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 Neue Intel-Chipsätze sollen schon im zweiten Quartal 2008 erscheinen

Chipsätze | 23.10.2007, 21:25
Es ist gerade einmal fünf Monate her, dass Intel seine neuen P35-Chipsätze vorgestellt hat und der Absatz der 965-Nachfolger startet praktisch erst. Erst jetzt folgen die Top-Intel-Chipsätze mit Namen X38 und es gibt schon Gerüchte, dass ein X48-Chipsatz in Kürze folgt. Damit den Neuankündigungen nicht genug: Eaglelake steht angeblich schon zum zweiten Quartal 2008 in den Startlöchern.

Dabei wird Eaglelake - so der Codename des kommenden Chipsatzes - mit Bezeichnungen wir P45 und G45 die Nachfolge der jetzigen P35/G35-Modelle antreten und diesen damit nur ein kurzes Dasein bescheren. Auf der Haben-Seite steht dort erst einmal nur ein kleinerer Fertigungsprozess (65nm). Bedenkt man, dass die aktuellen Intel-Chipsätze teils nur mit 16 Watt TDP genannt sind, mag man auf Anwenderseite von der Strukturverkleinerung hier nicht viel Steigerung erwarten dürfen. Allerdings sollen den Eaglelake-Ablegern dann auch ICH10 Southbridge-Controller zur Seite stehen und bei den Umsetzungen mit integrierter Grafik wird sich der GMA X4500 als verbesserte, schnellere Lösung präsentieren.

Im dritten Quartal 2008 soll Intel dann noch eine Buisiness-Version mit Codenamen Eaglelake Q nachschieben und final im vierten Quartal nächsten Jahres soll eine High-End-Plattform folgen, welche dann auch Intel Nehalem CPUs unterstützt.

Es ist nachvollziehbar, dass Intel für die Nehalem-Prozessoren einen neuen Unterbau benötigt, aber der erneute Chipsatz-Refresh in allen Desktop-Bereichen dürfte eher zu einer verhaltenen Reaktion der Käufer führen, aber gleichzeitig auch ein Ärgernis für die Mainboard-Hersteller darstellen. Im Moment, in welchem sich ein deutlicher Wechsel zum etablierten Produkt einstellen kann, macht man sich durch neue Produkte schon wieder Konkurrenz im eigenen Hause und gefährdet seinen Absatz. Und letzteres in beiden Fällen - ob man nun auf das Produkt im Angebot verzichten würde, oder es eben mit aufnimmt.

Die neuen, kommenden 45nm Penryn-Prozessoren für den Desktop-Bereich machen definitiv keinen neuen Chipsatz erforderlich. Diese werden mit P35/G35 und X38 Plattformen kompatibel sein - ein BIOS-Update vorausgesetzt und natürlich auch, dass der Platinenhersteller hier keine fehlerhafte Umsetzung vorgenommen hat.
[pg]

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