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  D-Link stellt Horstbox vor

Sonstiges | 02.08.2007, 07:12
Der asiatische Netzwerkgerätespezialist stellte gestern im Rahmen eines groß angelegten Presselaunches sein neuestes Produkt für den Heim- und Small-Office-Bereich vor. Das "Horstbox" genannte Produkt vereint DSL-Modem, Router, WLAN-AP, Ethernet-Switch und Voice-over-IP Zugangsdevice und zielt damit auf den Markt der All-in-one Geräte für Internetzugang, Telefonie und Netzwerkinfrastruktur. Hardwareseitig verfügt das Gerät über ein integriertes Modem, das ADSL2+ bis zu 24MBit/s (downstream bzw. 1MBit/s (upstream) ermöglicht. Dazu kommt ein vierfach 10/100 Ethernet-Switch, von dem sich ein Port zu einem WAN-Port umwandeln läßt, um ein externes Modem, z.B. für Kabelfernseh-Zugang, anzuschließen. Im WLAN-Teil beschränkt sich D-Link auf den 802.11g-Standard und biete auch nur eine einzige, dafür aber wechselbare, Antenne. WLAN ist über einen Drucktaster am Gerät hardwareseitig deaktivierbar.

Zwei USB2.0-Ports lassen die gemeinsame Nutzung von externen Festplatten und Druckern zu. Für die Telefoniefunktionen kann das Gerät an eine ISDN- oder analoge Telefonleitung angeschlossen werden oder über einen SIP-Account IP-Telefonie routen. Ein interner S0-Bus ermöglicht den Anschluß von bis zu vier ISDN-Telefonen, zwei analoge Ports lassen Telefone und Faxgeräte zu.

Softwareseitig ist ein vollständiger NAT-Router mit SPI-Firewall vorhanden, um eine zeitgemäße Absicherung des Netzwerks ins Internet zu ermöglichen. Der WLAN-Part ist zusätzlich zum AN/Ausschalten über den Drucktaster auch zeitgesteuert via Software schaltbar. Er kommt vorkonfiguriert mit aktivierter WPA-Verschlüsselung aus der Verpackung.

D-Link betonte in seiner Präsentation mehrfach die gewollte Ähnlichkeit der Namensgebung zur etablierten FritzBox des Herstellers AVM, offiziell trägt der Router aber den Vornamen des Projektleiters. Ebenso legt der Hersteller Wert darauf, dass es sich bei der Horstbox um ein vollständig von deutschen Subunternehmern entwickeltes Produkt handelt, das aber in Taiwan gefertigt wird.

Ganz großen Wert legte man auf das Design, denn die technischen Features sind weitgehend Stand der Technik und auf der Höhe der Zeit, nicht weniger, aber halt auch nicht mehr. Das ab 20. August verfügbare Gerät soll in den nächsten Monaten noch Erweiterungen in der Software erhalten, die beispielsweise die Einrichtung auf einen einzelnen Klick vereinfachen sollen und zusätzliche Funktionalitäten bieten sollen. Features wie Gigabit-Switch und 802.11n-WLAN soll dann aber erst eine spätere Hardwarerevision, voraussichtlich in 2008, bieten. Somit blieb als Fazit für das zu Beginn ausschließlich im Einzelhandel erhältliche Gerät seitens des Herstellers, dass manletzlich die gleichen Features wie die ähnlich klingende Konkurrenz habe, nur mit USB 2.0 "und schöner". Allerdings hat eben diese Konkurrenz Verträge mit nahezu allen Netzbetreibern, wo die Hardware im Bundle mit dem Neuanschluß meist deutlich subventioniert an den Kunden gebracht wird. Hier steckt D-Link aber gerade in Verhandlungen. Die UVP des Geräts wird mit 199 Euro angegeben und damit etwas weniger Geld als für eine ähnlich ausgestattete Fritzbox bezahlt werden muss.

[pg]


Stichworte: Kamera
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