Der japanische Elektronik-Experte Sony will als erster Hersteller einen Fernseher mit OLED-Technologie einführen. Der XEL-1 verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 11 Zoll und eine Auflösung von 960x540 Pixeln. Das Kontrastverhältnis beträgt 1.000.000:1 und kann sich deutlich von Geräten mit alternativen Display-Technologien abgrenzen. Ab ersten Dezember rückt der Fernseher pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den japanischen Handel und soll dort mit 200.000 Japanischen Yen zu Buche schlagen, was rund 1.200 Euro ausmacht. Unklar ist derzeit allerdings, ob und wann das Gerät auch in Europa angeboten werden soll.
Bisher kamen OLEDs lediglich in kleineren Geräten wie zum Beispiel MP3-Playern zum Einsatz, wo sie kaum Größen über 2 Zoll erreichten. Bereits vor zwei Jahren hatte der südkoreanische Konkurrent Samsung ein Display mit organischen LEDs
präsentiert, das über eine Diagonale von 40 Zoll mit einer Auflösung von 1280x800 Bildpunkten verfügt. Wann das Unternehmen seinerseits erste Display auf den Markt bringen will, ist zur Zeit noch nicht bekannt.
Organische LEDs zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie selbstständig leuchten. Dadurch entfällt das zusätzliche Backpanel, welches bei traditionellen LC-Displays zum Einsatz kommt, sodass neben einer niedrigeren Stromaufnahme auch das Kontrastverhältnis und die Farben deutlich kräftiger wirken. In der Bauweise ermöglichen die LEDs durch den Verzicht des Backpanels eine deutlich geringere Tiefe des Displays. Nachteil war bisher jedoch die deutlich geringere Lebensdauer. Sony selbst gibt an, bereits seit 1994 an der Technologie zu forschen. Im Laufe der Zeit dürfte das Angebot der Displays auch mit größeren Diagonalen deutlich zunehmen.
[rl]