Zweieinhalb Jahre nach der letzten Auflage in Form der X1900 präsentierte AMD nun eine Neuauflage der All-in-Wonder Serie. Grafikkarten aus dieser Familie zeichneten sich schon immer durch Multimediafunktionen, die über Grafik hinausgehen, aus, so auch das aktuelle Modell auf Basis der Radeon HD 3650.
Die ATI All-in-Wonder HD trägt wie gewohnt einen integrierten MPEG2-Encoder Theater 650 für die Aufnahme von analogem Material, das entweder ein Fernsehsignal, ein Komponentensignal oder S-Video sein kann, sofern man das "ATi All-in-Wonder HD Accessory Kit" zusätzlich erwirbt. Die TV-Empfangsfunktion kann neben analogem Fernsehen aber auch mit digitalen Kabel- oder Antennensignalen umgehen und ist prinzipiell HDTV-fähig. Wir sagen "prinzipiell", da es in Deutschland derzeit über Kabel und terrestrisch keine ohne Smartcard empfangbaren HDTV-Sender gibt und Satellitenfernsehen von der Karte nicht unterstützt wird. Allerdings ist die Karte vorerst ohnehin nur auf den nordamerikanischen Markt ausgelegt.
Im Kern basiert die All-in-Wonder HD auf der
Radeon HD 3650, was die hardwareunterstützte Dekodierung von AVC/H.264 und VC-1 für Blu-Ray Medien einschließt. Für Spieleenthusiasten ist die Grafikperformance allerdings recht mager und spätestens seit Erscheinen der
Nachfolgegeneration nicht mehr interessant.
Für die Konnektivität zum Anzeigegerät stehen HDMI (inklusive AC3-Ton) und Dual-Link DVI zur Verfügung. Das Softwarepaket umfasst das ATi Catalyst Media Center, mit dem die Funktionen der Karte (TV, DVD authoring, Videowiedergabe und -konvertierung) unter Windows verfügbar gemacht werden. Natürlich ist auch die Nutzung innerhalb des Windows (XP oder Vista) Media Centers möglich.
Die ATI All-in-Wonder HD soll Ende Juli für 199 US-$ in den nordamerikanischen Handel kommen, für Europa gibt es derzeit noch keine Informationen über eine potenzielle Verfügbarkeit.