Das neue Betriebssystem von Microsoft verkaufte sich nun insgesamt über 60 Millionen mal. Damit schlagen die Zahlen zumindest die Vergleichsbasis von Windows XP, das nach der Markteinführung zunächst deutlich schleppender den Weg in den Handel fand. Offiziell äußerte Microsoft, man habe bereits nach 100 Tagen über 40 Millionen Lizenzen von Vista verkauft, was in etwa 12 Millionen Lizenzen pro Monat entspricht. Windows XP erfuhr erst deutlich später wachsende eine Nachfrage und fand innerhalb von zweieinhalb Jahren 210 Millionen mal den weg zum Kunden, was linear betrachtet rund sieben Millionen Kopien pro Monat entspräche.
Dennoch zeigen sich einige Hersteller wie etwa der taiwanische Computerbauer Acer
nicht besonders erfreut an Windows Vista. Sie hatten sich von dem Betriebssystem eigentlich einen stärkeren Nachfrage-Schub für Hardware erhofft.
Diese Hoffnungen scheinen in Anbetracht der Vergangenheit jedoch sowieso unbegründet zu sein. So zeigte sich, dass die Verkaufszahlen von Windows XP erst wesentlich angestiegen sind, als auch die Nachfrage nach neuer Hardware größer wurde. Man kann folglich eher erwarten, dass das neue Betriebssystem stärker abhängig vom Hardware-Geschäft ist als etwa umgekehrt. Insbesondere im Hinblick auf den Trend zur Multi-Core-Prozessoren dürfte diese Grundlage in den kommenden beiden Jahren erst wieder vorzufinden sein. Erst dann ist mit einer weitreichenden Unterstützung für Mehrkern-Systeme durch Standard-Software zu rechnen, die auch normalen Anwendern genug gründe liefert, einen neuen Computer mit Windows Vista an Board zu kaufen.
[rl]