Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Dell sich von seinem direkten Vertriebsmodell über Internet und Telefon löst und in Zukunft seine Produkte auch über Läden vertreiben will. Für diesen Schritt braucht es aber starke Vertriebspartner, die dem Unternehmen entsprechende Positionen im Handel verschaffen und auch Erfahrungen mit der Kommunikation von Händlern vorweisen können. Die
Computerwoche will nun
erfahren haben, dass Dell diesen Schritt auch durch Zukäufe anderer Hersteller umsetzen könnte. So untersuche der US-Amerikaner die Marktposition von Computerherstellern, die schon lange erfolgreich auf dem indirekten Vertriebsweg erfolgreich sind und erwäge eine mögliche Übernahme, um sich deren Position zum Vorteil zu machen.
Ohne offizielle Kommentare der Hersteller stünden dabei sowohl Acer als auch Fujitsu-Siemens Computer (FSC) auf der möglichen Einkaufsliste. Während von dem taiwanischen Hersteller eventuell die Übernahme des Notebook-Geschäftes zur Debatte stünde, sei beim seit einiger Zeit schwächselnden FSC auch eine komplette Übernahme denkbar. Letztere zeigen sich in Deutschland als einer der größten Computerverkäufer, verlieren aber verstärkt Marktanteile an HP, Dell oder Acer.
Was wirklich an den Gerüchten dran ist, lässt sich zur Stunde nur schwer bewerten. Ob Acer tatsächlich bereit ist seine Notebook-Sparte abzugeben, darf man mit dem aktuellen Kentnissstand vielmehr als unwahrscheinlich betrachten. So zeigte sich über die vergangenen Quartalegerade dieser Bereich als
Zugpferd bei dem Unternehmen, das zuletzt um über 50 Prozent zulegte. Acer bewies zudem immer wieder Kampfgeist mit dem Ziel, Lenovo als weltweit drittgrößten Computerhersteller von seiner Position zu verdrängen.
[rl]