Lenovo ist der offizielle IT-Ausstatter der Olympischen Sommerspiele in Peking und entsprechend stark daran interessiert, dass während der Veranstaltung auch alles nach Plan läuft. Aus diesem Grund
gibt Lenovo-Manager Leon Xie an, in systemkritischen Bereichen weiterhin auf Windows XP setzen zu wollen, während Microsofts "Betriebssystem-Revolution" Vista lediglich auf den Terminals für die Athleten zum Zuge kommen soll — um damit im Internet zu surfen.
Damit zeigt sich für Microsoft ein herber Rückschlag, zumal das Unternehmen nicht müde wird, die Vorteile des neuen Betriebssystems zu betonen. Doch seit einiger Zeit klagen gewechselte Nutzer teils über die Stabilität, aber auch über die Geschwindigkeit. Auch im Geschäftsbetrieb vermag Vista derzeit noch nicht recht für Freude zu sorgen. So gab auch Computerhersteller Dell unlängst bekannt, dass viele Großaufträge noch immer Windows XP auf ihren Systemen betreiben wollen.
Über die rekordverdächtigen Verkaufszahlen von Vista darf man in diesem Zusammenhang die Stirn runzeln. Kaum ein Anwender kauft sich die neue Software für seinen vorhandenen PC. Gleichzeitig befinden sich die Verkäufe von neuen Computern aber die letzte Zeit auf einem recht niedrigen Level; die Verkaufsaison startet allgemein erst im zweiten Halbjahr. Wenn besonders professionelle Nutzer aber lieber auf XP verharren, stellt sich unweigerlich die Frage, wer denn jetzt überhaupt Vista betreibt?
[rl]