den Handel kommen.
[ls]
Siemens und Nokia vereinigen Netzwerk-Sparten
Nach fast 160 Jahren trennt sich Siemens von seinem größten Firmenbereich und legt die eigene Netzwerk-Sparte mit der des finnischen Unternehmens Nokia zusammen. Der Teil des deutschen Elektronikriesen, welcher selbst fast 13 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und in über 160 Ländern fast 55.400 Mitarbeiter beschäftigt, wird nun mit dem Namen Nokia Siemens Networks unter der Führung des Nokia-Managers Simon Beresford-Wylie seinen Weg gehen, Peter Schönhofer von Siemens wird Finanzvorstand.
Das Joint-Venture mit Sitz in Helsinki, an dem beide Unternehmen jeweils 50 Prozent halten, soll vor allem neue Einsparungsmöglichkeiten eröffnen, die in der Forschung und Entwicklung zum Tragen kommen sollen. Bis 2010 will man jährlich rund 1,5 Milliarden Euro und insgesamt 10 bis 15 Prozent der Mitarbeiter einsparen, also rund 6000 bis 9000 Stellen.
Obgleich die Kommunikationssparte Com von Siemens gemeinsam mit dem Partner NEC weltweit einer der größten Anbieter von Netzwerklösungen für die neueste Mobil-Technologie UMTS darstellt, mit der nach eigenen Angaben fast 90 Prozent der Netzteilnehmer kommunizieren, zeigte sich die Sparte als vergleichsweise Umsatzschwach gegenüber den anderen Bereichen des Konzerns und verfehlte in den vergangenen Jahren regelmäßig die selbst gesetzten Ziele.
Mit diesem Schritt entledigt sich Siemens nach dem Mobil-Bereich, der an BenQ verkauft wurde, nun vom zweiten problematischen Standbein, sodass im Endergebnis faktisch nur noch die defizitäre Software-Sparte SBS übrig bleibt, welche ständig mit negativen Ergebnissen auf sich aufmerksam macht. Auch hier spekulieren schon mehrere Marktbeobachter auf eine baldige Abspaltung, eventuell in ähnlicher Form wie sie nun mit Siemens Com vorgelegt wurde.
Die Teilhaber zeigen sich über diesen Schritt bisher überaus erfreut. Die Aktie von Siemens konnte um zeitweise bis zu 8 Prozent zulegen und notiert derzeit bei rund 66 Euro, aber auch Nokia verbuchte positive Kursauschläge um bis zu 5 Prozent, bis sich der Kurs letztendlich bei 16 Euro einpegelte. Nun muss sich zeigen, ob der Zusammenschluss beider Unternehmen, die in ihren Bereichen über längere Zeit durchaus einen hohen Grad an Erfahrung bewiesen haben, langfristig auch für das neue Joint-Venture rentiert.
[rl]
In Zukunft Speicher-Controller und Grafik in den Prozessor
AMD hat es schon, Intel will es noch, zumindest irgendwann in der Zukunft: Der Speicher-Controller kommt in den Prozessor. Und vielleicht, so stellt man in Aussicht, packt man die Grafikeinheit gleich mit dazu. Wie die X-bit labs berichten, gab Intel zwar an, auf kürzere Sicht derartige Schritte nicht geplant zu haben, doch langfristig dürfte auch der weltweit größte Prozessorhersteller dem Weg zur stärkeren Integration weiterer Controller und Einheiten weiter folgen, auch wenn man mit dem Core Duo bisher noch beweisen konnte, dass ein integrierter Speicher-Controller nicht zwingend nötig ist, um Leistungszuwächse zu erzielen.
Zur Zeit sprechen aus der Sicht von Intel mehrere Argumente gegen den Speicher-Controller in der CPU, der hauptsächlich die Zugriffslatenzen zu senken vermag und den Memory Controller Hub überflüssig macht. Erhöhte Leistungsaufnahme und größere Prozessorkerne bei gleichzeitig geringerer Flexibilität gegenüber den Herstellern in der Wahl des Speichers lassen den Hersteller vorerst bei altbewährten Architekturen bleiben. Den Einfluss der Latenzen wolle man stattdessen mit größeren Caches reduzieren. Bisher bereits bekannte Informationen, doch diesmal gespickt mit offiziellen Andeutungen von Dileep Bhandarkar auf einer Konferenz der Bear Stearns Security vergangene Woche. Intel werde "wahrscheinlich irgendwann den Speicher-Controller in die CPU integrieren", doch wann dieser Zeitpunkt gekommen sein könnte, wagte er noch nicht anzudeuten. Im gleichem Atemzug "plane Intel die Grafikeinheit in die CPU zu integrieren".
Deutliche Worte zu einem Thema, das in Bezug auf Intel bereits seit langer Zeit herumgeistert. So hatte Intel schon vor langer Zeit unter dem Codenamen Timna eine CPU in Planung, welche mit genau den genannten Funktionen — Speicher-Controller und Grafikeinheit — den Low-Cost-Markt aufrollen sollte. Bis zur Marktreife hatte man es seinerzeit allerdings nicht geschafft und legte das Projekt vorzeitig zu den Akten.
Mit der aktuellen Technologie, die theoretisch Prozessoren auf einer Fläche ermöglicht, die nur ein Drittel der Maße umfasst, die vor fünf Jahren aktuell waren, könnte dieser Weg aber auf jeden Fall wieder Aktualität gewinnen. Die Chipsatz-Branche zeigt eindrucksvoll den Trend, immer mehr Funktionen in einem einzigen Chip zu vereinen und dabei ständig günstigere Preise für den Verbraucher herauszuarbeiten. Mit ständig schrumpfenden Größen und dem Hang zu immer kleinerer Technik spricht langfristig natürlich auch nichts gegen einen Prozessor, der neben dem eigenen Kern noch weitere Funktionen beinhaltet. Nicht nur aus preislicher Sicht dürften sich hier interessante Systeme ermöglichen lassen, die dem Leistungsumfang aktueller Office-PCs in nichts nachstehen.
Konkrete zeitliche Ausblicke wird man an dieser Stelle vergeblich suchen, wenn man bedenkt, wie rasant die Entwicklung vorwärts treibt. Dennoch dürfen für den ersten Schritt die Anforderungen nicht zu überschätzen sein. Highend-Gamer werden auch in den nächsten Jahren weiterhin zur separaten Grafikkarte greifen, doch bei Computern der Einsteigerklasse für preissensible Märkte im OEM-Bereich, aber auch in den Entwicklungsländern spricht sicherlich nichts gegen diesen Schritt. Man darf also gespannt sein.
[rl]
Ebay integriert Skype in Auktionsplattform
Nach dem rund 2,6 Milliarden US-Dollar teuren Kauf des Voice-Over-IP-Anbieters Skype hat die Auktionsplattform Ebay die Software nun erstmals in das eigene Angebot integriert. So soll ab diesem Montag nach Ankündigung der Firmenchefin Meg Whitman auf der Nutzerkonferenz Ebay Live! in Las Vegas ein zusätzlicher "Skype Me"-Button zur Verfügung stehen, der vor allem bei teureren Auktionen mit relativ vielen Details wie etwa bei Immobilien, Autos oder Elektronik von den Anwendern für schnell Rückfragen genutzt werden kann. Das Auktionshaus zielt auf langfristige Sicht auf die Vernetzung der drei Dienste Ebay, Skype und PayPal, um ein umfassendes Angebot für den Online-Einkauf zur Verfügung zu stellen. Nach eigenen Angaben seien alle drei Bereiche bisher für sich schon überdurchschnittlich stark und bieten genügend Potenzial, um "zusammen noch mehr auf die Beine zu stellen".
[rl]
Sonntag, den 18. Juni 2006
|
|
|
Webweites
Hardware
Einen Ausflug zu den professionellen Grafikkarten-Serien der Quadro-Reihe von NVIDIA hatten unsere Partner der Lost Circuits bereits vor einiger Zeit einmal unternommen und die NVIDIA Quadro FX4500 näher betrachtet. Diese Woche folgt nun eine weitere Betrachtung der etwas günstigeren NVIDIA Quadro FX1400 und der Vergleich beider Modelle sowohl auf technischem Level als auch in Hinsicht auf Performance und Qualität. Um das Bild abzurunden, haben die Kollegen ebenfalls einen Vergleich zu aktuellen Gaming-Karten aus dem Mainstream-Bereich beigelegt, der eindrucksvoll die unterschiedliche Ausrichtung der Grafikkartenreihen demonstriert.
Der Planet 3DNow hat sich der weil mit einem weiteren Mainboard auf Basis des ATI Xpress 3200 Chipsatzes beschäftigt und dafür das Sapphire PC-A9RD580Adv unter die Lupe genommen. Das Modell mit Crossfire-Unterstützung für den Athlon 64 von AMD und reichhaltigem Funktionsumfang richtet sich besonders an die Spielergemeinde darf in einem ausführlichen Benchmark-Parcours und zahlreichen Tests zur Stabilität sein Können unter Beweis stellen.
Ebenfalls auf dem Crossfire-Zug fährt Au-Ja! und hat sich das MSI RD480-Neo2 Motherboard auf den Wagen geladen, das mit der ULI-1573-Southbridge ausgestattet ist. Wie sich das Modell gegen die Konkurrenz aus gleichem Hause behaupten kann, soll der Artikel herausstellen. Augenmerk wird dabei besonders auf die Kompatibilität mit dem Speicher gelegt, aber auch auf die Stabilität im Betrieb und natürlich die Performance verglichen zu anderen Systemen. Für Crossfire-Einsätze kamen zwei ATI RX1900 Crossfire Karten zum Tragen, die Au-Ja! bereits vorher in einem separaten Review genauer unter die Lupe genommen hatte.
Das traditionelle Kraftwerk im Computer stellt noch immer das Netzteil dar, das häufig Dreh- und Angelpunkt für einen problemlosen Betrieb unter schwierigsten Umständen symbolisiert und entsprechend hohe Anforderungen an die Qualität der Komponenten voraussetzt. Hartware hat sich nun das NesteQ 520W 0dB(A) Semi-Passiv Netzteil ins Labor geholt, um die Anforderungen zu überprüfen. Zugleich setzt das Netzteil mit seinem besonderen Kühlansatz auch an die Lautstärke bestimmte Maßstäbe, deren Einhaltung für ein nervenschonendes Arbeiten dringend beachtet werden sollten. Nun muss sich zeigen, ob außer den 530 Watt Leistung noch mehr unter der Haube steckt.
Leistungshungrige Systeme wollen aber auch gekühlt werden, sodass Hartware in einem weiteren Test den Thermalright SI-128 mit 8-mm-Heatpipes in Augenschein nimmt. Das Modell darf sich gegen die zahlreichen Modelle behaupten, die bereits vorher getestet wurden, und muss beweisen, wie weit es in Sachen Kühlleistung und Lautstärke mithalten kann.
[rl]
Freitag, den 16. Juni 2006
|
|
|
Microsoft kann Vista-Ansturm nicht bewältigen
Die Freigabe der zweiten Beta-Version von Microsofts kommenden Betriebssystem Windows Vista scheint den Software-Riesen aus Redmond etwas zu überfordern. So beklagen sich vor allem Interessenten der englischsprachigen Version über lange Wartezeiten. Im offiziellen Vista-Blog verteidigt sich Microsoft mit der Aussage, dass mit der Bereitstellung weiterer Kapazitäten das Internet überlastet würde. Diese Aussage ist nur schwer nachvollziehbar. Microsoft nutzt für die Verbreitung wie viele andere Firmen den Serverdienstleister Akamai der ein dezentrales Netzwerk betreibt, so dass die Downloads quasi immer vom technisch gesehen nächsten Server bezogen werden.
Weiterhin empfiehlt Microsoft die Beta 2 nicht von anderen Seiten oder über Bittorrent zu laden, da dort nicht sichergestellt sei, dass es Manipulationen am Inhalt gibt. Inzwischen musste sogar eine extra eingerichtete Torrent-Seite den Tracker nach Druck von Microsoft abschalten. Gerade eine P2P-Lösung wie Bittorrent wäre hier empfehlenswert, wenn es um die Verteilung großer Datenmengen an eine Vielzahl von Nutzern geht. Microsoft verweist als Alternative auf die Bestellung der DVD, die allerdings mit 16 Euro + MwSt zu Buche schlägt und mehrere Wochen Wartezeit erfordert.
Anscheinend hat Microsoft noch nicht Möglichkeiten des Internets verstanden. Linux-Distributionen vergleichbarer Größe werden bereits seit Jahren auf unabhängigen Mirror-Servern und seit einiger Zeit auch über P2P-Systeme verbreitet. Durch Checksummen wie MD5 ist es weiterhin möglich die Integrität der Daten sicherzustellen und somit Manipulationen nahezu auszuschließen.
[ch]
Grobe Zeitplanung der neuen High-End-Grafikchips
Der Inquirer spekuliert dieser Zeit einmal mehr über die Erscheinungszeiträume der kommenden Grafikchips im High-End-Segment. Demzufolge wird NVIDIAs G80 am Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals - sprich September oder Oktober - in den Markt eintreten. Als Gegner für den G80 von NVIDIA wird sich ATI vorerst mit dem Refresh-Chip R580+ begnügen, über den wir erst kürzlich berichteten.
ATIs Unified-Shader-Chip R600 soll laut diesen Informationen allerdings gar nicht so viel länger als die Konkurrenz auf sich warten lassen und ebenfalls noch Ende dieses Jahres erscheinen. Der Inquirer nennt hier sogar die Monate Oktober und November, wobei wir ersteren aufgrund der bisher vorhandenen Informationen, die alle in dem Punkt übereinstimmen, dass der R600 ein gutes Stück nach dem G80 erscheinen wird, als eher unwahrscheinlich einstufen.
[ls]
Donnerstag, den 15. Juni 2006
|
|
|
Wenn zwei sich streiten: Preiskampf zwischen Intel und AMD
Zwischen den beiden Prozessorexperten Intel und AMD ist ein wahrer Konkurrenzkampf ausgebrochen. Nachdem die Schmiede aus Sunnyvale im vergangenen Jahr verschiedenen Statistiken zufolge ihren Marktanteil auf bis zu 20 Prozent aufstocken konnte und selbst der langjährige Partner Dell auf einmal Systeme mit CPUs der Konkurrenz ausliefert, geriet Intel zunehmend unter Druck. Im Juli nun dürfte die erste bahnbrechende Änderung an der Preisstruktur auch der Kundschaft ein Lächeln auf die Lippen zaubern.
Paul Otellini selbst hatte für den Halbleiterexperten tiefgreifende Änderungen angekündigt, die sich zuletzt in Spekulationen zum Verkauf einiger Randsparten niedergeschlagen hatten. Weiterhin will das Unternehmen mit der Einführung zahlreicher neuer Produkte wie der nächsten Prozessorgeneration mit Doppelkernprozessoren und der neuen Mobile-Plattform Napa im zweiten Halbjahr wichtige Anreize setzen, um die Umsätze in Schwung zu bringen.
Verstärken soll den Effekt eine aggressive Preispolitik, die laut DigiTimes schon zum 23. Juli Preissenkungen der aktuellen CPUs von bis zu 60 Prozent durch alle Produktpaletten verspricht. Am stärksten Betroffen sind hier die bisherigen Single-Core-Prozessoren der Pentium-4-Reihe, deren Preisrahmen von bisher 163 bis 218 US-Dollar auf nur noch 65 bis 89 US-Dollar fällt. Sie rücken damit in den traditionell günstigen Preisbereich der Celeron-Prozessoren vor, doch auch diese erfahren rapide Vergünstigungen und decken künftig einen Rahmen von 30 bis 60 US-Dollar ab. Im oberen Preissegment finden sich dann nur noch ausschließlich Dual-Core-Prozessoren in Form des Pentium D und des Core Duo, deren Preisrahmen sich von vormals 209 bis 530 US-Dollar auf 93 bis 316 US-Dollar verschiebt.
Doch auch AMD steht nicht still und kündigte unmittelbar nach bekannt werden von Intels plänen selbst eine massive Preispolitik an, welche die eigenen Prozessoren ebenfalls deutlich günstiger macht. Stichtag ist hier nach letzten Informationen der 24. Juli — ein Tag nach Intels geplantem Preissturz. Auch hier ist der komplette Desktop-Bereich betroffen und verspricht für die Mainstream- und Highend-Prozessoren wie Athlon 64 X2 und Athlon 64 um bis zu 50 Prozent niedrigere Preise, während im Entry-Level-Bereich der Sempron 64 um bis zu 30 Prozent verbilligt.
Allein diese extremen Preisänderungen, die sich bereits seit einiger Zeit in Form von Gerüchten verbreiten, lassen besonders die Mainboard-Hersteller für das zweite Halbjahr hoffen. Nachdem die erste Hälfte von 2006 vergleichsweise gemäßigt verlaufen ist, rechnet nach Informationen der DigiTimes allein Asustek als größter Motherboard-Hersteller mit einem Zuwachs von 15 Prozent auf insgesamt 60 Millionen Einheiten für dieses Jahr. Doch auch die kleineren Hersteller wie Micro-Star International, Gigabyte oder Elitegroup rechnen mit positiven Effekten auf die Lieferzahlen. Durch die Preissenkungen der Prozessoren seien die eigenen Gewinnmargen kaum gefährdet, doch seien durch die günstigeren CPU-Preise mehr Kunden bereit ihre alten Systeme auf den aktuellen Stand zu bringen.
Man darf nun gespannt sein, welche Trümpfe die Prozessorhersteller noch im Ärmel haben. Intel bearbeitete bereits seit Monaten die Marketing-Trommel für seine neuen Dual-Core-Prozessoren mit Conroe-Kern. Nun muss sich zeigen, wie weit die Versprechen von Mehrperformance und Stromersparnis auch eingehalten wurden. Für AMD dürfte nach der Einführung von Intel erst einmal eine Durststrecke bis zum Jahresende anstehen, denn erst ab 2007 sind von dem Unternehmen grundlegend neue Produkte zu erwarten.
[rl]
DADVSI: Vermittlungsausschuß offiziell angekündigt
In der heutigen Abendsitzung des Senates wurde die Einberufung einer Commission Mixte Paritaire, also eines Vermittlungsausschusses, zu DADVSI offiziell angekündigt. Weder die Forderungen der Opposition noch die der Mehrheit konnten das verhindern: Erst hatte die UDF während der Fragen an die Regierung noch einmal gefordert, eine zweite Lesung zu organisieren, dann hatte der Fraktionschef Hervé Morin diese Forderung noch einmal bekräftigt.
Zu guter letzt hatten auch zwei Abgeordnete der UMP, Richard Cazenave und Bernard Carayon, die Meinung geäußert, daß der Senat nicht nur die Interoperabilität von einem Recht zu einer Verhandlungssache degradiert hatte, sondern auch beschlossen hatte, daß man sich strafbar macht, wenn der eigene Wireless-Zugang "piratisiert" wird, und, um noch eins draufzusetzen, den ersten Schritt in Richtung Filterung des Internets gemacht hat. Die beiden Abgeordneten sind der Meinung, daß diese gravierenden Änderungen keine Commission Mixte Paritaire rechtfertigten, sondern eine zweite Lesung nötig sei.
Der Kulturminster Renaud Donnedieu de Vabres hatte am 9. März zugesichert, im Falle gravierender Abweichungen zwischen den beiden Varianten der Assemblée nationale und des Senats eine zweite Lesung zu gestatten, er sieht jedoch keine gravierenden Unterschiede. Inoffiziell heißt es, der Premierminister Dominique de Villepin habe es ihm verboten.
Zwar versicherte er nun, die CMP werde die Interoperabilitätsklausel der Assemblée nationale übernehmen, in Anbetracht der unglaublichen Manöver, die er bisher gefahren hat, um das Gesetz durchzuboxen, werden solche Versprechungen aber mit äußerster Vorsicht gesehen.
Erst hatte er eine Veranstaltung mit Verteilung von Downloadgutscheinen an die Abgeordneten am 20. Dezember wenige Stunden vor Beginn der Debatte organisiert. Dann beschloß er die Wiedereinführung eines zurückgezogenen Artikels, den er zurückgezog, weil das Parlament ihn gegen seinen Willen verändert hatte, und den er wiedereingeführte (samt Aufforderung, ihn abzulehnen), weil der Rückzug des Artikels negative Signale vom Verfassungsrate nach sich zog. Zu guter letzt hält er sein Versprechen einer zweiten Lesung nicht.
Eine zweite Lesung wird es trotzdem geben, wenn die Vermittlung, die inoffiziellen Quellen zufolge am 22. Juni stattfinden soll, scheitert.
[an]
Qimonda erhält Großauftrag von Microsoft, Dresden wird Nano-Forschungszentrum
Die kürzlich abgespaltete Speichertochter Qimonda vom Technologieunternehmen Infineon kann sich für die nächste Zeit auf einen großen Auftrag von Microsoft freuen. So soll das Unternehmen Speicherchips für die XBox 360 liefern, über deren Gesamtvolumen jedoch Stillschweigen vereinbart wurde. Der Vorteil des langfristigen Auftrags liegt in der verminderten Schwankung der Produktionszahlen, wie sie im Halbleitergeschäft häufig anzutreffen sind. So kann Qimonda mit gesicherten Preisen und Aufträgen über mehrere Jahre deutlich besser kalkulieren. Pro gebauter Konsole von Microsoft sollen acht GDDR3-Chips von Qimonda für die Grafikeinheit zum Einsatz kommen.
Mit der Technischen Universität Dresden ist Qimonda zudem auf dem Weg, eine Kooperation in der Forschung und Entwicklung der Nanotechnologie einzugehen. Gemeinsam wolle man in Zukunft nanoelektrische Materialien und Geräte entwickeln. Gefördert wird das Joint-Venture von der sächsischen Regierung, deren aktueller Ministerpräsident Milbradt bei den Vereinbarungen mit vertreten sein wird.
Damit sichert sich Sachsen ein weiteres Standbein auf dem weltweiten Technologie-Markt und erweitert den Standort Dresden, der bereits europaweit durch seine zahlreichen Technologie-Firmen als Silicon Saxony bekannt ist, um eine weitere zukunftsträchtige Branche. Infineon befindet sich bereits seit geraumer Zeit in Dresden und entwickelte und fertigte dort zahlreiche Halbleiterelemente.
[rl]
Mittwoch, den 14. Juni 2006
|
|
|
SiS plant erste DDR3-Chipsätze für Ende 2007
Der taiwanische Chipsatzexperte SiS plant laut aktuellen Roadmaps den ersten Chipsatz namens SiS665 mit DDR3-Speicher-Interface für die nächsten Intel-Systeme für Ende 2007. Die Serienproduktion solle dann nach Informationen der DigiTimes zu Beginn des darauf folgenden Jahres anlaufen. Zusätzlich stünden für Anfang 2007 die ersten Chipsätze für AMD- und Intel-Plattformen auf Basis der 80-nm-CMOS-Technik des taiwanischen Auftragsfertigers United Microelectronics auf dem Plan. Konkret handelt es sich hierbei um den SiS772 beziehungsweise den SiS672, von denen erste Testexemplare im zweiten Quartal 2007 erwartet werden.
Konkrete Informationen zum SiS662 sind zur Stunde allerdings noch rar. Neben geplanten Samples im dritten Quartal 2007 und der Produktion ab 2008, soll die Northbridge auch zwei Speichercontroller enthalten, von denen jeweils einer DDR2 und einer DDR3 unterstützt. Mehr Details dürften sich im Laufe des Jahres finden lassen, wenn auch die Prozessorhersteller weitere Informationen über ihre zukünftigen CPU-Generationen verraten. Man darf jedoch davon ausgehen, dass auch dieser Chip mit neuen CMOS-Technik des Halbleiterherstellers UMC gefertigt wird. Sowohl Intel als auch AMD planen in Zukunft den Einsatz der DDR3-Speichertechnologie. Während sich AMD aber durch die Integration des Controllers in den Prozessor selbst um den Speicherzugriff kümmert, greift Intel hier noch auf die Hilfe der Northbridge der Chipsätze zurück.
Für dieses Jahr werden zur Zeit die beiden Chipsätze SiS771 und SiS671 für AMD und Intel erwartet, von denen erste Samples im August und der Beginn der Massenfertigung im Oktober auf im Terminplan stehen. Parallel dazu setzt SiS die neue Southbridge SiS968 an, die erstmals mit nativem Serial-ATA II aufwarten kann. Während die Southbridge noch mit 0,15 Micrometerstrukturen gefertigt wird, kommt für doe Produktion der Norhtbridge die 110-nm-Technologie zum Einsatz.
Für den Servermarkt hält SiS zum Ende des Jahres lediglich den SiS761SX für Single- und Dual-Prozessor-Systeme für AMD-Systeme mit Opteron-CPU bereit. Für den Xeon-Pendant von Intel sei laut DigiTimes kein Chipsatz in Planung.
Neu wird bei SiS in Zukunft auch die Bündelung von Speichermodulen gemeinsam mit den Chipsätzen sein. Das Unternehmen hatte vor geraumer Zeit angekündigt, auch DRAM-Module herstellen zu wollen. Bisher machte das Chipsatzgeschäft bei dem taiwanischen Unternehmen 90 Prozent des Umsatzes aus. Man darf gespannt sein, wie sich die Speicher-Sparte in die Bilanzen einfügen wird.
[rl]
Dienstag, den 13. Juni 2006
|
|
|
Sony Blu-Ray-Player nun im August
Sonys Blu-Ray-Player BDP-S1 ist noch einmal verschoben worden, diesmal auf Mitte August.
Im Februar sollte der Start von Blu-Ray am 23. Mai erfolgen, durch die ständigen Verzögerungen bei der Verabschiedung des AACS-Standards für den Kopierschutz mußte der Start jedoch mitverzögert werden. Auch Samsung war davon betroffen.
Ob die neuerliche Verzögerung wieder etwas mit dem Kopierschutz zu tun hat, ist natürlich nicht zweifelsfrei festzustellen, es wäre jedoch durchaus denkbar.
[an]
Google Earth Beta 4
In der vierten Ausgabe von Googles 3D-Atlas Google Earth wurde hauptsächlich die Oberfläche überarbeitet. Hier gilt jetzt das Motto "weniger ist mehr". Weiterhin kann man bei der neuen Version mit Google Sketchup erstellte Objekte einfügen, also z.B. texturierte Gebäude. Aber auch die Plattformkompatibilität wurde erhöht. So gibt es jetzt neuerdings eine Linux-Version, wobei es sich anders als beim Bilderverwaltungsprogramm Picasa (Wine-Portierung) um eine echte Linux-Anwendung handelt. Unter Mac OS X ist seit der Beta 4 auch die native Unterstützung für die aktuellen Systeme mit x86er Prozessoren enthalten, was dort zu deutlichen Performancezuwächsen führen dürfte.
Download:
Google Earth 4 Beta für Windows 2K/XP, Mac OS X 10.3.9+ & Linux Kernel 2.4+
[ch]
Montag, den 12. Juni 2006
|
|
|
Intel präsentiert Trigate-FET
Im Vorfeld der VLSI Konferenz in Honolulu diese Woche präsentierte der Halbleiterriese Intel heute Morgen seinen Trigate-FET der Weltöffentlichkeit. Beim Trigate-FET handelt es sich um einen vielversprechenden Nachfolger des heutzutage in der Industrie gebräuchlichen planaren Metall-Oxide-Semiconductor Feldeffekttransistor (MOSFET).

Die Grundlage des Trigate-FET ist der sogenannte Fin-FET. Der Name kommt daher, dass der Kanal aussieht wie eine Flosse. Im Herstellungsverfahren werden die Fins auf ein gestrecktes Siliziumsubstrat aufgewachsen und anschließend vertikal geätzt. Der Name Trigate-FET stammt von der Tatsache, dass sich die Gateelektrode des Transistors auf drei Seiten rund um den schmalen Steg erstreckt. Damit kommt man dem Ideal des rundum vom Gate umgebenen Transistorkanals sehr nahe. In der Fachwelt unterscheidet sich der Fin-FET vom Trigate-FET durch das Aspektverhältnis zwischen Höhe und Breite des Stegs. Trigate-Transistoren sind schmaler als Fin-FETs, was dazu führt, dass sie eine vollständige Verarmungszone besitzen, was die Ladungsträgerbeweglichkeit im Kanal erhöht. Fin-FETs dagegen sind nur teil-verarmt.

Neben dem schon angesprochenen Strained-Silicon setzt Intel beim Trigate-Transistor auch auf ein high-k-Dielektrikum als Ersatz für Siliziumdioxid als Gate-Isolator. Intel selbst machte keine Aussagen, welches Material zum Einsatz kommt, wahrscheinlich ist aber eine Hafnium-Verbindung. Darauf lassen zumindest Veröffentlichungen von anderen Unternehmen bzw. Forschungseinrichtungen schließen, die auf einem ähnlichen Entwicklungsstand bei Fin-FETs und ihren Varaianten sind. Die Gateelektrode besteht aus Metall, im Gegensatz zum bisherigen Polysilizium. Aus der Austrittsarbeit der verwendeten Metallverbindung ergibt sich auch die Einsatzspannung des Transistors, da die "Flossen" fürgewöhnlich aus intrinischem, d.h. undotierten, Silizium aufgewachsen werden. Bei planaren Transistoren bestimmt neben der Gateelektrode auch die Dotierstoffkonzetration im Kanal die Einsatzspannung. Daher sind in der Literatur bislang noch keine Techniken zu finden, mit denen sich Fin-FETs mit besonders hoher oder besonders niedriger Einsatzspannung in der gleichen Schaltung herstellen lassen, was eigentlich notwendig wäre. Ob Intels Newcomer hier Abhilfe schaffen kann, wurde nicht erwähnt. Wir gehen aber davon aus, dass hier noch Forschungsbedarf besteht. Mehr über die Details der Technologie und die Unterschiede zu bereits veröffentlichten Trigate-Konzepten wird man wohl erst sehen, wenn nach der Konferenz das vollständige Paper erhältlich ist.
In Hinblick auf den praktischen Einsatz spricht Intel von der Chance bis zu 45% Geschwindigkeit verglichen zum gleich großen planaren MOSFET zu gewinnen oder stattdessen den Off-Strom um den Faktor 50 zu senken. Somit soll sich bei gleicher Geschwindigkeit die leistungsaufnahme um 35% reduzieren lassen. Die für die Schaltgeschwindigkeit wichtige Steilheit im Unterschwellenbereich soll sich deutlich verbessern. Bei Kannallängen von 20 nm will man nahe an den Idealwert von 60 mV/Dekade herankommen. Inzwischen dominiert bei kleinen Kanallängen aufgrund der kurzen Strecke, über die die Drain-Source-Spannung abfällt, immer weiter das Drain induced Barrier Lowering als Leckmechanismus. Dabei wird der Stromfluss im Kanal aufgrund der Absenkung der Source-Bulk-Barriere nicht mehr nur von der Gatespannung, sondern auch von der Drainspannung gesteuert. Hier zeigen die Intel-Diagramme eine Verbesserung um den Faktor 2.
Zum Einsatzzeitpunkt wollte man sich bei Intel noch nicht festlegen. Entweder werden Produkte auf dem 2009 erwarteten 32 nm-Prozess oder 2011 auf dem dann geplanten 22 nm-Prozess erste Trigate-FETs tragen. Bis dahin wird man aber sicher, auch von anderen Halbleiter-Größen, noch mehr von den Transistor-Neulingen erfahren.
[tm]
Duke Nukem Forever 2006?
Eine Börseninformation des Publishers Take2 hat heute für Aufruhr gesorgt. Angeblich wurde der Vertrag mit dem Entwicklerstudio 3DRealms neu verhandelt, so dass für die Fertigstellung des seit Jahren erwarteten 3D-Shooters Duke Nukem Forever 4,25 Mio. US-Dollar gezahlt werden. Sollte das Spiel noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, so gäbe es noch zusätzlich einen Bonus von 500.000 Dollar vom Publisher.
Inzwischen folgte auch das Dementi von George Brussard, einem Duke-Nukem-Forever-Entwickler. Danach gibt es keinen Vertrag über eine feste Summe sondern eine Gewinnbeteiligung pro verkauftem Spiel. Die Finanzierung wird nahezu vollständig von 3DRealms selbst durchgeführt. Ansonsten bleibt weiter alles beim Alten. Es wird fertig, wenn es fertig ist und man gäbe grundsätzlich keinerlei Zeitangaben für die Fertigstellung bekannt. Mit dieser Einstellung hat das Spiel bereits mehrfach die Vaporware Awards gewonnen und sogar 2003 den extra geschaffenen "Lifetime Achievement Award" für das am längsten verschobene Computerprodukt erhalten.
[ch]
Sonntag, den 11. Juni 2006
|
|
|
Webweites
Hardware
Zur Einführung der GeForce 7950 GX2 haben sich unsere Partner vom 3DCenter einmal ausführlich geäußert und die technischen Details des neuen Modells kritisch betrachtet. Das neue Flaggschiff aus dem Hause NVIDIA findet auf der Gegenseite derzeit keine direkte Konkurrenz und scheint sich auch in Sachen Preis/ Leistung vergleichsweise gut zu positionieren.
Ebenfalls mit der GeForce 7950 GX2 befassen sich unsere Kollegen von Au-Ja!, welche in einem Preview neben technischen Hintergründen auch die Kompatibilität zu aktuellen Motherboards betrachten. Mit zwei weiteren Grafikkarten aus der aktuellen Spitzengruppe in Form der GeForce 7900 GT und Radeon 1900 XT von ASUS beziehungsweise MSI blickt man zudem auf etwas erschwinglichere Modelle aus dem Highend-Segment, die sich in zahlreichen Benchmarks gegeneinander positionieren dürfen. Die Betrachtung des Potenzials zum Übertakten, aber auch ergonomische Faktoren wie Lautstärke oder Bildqualität dürfen selbstverständlich nicht fehlen.
Einen eigenen WM-Beamer haben sich die Kollegen von Hartware in einem umfangreichen Selbstversuch zusammengebastelt. Zum Einsatz kam dafür ein speziell für den Selbstbau vorgesehenes Kit von Optoelectronics im Gesamtwert von rund 300 Euro, dass sich mit einigem Fingerspitzengefühl und technischem Geschick montieren ließ. Abgerundet wird der Artikel mit technischem Hintergrundwissen zu Beamern im Allgemeinen. Wie sich das Ergebnis gegen die deutlich teurere Retail-Ware schlägt, versucht der Artikel zu klären. Für Geräuscharmen PC-Genuss hat sich Hartware in einem weiteren Test dem Verax Helado mit PWM & Thermo Steuerung ins Haus geholt. Ein Test muss zeigen, ob der Lüfter neben seinem stolzen Preis auch andere Vorzüge nachweisen kann.
Lesetipp
Aus Anlass zur aktuellen Windows Vista Beta 2 wollen wir diese Woche einen Artikel von ArsTechnica empfehlen, der sich eingehend mit der neuen Beta-Version auseinander setzt. Von der Installation bis zur kritischen Betrachtung der neuen Features und der neuen Benutzeroberfläche fehlt es in dem Artikel an nichts, sodass er einen recht guten Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung bei Microsoft vermittelt. Dem interessierten Leser erspart sich damit der mühevolle Download der 4 GB großen DVD und die Installation eines Betriebssystems, das bis zur Fertigstellung für den produktiven Einsatz noch einen weiten Weg vor sich haben dürfte.
[rl]
Samstag, den 10. Juni 2006
|
|
|
ATI will CrossFire für Intels "Broadwater" Chipsätze anbieten
Der kanadische Grafikchip- und Chipsatzexperte ATI plant neben der Einführung von Chipsätzen vergleichbar mit Intels 965-Chipsätzen mit dem Codenamen Broadwater auch die Möglichkeit, dass eben diese Chipsätze auch ATIs Multigrafik-Plattform Crossfire unterstützen könnten. Dies berichtet die DigiTimes mit Bezug auf ein Gespräch mit Geschäftsführer Dave Orton auf der Computex. Demnach befände man sich derzeit mit Intel im Gespräch über derartige Schritte um die Multigrafik-Technologie auch auf Intel-Plattformen anbieten zu können. Allerdings hob Orton hervor, dass bisher in dieser Beziehung noch keine Entscheidungen gefallen seien. Ob Intel diese Möglichkeit in die Tat umsetzen wird, ist an dieser Stelle allerdings noch unklar. Zumindest für ATI wäre eine derartige Möglichkeit aber durchaus als Erfolg gegen die Konkurrenz zu werten, die SLI bisher ausschließlich auf ihren eigenen Plattformen offiziell unterstützt.
ATI selbst zeigte sich bereits in der Vergangenheit wesentlich offener, was die Möglichkeit anbelangte, CrossFire auch auf fremder Hardware zu implementieren. Dies dürfte besonders aus der Tatsache herrühren, dass man gegenüber SLI einen wesentlichen zeitlichen Rückstand erlitten hatte, den die Kanadier nun über eine breitere Herstellerunterstütung wettzumachen versuchen. Sollte dies Gelingen, könnte ATI zumindest theoretisch einen vergleichsweise weit verbreiteten Standard auf dem Markt durchsetzen, um so auch für Kunden interessant zu werden, welche keinen Plattform mit deren Chipsätzen einsetzen.
[rl]
Skype überdenkt eigenes Testzentrum in Taiwan
Einhergehend mit der zunehmenden Zahl an Herstellern, die hardwareseitige Lösungen für die Voice-over-IP-Plattform Skype entwickeln, überdenkt das Unternehmen in Taiwan ein eigenes Testzentrum zu gründen. Auslöser dafür ist das überdurchschnittlich große Interesse an der Technologie, die dem Unternehmen im vergangenen Jahr über 350 verschiedene Hardwarelösungen beschert hat, welche eingehend getestet und zertifziert werden sollten. Wie die DigiTimes berichtet, konnten jedoch nur knapp die Hälfte den Anforderungen genügen. Zudem ergänzte Skype im vergangenen Jahr seine Partnerliste um 60 Unternehmen, von denen über die Hälfte aus Taiwan stammen. Das Testverfahren selbst erfordert einen Zeitaufwand von sechs bis zwölf Wochen, in dem über 150 Tests durchgeführt werden, um die korrekte Funktionstüchtigkeit sicherzustellen. Zudem befindet sich Skype mit einem Anteil von rund 27 Prozent in Taiwan klar an wichtigster Position, während in China nur 13 Prozent und in den USA gar nur 4 Prozent die Technologie für Internet-Telefonie verwenden.
[rl]
VIA baut Lizenzabkommen mit ARM aus
Der taiwanische Chipsatzexperte VIA hat sein Lizenzabkommen mit ARM erweitert und will in Zukunft zwei weitere Prozessoren in seinen Multimedia-Einheiten einsetzen. Das Unternehmen bezieht sich dabei auf die 32-Bit-RISC-Prozessoren ARM926EJ-S und den ARM968E-S, von denen letzterer speziell für den Einsatz in Echtzeitsystemen entwickelt wurde. ARM selbst beschreibt ihn als derzeit kleinsten und sparsamsten Prozessor der ARM9E-Baureihe. VIA selbst erhofft sich durch den Einsatz der Technologie sparsamere und preiswertere Chips auch im Zusammenspiel mit den eigenen C7-Prozessoren, um das eigene Produktangebot an energiesparenden und preiswerten Lösungen zu erweitern. Für welche Bereich die ARM-Technologie jedoch konkret geplant ist, hat VIA bisher noch nicht verraten.
Das taiwanische Unternehmen entwickelt neben Prozessoren und Chipsätzen für den PC-Markt vor allem Multimediaeinheiten und Controller-Chips für den Audio-, Netzwerk- und Storage-Bereich. Weiterhin ist VIA in Form von S3 Graphics aber auch im Grafiksektor tätig und entwickelt eigene Lösungen für integrierte und diskrete Grafikeinheiten.
[rl]
NVIDIA stellt PureVideo vor
PureVideo soll es Anwendern ermöglichen, so schreibt NVIDIA, hochauflösende HD-Inhalte auf ihrem PC wiederzugeben, indem es auf einigen Karten der Geforce-7-Serie Hardwarebeschleunigung für die Dekodierung von MPEG2, MPEG4 und VC-1 ebenso wie HDCP-Features mitbringt. Wäre der Start für Blu-Ray und HD-DVD nicht mehrfach verschoben worden, wären solche Inhalte schon seit Monaten für die Breite Masse zugänglich.
Fraglich ist allerdings schon, in wieweit Hardwarebeschleuigung notwendig sein soll: Die Dekodierung eines 1920x1080 - Videos in MPEG2-Kodierung ist für heutige CPUs keine Herausforderung mehr, selbst die Dekodierung von MPEG4 AVC ist mit schnellen reinen Sofw