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 Hitachi stellt Technologie für Festplatten mit bis zu 4 TB vor

Speichermedien | 17.10.2007, 23:37
Auf der 8. Perpendicular Magnetic Recording Conference in Tokyo präsentiert Hitachi Neu-Entwicklungen von Schreib- und Leseköpfen, welche unter anderem die Festplatten für Kapazitäten bis 4 Terabyte bereit machen sollen. Die neuen "CPP-GMR-Köpfe" sollen zwischen 30 und 50 Nanometer klein sein und somit zweimal kleiner als Köpfe der heutigen Technik. Im Vergleich, ein menschliches Haar ist 70 bis 100 Mikrometer groß und somit 2000-mal größer als die neuen Köpfe von Hitachi. Neben der Größe gibt es weitere Neuerungen welche die angepeilten Kapazitäten erst ermöglichen.

Anstelle der Tunnel-Leitfähigkeit setzt Hitachi auf metallische Leitfähigkeit bei der CPP-GMR-Kopf-Technologie, was zu einer Verringerung des elektrischen Widerstands führt. Für die Speicherkapazität sind vor allem die Datenträger und die Schreib-/Leseköpfe maßgeblich ausschlaggebend. Sie bestimmen zum größten Teil die schlussendlich verfügbaren Kapazitäten. Da die Größe der Datenträger durch den festgelegten Formfaktor konstant bleibt müssen die Ingenieure die Größe der Datenpakete immer weiter verkleinern um mehr Daten auf der gleichen Fläche speichern zu können. Dazu muss aber auch der Kopf weiter verkleinert werden um die Pakete lesen und überhaupt schreiben zu können. Mit abnehmender Größe steigt jedoch der elektrische Widerstand welcher für den Rauschpegel verantwortlich ist. Ziel bei den Entwicklungen ist es ein möglichst optimales Signal-Rausch-Verhältnis zu erreichen.

Die bisherige TMR-Technologie würde laut eigenen Aussagen nur bis 500 GBit pro Quadrat-Zoll einsatzfähig sein, was jedoch noch lange nicht bei jetzigen Produkten zum Einsatz kommt. Hitachi erreicht bei den im Markt erhältlichen Festplatten derzeit ein Wert von ungefähr 200 GBit pro Quadrat-Zoll. Die neuen CPP-GMR-Köpfe sollen dagegen die Speicherdichte auf ein Terabit pro Quadrat-Zoll aufstocken können. Ab dem Jahr 2009 sollen Schreibköpfe mit einer Spurbreite von 50 Nanometer verfügbar sein und bis 2011 durch Schreibköpfe mit 30 Nanometer ergänzt werden. Passend zur Vorstellung von Hitachi wurden vor kurzem die Physiker Albert Fert und Peter Grünberg mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Sie entdeckten den "GMR-Effekt" schon 1988 und legten damit den Grundstein zu den heutigen und auch zukünftigen Festplattenkapazitäten.
[bb]

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