Eine erste Testversion von Windows 7
soll für Entwickler von Ende Oktober auf der
Professional Developers Conference in Los Angelese freigegeben werden, bevor das fertige Release schließlich Gerüchten zufolge im Januar auf den Markt kommt.
Die Version wird auf eine Festplatte mit 160 GB Kapazität an die Entwickler auf der Keynote von Steven Sinofsky verteilt, der Abteilungsleiter der Windows und Windows Live Engineering Group ist. Wieviel Platz davon allerdings tatsächlich vom Betriebssystem belegt wird, ist noch unklar. Auf der Konferenz soll in 22 Sitzungen das Grundkonzept und die Funktionsweise der neuen Programme von Windows 7 erklärt werden.
Erweitertes Bedienkonzept und neue Funktionen
Über das Betriebsystem mit dem bescheidenen Codenamen "7" gibt es derzeit nur beschränkt Informationen. So plant Microsoft offenbar keine Unterscheidung zwischen Server- und Desktop-Version, will aber eine Variante für 64 Bit und für 32 Bit anbieten. Als Basis diente Windows Vista und Vista 2008 Server. Über den Funktionsumfang des Nachfolgers gibt es derzeit Informationen, die von einem überarbeiteten Bedienkonzept
Multitouch sprechen, das Microsoft bereits
präsentiert hat und prinzipiell über Touch-Panels realisiert wird.
Weiterhin will Microsoft das Upgrade-System erweitern und auch für andere Microsoft-Fremde Anwendungen anbieten, um zum Beispiele Spiele einfach zu aktualisieren. Ansonsten arbeitet man aktiv an
kürzeren Startzeiten sowie an
virtuellen Verzeichnissen, um die Datenverwaltung zu erleichtern. Auch am Energiebedarf wurde geschraubt, nachdem mit der Einführung von Vista auf Laptops teilweise geringe Akkulaufzeiten kritisiert wurden.
In welchem Umfang die Änderungen das Betriebssystem tatsächlich erreichen, ist noch abzuwarten. Berichten zufolge erfolge der
Feature-Freeze noch in den nächsten Wochen vor der Konferenz, nach dem keine neuen Funktionen mehr eingebaut werden sollen. Um die Größe der Installation zu reduzieren lagere Microsoft zudem zahlreiche Helferlein und Tools aus, die sich erst anschließend je nach Bedarf per Live-Update installieren lassen.
Hinweise auf den Einsatz in Netbooks, Mini-Computern und ähnlicher mobiler PC-Technik geben zudem geplante Features zur Einbindung von
Sensor-Informationen. So liest Windows 7 nicht nur vorhandene Hardware-Sensoren aus, sondern übermittelt bei Bedarf auch GPS-Koordinaten oder Bewegungsinformationen, auf die dann auch in Anwendungen zugegriffen werden kann. So ließe sich zum Beispiel je nach Einsatzort ein bestimmtes Nutzerprofil aktivieren. Nicht ganz klar ist allerdings, wie in diesem Fall das Rechte-Management aussieht, sodass der Nutzer auch weiterhin Kontrolle über seine privaten Daten behält.
Ansonsten ließe sich diese Idee auch einen deutlichen Schritt weiter spinnen, sodass die Suche zum Beispiel ihre dargestellten Ergebnisse je nach örtlicher Position abstimmt und damit lokale Treffe höher gewichtet. Auch die Verknüpfung mit
kostenlosen Anwendungen von Microsoft, die über Werbung finanziert werden sollen, erhielte dadurch zusätzlichen Spielraum.
[rl]