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 AMD Anleger strafen AMDs Jahr 2007 ab

Wirtschaft | 18.12.2007, 01:20
Nach all den Tumulten um AMDs Vier-Kern-Prozessoren wurde es für wenige Tage ruhig an der Börse. Die von AMD verschobene Analysten-Konferenz startete nun vor wenigen Tagen und Anwender, wie Anleger erwarteten deutlich Wort seitens AMD. Im Vorfeld gab es dann zu etwaigen Spekulationen zu einem Rücktritt von Hector Ruiz als CEO Klarstellung. Und in diesen Tagen, trotz Meldungen um den "Abzug" des Barcelona aus dem gehobenen Geschäft, mit Meldungen um Phenom-Patches zum Fixing des CPU-Fehlers mit bis zu 50% Leistungseinbuße blieb es still an der Börse und die AMD Aktien konnten sich noch im Bereich über 9 US-Dollar halten. Offenbar wartete man den AMD Analyst Day ab.

Doch alles das, was sich in den letzten Tagen im Aktienkurs wiederspiegelt kann entweder nur als abruptes Erwachen oder "Feigheit vor dem Feind" angesehen werden. AMD verkündete auf seinem Analyst Day eigentlich eher frohe Kunde. Die Quartalszahelen für das vierte Quartal des Jahres werden wohl gehalten - mit bedingt durch den erwarteten saisonalen Umsatz. 2008 will / wird man wieder in die schwarzen Zahlen gelangen. Fehler habe man gemacht. Einer der Fehler - so gesteht man ein - ist die fehlende Verfügbarkeit der angekündigten Vier-Kern-Prozessoren. Doch auch alles das soll im kommenden Jahr besser werden und abermals bestätigte man die bislang bekannten und erwarteten Zeiträume bis zum Ende des ersten Quartals 2008 um entsprechende Prozessoren und andere Innovationen wie den Triple-Core liefern zu können.

Und obwohl dies alles eigentlich bekannte Eckdaten sein dürften, zumindest wenn man die Szene regelmäßig liest, so fällt AMDs Aktienkurs seit dem Start dieser Verkündungen stetig weiter. Aktuell hat man sich auf einem Tief von 7,95 US-Dollar eingependelt, für den heutigen Tag ein Verlust von runden 5,7%.

Dabei spielten Informationen wie die Streichung aller AMD-Resultate von Vier-Kern-CPUs aus der SPEC-Liste offenbar eine untergeordnete Rolle. Die Streichung bei der Standard Performance Evaluation Corporation hatte die Erklärung in den Rückzügen von Serverherstellern, welche ihre Produkte, basierend auf diesen Prozessoren, nicht in einem gewissen, vorgeschriebenen Zeitrahmen liefern konnten.

Auch erneute Darlegungen, was AMD in den kommenden Monaten - besser gesagt auch Jahren - beabsichtigt, nämlich das Fusion-Konzept, welches zwischenzeitlich in AMD-Folien unter dem Namen "Swift" auftaucht und für 2009 in 45nm Fertigung geplant ist, konnte offenbar aktuell nicht überzeugen. Fusion bzw. nun Swift ist die Umsetzung eines Prozessors, welcher gleichzeitig auch eine GPU und deren Aufgaben beinhaltet. Das was Intel mit Nehalem für 2008 verspricht.

Gleich was AMD nun beabsichtigt oder präsentiert, ganz offensichtlich erwarten die Anleger derzeit Handlung und keine Ankündigungen mehr. Harte Ware wird verlangt und die muss AMD nun liefern. Denn mit weiteren Rückschlägen sind die verbliebenen Anwender nicht zu überzeugen und die vorhandenen Arbeiter in allen Sektionen nicht zu bezahlen. AMD hat sich zu letzterem - eben der Kostensituation, etwaiger Personaleinsparungen oder Ähnlichem - bislang nicht geäußert.
[pg]

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