Die Advanced Micro Devices präsentieren auf der diesjährigen Games Convention ihren bisher noch unveröffentlichen Spross Phenom auf Basis des
Barcelona-Kerns, der aus vier 65-Nanometer-Kernen auf einem einzigen Die besteht. Bisher wird der Prozessor Anfang nächsten Jahres erwartet und soll neue Maßstäbe im Desktop-Bereich setzen. Im Hinterzimmer zeigt AMD sein Lauffähiges System mit einem 3-GHz-Prozessor, Referenz-Mainboard mit dem RD780-Chipsatz als Nachfolger des RD570 und zwei ATI 2900XT im Crossfire-Verbund.
Damit beweist AMD, dass man trotz anfänglier Spekulationen technisch durchaus in der Lage ist, Quad-Core-Prozessoren mit 65 nm zu fertigen, die hohe Taktraten erreichen und damit durchaus in die Bereiche des Intel-Konkurrenten Penryn vorstoßen. Bisher wurde vermehrt vermutet, dass AMD hier Fertigungsschwierigkeiten haben könnte, weil man ab September erste Workstation- und Server-Prozessoren AMD Opteron mit
Barcelona-Kern vorstellen will, die bei weitem nicht diese Taktraten erreichen. AMD argumentiert hier, dass neben der reinen Geschwindigkeit besonders das Verhältnis aus Performance und Stromverbrauch besonders beim Einsatz in Server-Racks interessant ist, weshalb man vorerst auf schnellere Modelle verzichtet.

Als Demo Griff AMD auf den Shooter Stranglehold zurück, der als X-Box-360-Port bereits Multi-CPU-Unterstützung bot und in Bälde auch für den PC erscheinen soll. Auf dem Taskmanager demonstrierte AMD eine recht beachtliche Auslastung aller vier Kerne. Crossfire konnte jedoch nicht seine volle Leistung entfalten, weil AMD es deaktiviert hatte, um parallel die Systeminformationen darstellen zu können.

Der Eingesetzte RD780-Chipsatz unterstützt derweil bis zu 4 PCIe-X16-Ports, wobei diese über 42 Lanes wahlweise mit vier Mal X8, zwei mal X16 und die anderen Leitungen entsprechend langsamer betrieben werden könnnen. Außerdem unterstützt der Chipsatz HyperTransport 3.0. Erscheinen dürfte der Chipsatz nach in diesem Jahr.
[rl]