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  NVIDIA stellt mit ESA einen Management-Standard für PC-Komponenten vor

Kühlung | 05.11.2007, 19:47
Am heutigen Tage gab NVIDA Details zur neuen Enthusiast System Architecture bekannt. Bei der kurz ESA (ausgesprochen E-S-A und nicht Esa, wie man heute auf der Pressekonferenz mehrfach betonte) genannten Technologie handelt es sich um einen Standard zur Überwachung und Regelung von PC-Komponenten wie Chassis, Stromversorgung sowie Luft- und Wasserkühlsysteme. Es ergänzt dabei bestehende Systeme wie den SMBus oder schnittstellenspezifische Auslesetechniken und gliedert nun auch bislang die genannten, nicht standardisiert überwachten, Komponenten mit ein.

Kernkomponente ist ein offenes Softwaremodell. Dieses liest Daten, die Mainboard, Netzteil etc. über USB innerhalb des Gehäuses angebunden liefern, aus. Entsprechend zertifizierte Geräte sollen über einen integrierten Mikrokontroller die Daten aufbereiten und über den USB-Port an die Software weiterleiten. Dort sollen dann, speziell im Hinblick auf Übertakter und Enthusiastensysteme, neben der Überwachung auch Regelungen hinsichtlich Geräuschkulisse, Eingriffe bei Übertemperatur und genauere Justagemöglichkeiten durch die Vielzahl verteilter Sensoren möglich sein. Als Demonstrator bietet NVIDIA auf der ESA-Homepage eine quietschbunte 3D-animierte Software an. Auf lange Sicht soll durch eine Loslösung von Software hin auf "Pre-OS" Basis auch Fernwartung in Unternehmen a la vPro möglich sein.

Der ESA-Standard ist von NVIDIA offen angelegt, seine weitere Entwicklung wurde in die Hände des USB Inplementers Forum, dem Zusammenschluss der USB-Entwickler, übergeben. Die Spezifikation steht damit allen interessierten Unternehmen zur Verfügung. Zum Start präsentierte NVIDIA eine Liste der Unterstützer. Darunter finden sich Komplettsystem-Hersteller wie Dell, HP oder Falcon Northwest ebenso wie Komponentenhersteller, beispielsweise CoolerMaster und Tagan und Mainboardhersteller wie ASUS, Gigabyte oder MSI. Obwohl man ansonsten bei nahezu jedem neuen Standard die Hände im Spiel hat, fehlt diesmal der Name Intel auf der Liste der Unterstützer. Über die Gründe kann man spekulieren, doch wer mag es dem Branchenprimus angesichts der (potenziellen) Konkurenz zum mit viel Marketinggeld angeschobenen vPro verdenken...

[tm]

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