Der Mainboard- und Notebook-Experte ASUS will in Zukunft verstärkt auf Notebook-Plattformen von Intel setzen und dafür im Gegenzug deutlich weniger AMD-Systeme anbieten. Im neuen Jahr verschiebt sich der Absatz dann auf 90 Prozent Intel-Notebooks auf Basis der aktuellen Santa-Rosa- und neuen Montevina-Plattformen. Für AMD rutscht der Anteil beim Absatz dann von bisher 30 Prozent auf nur noch 10 Prozent. Für den Prozessorexperten aus Sunnyvale eine besonders schmerzhafte Nachricht, wenn man bedenkt, dass die Hersteller gerade im Notebook-Segment weltweit das größte Wachstum verzeichnen.
Gründe hat die
DigiTimes für diese Entscheidung leider nicht benannt. Asustek will im nächsten Jahr insgesamt rund 7,2 Millionen Notebooks ausliefern und ist damit einer der größten Hersteller der mobilen Geräte im asiatischen Raum. Weltweit führen Hewlett Packard und Dell das Geschäft an.
AMD hielt die letzten Jahre einen konstanten
Marktanteil von rund 13 Prozent im Notebook-Segment, während der Desktop-Bereich vergleichsweise deutlich auf rund 30 Prozent wuchs. Das Unternehmen hat sich damit in diesem Sektor bisher sehr schwer mit Zugewinnen getan, was möglicherweise auch an den fehlenden Plattform-Angeboten gelegen haben dürfte. Während Intel seit geraumer Zeit mit Centrino abgestimmte Systemmodule an den Markt geliefert hat, die Mainboard, Netzwerk und Grafik abgedeckt haben, rückt AMD erst mit der ATI-Übernahme schrittweise mit vergleichbaren Angeboten vor.
Gespannt sein darf man, ob die Unterstützung der übrigen Hersteller in Zukunft weiterhin bestehen wird. So bietet HP seit vielen Jahren AMD-Systeme an, auch Acer setzt stark auf den Intel-Konkurrenten und bei Dell hat das Unternehmen erst dieses Jahr einen Fuß in die Tür bekommen. Bleibt die Hoffnung, dass AMD diesen Kreis an Partnern auf absehbare Zeit zum Ausbau einer größeren Marktverbreitung nutzen kann.
[rl]