Intels kommenden Prozessoren mit FSB1333-Support werfen ihre Schatten voraus. Insbesondere die Chipsatzhersteller, welche entsprechende Produkte für solche Prozessoren anbieten möchten, benötigen hierzu entsprechende Intel Lizenzen. Wie wir erst berichteten, steht VIA hier noch in
Verhandlungen, während SiS ganz offensichtlich schon im Besitz entsprechender Lizenzen ist. Die passende Produkt-Familie nennt SiS 680-Serie und will diese im vierten Quartal 2007 ausliefern.
Insgesamt fünf Varianten soll es erst einmal vom SiS680-Chip geben. Dabei soll der SiS680SCD das Top-Produkt, ohne integrierte Grafik, mit FSB1333 und DDR2-1066-Support darstellen. Daneben soll es die Versionen SCE und SCP geben, welche über eine integrierte Mirage 4-Grafikeinheit verfügen und auch DDR2-800 und -1066-Speicher handhaben können. Die Version SCE soll dabei auch HDMI/HDCP unterstützen.
Die Low-Cost-Variante
soll erst Ende des Jahres erscheinen und auf die Bezeichnung SiS680SCL hören. Dabei wird dann lediglich DDR2-800 unterstützt und FSB1066-Prozessoren.
Final bleibt natürlich abzuwarten, ob man in Europa oder insbesondere auch Deutschland Produkte mit diesen Chipsätzen antreffen wird. Während sich Intel selbst partiell schon bei eigenen Lieferengpässen bei den Einsteigerprodukten Produkten von SiS bediente, sind Anbieter von SiS-Plattformen im Endkunden-Markt eher dünn gesät. Hier müssen diese Hauptplatinen sich zumeist über den Preis rechtfertigen und selbst dann ist die Nachfrage wohl eher dünn und bei FSB1333-Prozessoren greifen die meisten Anbieter dann gleich zu Intel oder gar NVIDIA-Chipsätzen. Letztere haben für ihre Chipsätze ebenfalls schon Intel-Lizenzen.
Ruhig in diesem Bereich bleibt es bislang noch um den letzten Lieferanten von Chipsätzen für Intel Prozessoren: AMD/ATI. Man darf derzeit davon ausgehen, dass sich hier vorerst noch keine entsprechenden Modelle von ATI einfinden werden, so dass die passenden Plattformen dann letzten Endes von den drei genannten Herstellern kommen werden.
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