Der Prozessorexperte AMD hat seinen ersten eigenen Coprozessor mit doppelter Rechengenauigkeit bei Gleitkommaoperationen
vorgestellt. Die FireStream 9170 verfügt über 320 Recheneinheiten und soll bei einfacher Genauigkeit und einer Taktrate um 800 MHz eine Leistung von 500 Gigaflops erreichen, das heißt 500 Milliarden Floatpoint-Operations ein einer Sekunde. Zum Einsatz kamen auf der verbauten PCI-Express-2.0-Karte außerdem 2 GB GDDR3-Speicher. Die Leistungsaufnahme beläuft sich auf rund 150 Watt.
Unter der Haube dürfte ein 55-nm-Grafikchip der
neuen HD-3800-Serie werkeln, die in Highend-Versionen mit bis 800 US-Dollar zu Buche schlagen soll. Zum Einsatz kommt der Coprozessor dann für aufwändige Berechnungen etwa bei Simulationen in der Biologie oder Chemie, oder beim Rendern großer Mengen an Bilddaten.
Damit bietet AMD nun die zweite Coprozessor-Generation nach dem ersten Versuch in 2006 in Form des StreamProzessor mit 1 GB Grafikspeicher. Eine Alternative bietet NVIDIA mit
Tesla ebenfalls seit geraumer Zeit, die bei einer Leistungsaufnahme von 170 Watt beim C870 mit 1,5 GB GDDR3-Speicher und 128 Prozessoren ebenfalls eine Rechenleistung von rund 500 GigaFlops erreichen.
[rl]