Der südkoreanische Elektronikriese Samsung räumt sein Lager leer und verkauft DDR2-Grafikspeicher nach Angaben der
DigiTimes zu deutlich gesenkten Preisen, die über die Hälfte unter dem Branchenpreis liegen. So seien für 256-Mbit-Chips normalerweise rund 1,40 US-Dollar für die Hersteller notwendig, während Samsung im Verkauf lediglich um die 0,50 US-Dollar verlangt. Die Konkurrenten beklagen den Schritt, weil sie bereits seit geraumer Zeit mit den niedrigen Preisen im Massenmarkt mit einfachen DRAM-Chips zu kämpfen haben und Samsung durch den Schritt nun die üblicherweise besseren Margen im Grafikgeschäft drückt.
Nachvollziehbar ist der Schritt in dem Sinne, dass das Unternehmen womöglich Kapazitäten für die nächsten Speicher-Generationen schaffen will. Möglicherweise hat man in der Vergangenheit deutlich zu große Mengen gefertigt hat, die auf absehbare Zeit wohl nicht zu normalen Preisen Abgesetzt werden können. Samsung als einer der größten Hersteller auf dem Markt hat hier Druck von zwei Seiten, weil das Unternehmen einerseits gezwungen ist, ausreichend Chips greifbar zu haben, sich andererseits aber bei Überkapazitäten die eigenen Preise kaputt macht.
[rl]