Wie die
OCWorkbench berichten, plant AMD eine Neuauflage seiner aktuellen Produktlinie rund um die HD2000-Serie gegen Ende des Jahres. Das Spitzenmodell basiert laut diesem Angaben auf dem R680-Chip und wird die Nachfolge des R600 (Radeon HD 2900 XT) antreten. Im Mainstream-Bereich soll mit dem R660/670 einer neuer Chip Einzug erhalten, während der RV630 (Radeon HD 2600) in einer Neuauflage als RV635 in den Einsteigerbereich abrutscht.
Nach den Codenamen zu urteilen, könnte der R660/670 den Zweck erfüllen, das derzeit zwischen Highend und Mainstream klaffende Loch füllen. Codenamen mit einem vorangestellten „RV“ bezeichnen bei AMD/ATI üblicherweise einen Einsteiger- bzw. einen Chip aus dem unterem Mittelklasse-Bereich. Findet allerdings lediglich ein „R“ als Bezeichner Verwendung - wie dies beim R670/660 der Fall sein soll - , so weist dies in der Regel auf einen leistungfähigeren Chip hin. Ob es sich bei dem R670/660 um einen Chip mit noch unklarer Namensgebung handelt, oder ob sich dahinter tatsächlich zwei verschiedene Chips verstecken, ist der Meldung leider nicht zu entnehmen.
Ein Weiterer interessanter Aspekt zu den neuen Chips ist der zum Einsatz kommenden Fertigungsprozess. Demnach sollen sowohl R680, R670/660 als auch RV635 im 55 nm gefertigt werden. Dies könnte bei den kleineren Modellen mit dem Umstieg von 65 nm (RV630 – HD 2600, RV610 – HD 2400) auf 55 nm (RV670/660, RV635) vielleicht wirklich nur ein kleineres Problem darstellen, ein Umstieg bei den komplexeren High-End-Chips von 80 nm (R600 – HD2900) auf angebliche 55nm (R680), erscheint aber doch eher unwahrscheinlich.
Weiterhin wird vermeldet, dass die Produkte erstmals auf PCIe 2.0 aufsetzen, was allerdings aus Perfomance-technischer Sicht für den Anwender vernachlässigbar sein dürfte. Aufgrund der abwärstkompatibilität können die Karten natürlich auch weiterhin genauso in herkömmlichen PEG-Steckplätzen verwendet werden.
[ls]