Der US-amerikanische IT-Riese IBM
klagt bei der International Trade Commission (ITC) gegen den taiwanischen Konkurrenten ASUS der angeblich drei IBM-Patente verletzt, die sowohl Stromversorgung, Lüftersteuerung und Netzwerkzugang von ASUS-Computer wie Notebooks und Server betreffen. Laut IBM liefen die Patente bereits 2004 ab. Seitdem habe man sich nicht außergerichtlich einigen können. Sollte die Klage Bestand haben, droht ASUS ein Einfuhrverbot vieler Produkte in den US-amerikanischen Wirtschaftsraum. Betroffen seien laut IBM auch andere Marken, für die ASUS Komponenten fertigt. Betroffen könnten hier zum Beispiel auch Dell oder Apple sein.
ASUS hat erst kürzlich ein neues Mini-Notebook Eee PC eingeführt, der im nächsten Jahr weltweit bis zu fünf Millionen Mal verkauft werden soll. Bis 2010 wollte der Hersteller weltweit auf den fünften Platz der größten Notebook-Hersteller aufsteigen. Bisher führt Hewlett-Packard vor Dell, Lenovo und Acer die Liste an. IBM selbst hatte seine PC- und Notebook-Sparte bereits vor einigen Jahren an den chinesischen Hersteller Lenovo verkauft.
Man darf gespannt sein, welchen Ausgang die Klage nehmen wird und welche Produkte tatsächlich von den Patenten betroffen sind. Sollten tatsächlich auch Auftragskunden wie Apple oder Dell betroffen sein, könnten ASUS im schlimmsten Falle hohe Nachzahlungen drohen.
[rl]