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 Radeon X2900 XT verpasst Performance-Krone deutlich

Grafik | 12.05.2007, 19:59
In der ab Montag erhältlichen Ausgabe 11/07 der Computerzeitschrift c't sind einige Benchmarks von AMDs neuem High-End-Grafikchip Radeon HD 2900 XT (Codename: R600) enthalten. Getestet wurde sie gegen den Vorgänger, den Radeon X1950 XTX Chip und die bereits seit mehreren Monaten erhältliche Konkurrenz-GPUs GeForce 8800 GTX bzw. GTS von NVIDIA.

Testsystem war ein Core-2-Duo-System mit 2,67 GHz und 2 GByte DDR2-800 Speicher. Bei der AMD-Karte kam die Treiberversion 8.37.4.070419a zum Einsatz. Die X1950 lief unter dem Standard-Catalyst 7.4, die beiden NVIDIA-Modelle mit dem ForceWare 158.18. Wir beschränken uns hier auf die Ergebnisse unter Windows Vista, da einerseits die DirectX10-Funktionalität nur unter Microsofts neuem System getestet werden kann und zweitens sich die XP-Ergebnisse der restlichen Benches nur minimal unterscheiden.

GPU Olivion (HDR an) Prey Direct3D 10 SDK
1280x1024 kein AA, kein AF 1600x1200 kein AA 16xAF PipeGS
Radeon HD 2900 XT 46 90 159
Radeon X1950 XTX 46 67 -
GeForce 8800 GTX 46 95 63
GeForce 8800 GTS 46 71 34
1280x1024 4xT-AA, kein AF 1600x1200 4xT-AA 16xAF CubeMapGS Car, ohne Instancing
Radeon HD 2900 XT 38 56 23
Radeon X1950 XTX 31 53 -
GeForce 8800 GTX 45 70 11
GeForce 8800 GTS 43 51 9
1280x1024 8xT-AA, kein AF 1600x1200 8xT-AA 16xAF CubeMapGS Car, Instancing
Radeon HD 2900 XT 16 43 18
Radeon X1950 XTX - - -
GeForce 8800 GTX 38 48 11
GeForce 8800 GTS 30 36 10
T-AA: transparentes bzw. adaptives Antialiasing

Bei den Spielen muss sich AMDs lang erwarteter und häufig verschobener High-End-Chip der bereits deutlich länger am Markt befindlichen Konkurrenz in Form der GeForce 8800 GTX geschlagen geben. Vor allem wenn die aufwändigen Antialiasing-Stufen zum Einsatz kommen, fällt die Radeon HD 2900 XT auf das Niveau der 8800 GTS zurück. Auf Nachfrage der c't räumte AMD noch Treiberprobleme in diesem Bereich ein. Man wird sehen, ob sich im Verlauf der nächsten Wochen und Monate hier noch etwas Performance versteckt.

Bei dem zugegebenermaßen eher theoretischen DirectX10-Benchmark kann der neue Chip seine Stärken ausspielen. Hier vermutet man, dass die bei DirectX10 neu hinzugekommenen Geometrie-Shader bei AMD wesentlich besser in Hardware umgesetzt wurden als beim Konkurrenten aus Santa Clara. Zudem muss man für eine endgültige Bewertung der ersten DirectX10-Chipgeneration auf die noch immer nicht erschienenen passenden Spiele warten. Zumindest bis dahin darf NVIDIA weiterhin die Krone der schnellsten Grafikkarte für sich beanspruchen.
[ch]

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