Gemeinsam mit der Plattenfirma EMI will das Online-Versandhaus Amazon noch in diesem Jahr digitale Musik im Internet vertreiben. Vorbild stelle dabei Apples iTunes dar, welches sich als äußert erfolgreich erwiesen hat und bereits im ersten Jahr explosiven Zuspruch zahlreicher Nutzergruppen erfuhr. Im Gegensatz zu iTunes will Amazon allerdings komplett auf kopiergeschützte Musik verzichten, wie sie etwa Sony BMG; Universal und Warner ausschließlich anbieten. Entscheidender Vorteil für die Kunden ist die uneingeschränkte Nutzung der Titel auf allen vorhanden Abspielgeräten, welche sich durch den Kopierschutz in der Vergangenheit häufiger nicht zur Wiedergabe überreden ließen. Wann Amazon konkret starten will, ist zur Zeit aber noch nicht bekannt.
Doch auch die anderen Plattenfirmen scheinen an entsprechenden frei kopierbaren Angebote zu arbeiten. So finden bereits erste Testläufe in dieser Richtung statt, um den rückläufigen CD-Verkaufszahlen Herr zu werden. Mit der wachsenden Verbreitung von Breitband-Anschlüssen dürfte auch der Zuspruch von Online-Angeboten stetig zunehmen. Dennoch ist die Beliebtheit von qualitativ hochwertigen CDs mit entsprechenden Beilagen besonders bei Sammlern und ambitionierten Musikhörern ungebrochen. Jedoch widerspricht dieser Gruppe dem schnelllebigen Superstar-Geschäft, die nach wenigen Titeln durch anderen Trend-Setter ersetzt werden und damit besonders für die eigenen CD-Sammlung kaum entsprechende Prioritäten erreichen.
[rl]